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Sprachen lernen.

Hinweis
Unser Haus ist montags – donnerstags von 08:00 – 16:30 und freitags von 08:00 bis 16:00 Uhr nach Terminvereinbarung für Sie geöffnet! Bitte vereinbaren Sie vorher einen Termin:
Tel. 0231/838000 oder schreiben Sie uns eine E-Mail unter info@auslandsgesellschaft.de. Bleiben Sie gesund!

Es gibt noch freie Plätze in den Sprachkursen für Schülerinnen und Schüler! Sie finden die Kurse in unserem Kursfinder weiter unten auf der Webseite. Auch für das English-Camp sind noch Anmeldungen möglich! (09.08 – 14.08.2021, 445,00 € / 390,00 € für die ersten fünf Anmeldungen)
Info & Anmeldung: Nina Macioch, fon: 0231 . 838 00 52, mail: macioch@auslandsgesellschaft.de / Dominic Melang, fon: 0231 . 838 00 38, mail: melang@auslandsgesellschaft.de

Jetzt erhältlich: Das neue Sprachenprogramm für das zweite Halbjahr!

Neu: Deutsch-Intensivkurse online bei der Auslandsgesellschaft
Trotz Corona: Weiterkommen im Studium und Beruf
Während der nächste Lockdown vor der Tür steht, die Ausgangssperre beschlossen und das Tragen der FFP-2 Masken zur Pflicht wird, beginnt bei der Auslandsgesellschaft in dieser Woche das neue Semester. Diesmal allerdings finden die Sprachkurse digital statt. Vorreiter sind die Deutsch-Intensivkurse, die den Teilnehmern das gleiche Zeugnis bescheinigen, wie die Kurse in Anwesenheit. Das heißt: Die Dozenten sitzen an ihren Schreibtischen und die Studenten haben die Chance, von zuhause aus Deutsch intensiv zu lernen. Inhaltlich unterscheiden sich die Online-Kurse nicht. Die Lehrwerke sind auf der Lernplattform integriert. Audio, Video, Chat, Übungen, Tests, Gespräche und natürlich Hausaufgaben – eigentlich alles wie immer, nur eben von zu Hause aus. Wer diese Zeit der Corona-bedingten Einschränkungen für seinen Beruf oder Studium nutzen will, der kann dies ab sofort tun. Auch in die bereits angelaufenen Kurse kann man noch einsteigen. Bei Bedarf werden zusätzliche Kurse eingerichtet.
Info & Anmeldung: Christanna Charmpa, fon: 0231 . 838 00 93, mail: charmpa@auslandsgesellschaft.de

Kursfinder

Über dieses Modul können Sie die Kurse anhand der vorausgewählten Sprache finden.

Wichtiger Hinweis

Dortmund, 15. März 2020
Erlass der Stadt Dortmund vom 14. März 2020
Am 14. März 2020 hat der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund eine Allgemeinverfügung zum Verbot
von öffentlichen Veranstaltungen auf der Gebiet der Stadt Dortmund zur Bekämpfung von übertragbaren
Krankheiten nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen
(Infektionsschutzgesetz; IfSG) erlassen.
Gemäß §28 Abs. 1 Satz 1 und 2 des IfSG vom 20.07.2000 wird zur Verhütung der Weiterverbreitung von
SARS-CoV-2 Virus-Infektionen untersagt, öffentliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und
unter freiem Himmel bis einschließlich 19.04.2020 durchzuführen.
Unter Beachtung dieser Allgemeinverfügung unterbricht die Auslandsgesellschaft alle Sprachkurse und
Seminare vorerst bis zum 19.04.2020
. Der Unterricht soll nach dem Auslaufen bzw. Aufheben des Verbots
nachgeholt werden. Bei Veranstaltungen wird die Durchführung zu einem späteren Zeitpunkt geprüft.
Zur Einschränkung des Besucherverkehrs im Hause der Auslandsgesellschaft verkürzen wir die
öffentlichen Besuchszeiten auf 9.00 bis 13.00 Uhr. In dieser Zeit stehen wir Ihnen für dringende Anliegen
persönlich zur Verfügung. Ansonsten empfangen wir Besuch nur nach vorheriger Terminabsprache.
Wir bitten Sie um Verständnis für diese Regelungen und vorübergehenden Unannehmlichkeiten.

Stand 20.04.2020: Die unterrichtsfreie Zeit wurde bis zum 03.05.2020 verlängert.

Ich habe mich eigentlich auf eine offizielle Veranstaltung im Landtag eingestimmt. Ich wollte mich und die Auslandsgesellschaft der russischen Delegation aus der Region Saratow vorstellen und Bescheid sagen, dass ich den folgenden Termin am Sonntag für sie organisiert habe. Doch sobald ich die Gäste aus Russland gesehen habe, wurde mir klar, das wird keine trockene Protokollveranstaltung sein.

Ich habe die Gruppe bereits auf dem Foto  gesehen. Und dann plötzlich standen sie vor mir an der Haltestelle. Man konnte sie mit keinen anderen Jugendlichen verwechseln – so ausdrucksvoll waren ihre Gesichter, so charismatisch war ihre Ausstrahlung!

Ich habe ein kleines Grüppchen auf Russisch angesprochen: „Fahrt ihr auch zum Landtag?“ In wenigen Minuten, ganz spontan haben wir uns kennengelernt. Sie sind junge Aktivisten der deutschen Klubs aus der Region Saratow an der Wolga. Die meisten sind Russlanddeutsche. Sie sind auf Einladung des Vereins „Kulturbrücke Wuppertal – Engels“ und des Büros des Landtagsabgeordneten Werner Jostmeier für einige Tage nach Deutschland gekommen, um ihr Theaterstück zu zeigen. Also, eine Gastspielreise! Wie einer meiner neuen Bekannten gescherzt hat: „Professionelle Schauspieler studieren jahrelang uns spielen dann das ganze Leben in den Theatern in der Provinz, und wir, nicht-professionelle Schauspieler, haben bereits Gastspielreisen im Ausland!“

Sie sind sehr wissbegierig. Sie wollen alles wissen. Im Landtag stellen sie viele Fragen über das politische System Deutschlands und des Landes NRW. Aber auch an meiner eigenen Geschichte haben sie ein großes Interesse. „Wie ist das Leben in Deutschland? Wie oft fährst du nach Hause? Welche Unterschiede zwischen Russen und Deutschen hast du bemerkt?“ Wir haben uns schnell angefreundet und ich habe sie alle ins Herz geschlossen.

Ich war sehr gespannt auf das Theaterstück und wollte meine neuen Bekannten nun mal endlich auf der Bühne sehen. Im Theaterstück, das am Sonntag in Wuppertal aufgeführt wurde, sollte es sich um die Tragik der Deportation der Sowjetdeutschen im Jahre 1941 handeln. Doch es fängt wie eine Komödie an. Ein unbeschwertes Leben einfacher Menschen, Russen und Deutschen, in der Stadt Engels an der Wolga…Ein junger Poet kann nicht entscheiden, in welche der drei Frauen er verliebt ist. Am Ende stimmt sein Herz der jungen deutschen Frau Erna zu. Plötzlich steht ein NKWD-Offizier auf der Bühne und liest den Dekret  des Obersten Sowjets der UdSSR vom 28. August 1941 über die Deportation der Sowjetdeutschen vor. Erna und ihre Verwandten müssen sofort ihre Sachen packen und werden von dem Offizier abgeholt. Die erst angefangene Liebesgeschichte nimmt ein tragisches Ende. Im Anschluss singt der Chor das Lied der Moorsoldaten, die Hymne der Gefangenen der Konzentration- und Arbeitslager. Das geht mir unter die Haut.

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Man hatte viele Fragen an die Schauspieler. Was bewegt junge Menschen in ihrer Freizeit, sich mit der Geschichte zu beschäftigen und sie künstlerisch aufzuarbeiten. „Wir wollen unsere Vergangenheit besser kennen lernen. Das, was Sie gerade auf der Bühne gesehen haben, ist auch in unserer eigenen Familien passiert“.

Durch diese Begegnung habe ich einen Faden zwischen Russland und Deutschland für mich gefunden, ich glaube einen festen Faden. Auf einer Seite junge Menschen mit deutschen (und nicht nur deutschen) Wurzeln, die in Russland leben und Kontakt zu Deutschland halten, auf der anderen Seite ich, Russin, die Deutschland liebt und ein großes Interesse an die deutsch-russischen Begegnungen hat und diese im Rahmen des  Projektes „Deutsch-Russische Akademie Ruhr“ unterstützt.

*  Die Auslandsgesellschaft und die Deutsch-Russische Akademie Ruhr arbeitet mit den Partnern aus der Politik Zusammen. Das Projekt ist aber unparteiisch und vertritt keine Interessen der politischen Parteien oder Bewegungen.


Вообще-то я настроилась на официальное мероприятие в Ландтаге (земельном парламенте). Я собралась представить себя и нашу организацию Auslandsgesellschaft и сообщить, что я организовала мероприятие в воскресенье для наших гостей и России. Но как только я увидела наших гостей, я поняла, что это мероприятие не будет официальным протокольным мероприятием.

До этого я видела эту группу ребят на фото для плаката к их постновке. И вдруг они стоят передо мной на остановке. Их нельзя было перепутать с другими молодыми людьми – настолько выразительные и харизматичные лица.

Я спросила их по-русски: „Вы тоже едете в Ландтаг?» И всего за несколько минут, спонтанно, на оснановке и в трамвае, пока мы ехали в Ландтаг, мы познкомились. Они молодые активисты немецких культурных автономий из Саратовского региона и других городов. Большинство из них российские немцы. Они приехали по приглашению общества «Культурный мост Вупперталь – Энгельс»  и депутата Ландтага Вернера Йостмайера на несколько дней в Германию, чтобы представить свой спектакль. В общем, гастроли. Один из моих новых знакомых пошутил: «Профессиональные актеры годами учатся, а потом всю жизнь играют в провинциальных театрах, а мы, непрофессионалы, уже на гастроли заграницу ездим».

Они очень любознательные и хотят все знать. В Ландтаге они задают много вопросов о политической системе Германии и земли Северный Рейн – Вестфалия. Но и к моей личной истории у них большой интерес. «Как тебе жизнь в Германии? Часто ли ты ездишь домой? Какие различия между немцами и русскими ты заметила?». Мы быстро подружились и они мне очень понравились.

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Мне не терпелось увидеть спекталь и моих новых друзей на сцене. Спектакль, который был показан в воскресенье  в Вуппертале, должен был рассказать о трагических событиях депортации советских немцев в 1941-м году. Однако в начале он был больше похож на комедию. Беззаботная жизнь обычных людей, русских и немцев в городе Энгельс на Волге…Молодой поэт не может решить, в кого из трех девушек он влюблен. В конце концов его сердце выбирает немецкую девушку Эрну. И вдруг на сцене появляется офицер НКВД, который зачитывает приказ о депортации немцев от 28 августа 1941 года. Эрна и ее родственники должны в тот же момент собрать все вещи, их уводит с собой офицер. Только начавшаяся история любви трагически обрывается.  В конце хор поет «Песню болотных солдат», гимн узников концентрационных лагерей. Она пробирает до мурашек.

У зрителей было много вопросов к исполнителям. Что заставляет молодых людей в свободное время заниматься историей и перерабатывать историю с помощью театрального искусства? «Мы хотим лучше узнать свое прошлое. То, что Вы только что видели на сцене, это часть истории наших семей».

После этого знакомства, кажется, что я нашла нить между Россией и Германией. И я думаю, прочную нить. С одной стороны молодые ребята с немецкими и не только корнями, которые живут в России, но сохраняют контакт с Германией. С другой стороны я, русская, которая имеет огромный интерес к таким российско-немецким встречам и поддерживает их в рамках проекта «Германо-Российская Академия Рур».


* Мы просим принять во внимание, что Auslandsgesellschaft и Deutsch-Russische Akademie сотрудничают с представителями политики, однако не представляют интересы какой-либо политической партии или движения.


Die Moorsoldaten

Wohin auch das Auge blicket.
Moor und Heide nur ringsum.
Vogelsang uns nicht erquicket.
Eichen stehen kahl und krumm.

Wir sind die Moorsoldatenund ziehen mit dem Spaten ins Moor.Wir sind die Moorsoldatenund ziehen mit dem Spaten ins Moor.
Hier in dieser öden Heide
ist das Lager aufgebaut,
wo wir fern von jeder Freude
hinter Stacheldraht verstaut.

Wir sind die Moorsoldaten etc
Morgens ziehen die Kolonnen
in das Moor zur Arbeit hin.
Graben bei dem Brand der Sonne,
doch zur Heimat steht der Sinn.

Wir sind die Moorsoldaten etc Heimwärts, heimwärts jeder sehnet,
zu den Eltern, Weib und Kind.
Manche Brust ein Seufzer dehnet,
weil wir hier gefangen sind.

Wir sind die Moorsoldaten etc Auf und nieder geh´n die Posten,
keiner, keiner kann hindurch.
Flucht wird nur das Leben kosten,
vierfach ist umzäunt die Burg.

Wir sind die Moorsoldaten etc
Doch für uns gibt es kein Klagen,
ewig kann nicht Winter sein,
einmal werden froh wir sagen:
Heimat du bist wieder mein.

Dann zieh´n die Moorsoldatennicht mehr mit dem Spaten ins Moor.Dann zieh´n die Moorsoldatennicht mehr mit dem Spaten ins Moor

Zusammen mit dem Projekt ELLI „Exzellentes Lehren und Lernen in den Ingenieurwissenschaften“ an der Ruhr-Universität Bochum hat die Deutsch-Russische Akademie Ruhr eis interessantes Gespräch mit Willy Biketow, dem Maschinenbaustudent, geführt. Willy hat uns über seine Erfahrungen mit Russland erzählt.

Was verbindest du persönlich mit Russland und Deutschland?

Ich selber habe russische Wurzeln und bin in einem kleinen Dorf in der Altai Region in Russland geboren. Mit Russland assoziiere ich eine interessante Kultur und Politik.

Es ist immer wieder interessant, sich an die Zeit und unser Leben in Russland zurück zu erinnern. Wir hatten einen großen Garten indem man alles gefunden hat was man zum Leben braucht. Außerdem hatten wir noch Schweine, Hühner und Kühe. Alles was man nicht hatte konnte man mit dem Nachbarn tauschen. Hier in Deutschland kann man alles im Supermarkt kaufen, hier wissen die Leute nicht wie man ohne Supermärkte auskommt. Als ich für ein Auslandssemester in Russland war, ist gerade der Rubelkurs stark eingesunken und ich habe eine Kollegin gefragt, welche Auswirkungen das denn auf sie hat. Sie meinte, das passiert nicht zum ersten Mal, sie hätte sich daran gewöhnt und hätte Lebensmittel aus dem eigenen Garten und wisse wie man sich in schweren Zeiten auch selber versorgen kann. In Russland bringt man sogar den Kindern bei, wie man z.B. Kartoffeln richtig anbaut, damit sie sich in schwierigen Zeiten selbst helfen können.

Ich lebe fast mein ganzes Leben in Deutschland, als ich 3 Jahre alt war ist meine Familie nach Deutschland gezogen. Jetzt studiere und arbeite ich hier erfolgreich. In Zukunft möchte ich gerne in meinem beruflichen Werdegang Deutschland und Russland verbinden.

Ein Teil unserer Familie ist in Russland geblieben. Nach unserem Umzug  sind wir einmal im Jahr zu Besuch gekommen, jetzt leider seltener. Außerdem habe ich ein Praktikum im Rahmen des Stipendien Programms „Russland in der Praxis“ bzw. „Doing Businnes in Russia“ absolviert. Während des Praktikums habe ich in dem Motorenwerk bei Volkswagen in Kaluga gearbeitet.

Also du hast schon eine Vorstellung von Russland…Deswegen möchte ich dich Fragen, welche Unterschiede hast du zwischen Deutschland und Russland bemerkt?

Während des Praktikums habe ich unteranderem die Projektaufgabe bekommen zu beobachten wie sich die Arbeitsmotivation zwischen den Deutschen und Russen unterscheidet. Wir haben bemerkt, dass man die Mitarbeiter in Russland besser motivieren kann, indem man ihnen eher materielle bzw. finanzielle Dinge anbietet. Ebenfalls kann man sie motivieren, indem man sie in Gruppen arbeiten lässt, da sie ein großes Gemeinschaftsgefühl haben. Die Menschen in Deutschland lassen sich eher mit sozialen Aspekten wie Fortbildungsmöglichkeiten, Versicherungen etc. motivieren. In Russland arbeiten die Menschen gemeinschaftlicher, in Deutschland spürt man eher eine Distanz zwischen den Mitarbeitern.

Was meinst du, was können Deutsche und Russen voneinander lernen?

Es wäre gut, wenn die Deutschen von den Russen lernen, gemeinschaftlicher zu arbeiten. Russen  hingegen könnten die gute Arbeitsorganisation von den Deutschen übernehmen. In Russland ist es nicht immer klar, wer für welche Aufgabe zuständig ist, in Deutschland gibt es eine klare Arbeitsstruktur.

Soviel ich weiß, hast du sogar geschafft auf einer Führungsposition zu arbeiten?

Während meines Praktikums hatte ich zwei große Erfolgserlebnisse. Das erste war, dass ich nach dem erfolgreichen erfüllen einer Aufgabe meine eigenen Schulungen zu dem bearbeiteten Thema halten konnte und ca. 40-60 Mitarbeiter am Ende geschult habe. Das zweite große Erlebnis war, dass ich für 2-3 Wochen die Leitung eines Trainingscenters für Motoren übernommen und dieses zusammen mit den Mitarbeitern aufgebaut und gestaltet habe.

Wo hast du das selbst gelernt?

Ich habe dieses Praktikum nach dem 2. Semester meines Maschinenbaustudiums gemacht, d.h. dass ich schon einige Basiskenntnisse hatte. Praxiserfahrungen habe ich dann erst im VW-Werk in Kaluga gesammelt. Zuerst habe ich einfache Aufgaben bekommen. Wenn ich diese erledigt habe, hatte ich nach schwierigeren und anspruchsvolleren Aufgaben gefragt. Dadurch habe ich  viele neue Erfahrung gesammelt und durfte sogar Tätigkeiten mit Personalverantwortung übernehmen.

Kaluga ist eher eine Provinzstadt. Welche Unterschiede zwischen Kaluga und Moskau hast du gemerkt?

Natürlich leben Menschen in Kaluga anders als in Moskau. In Moskau denken die Menschen in erster Linie an Geld und das Geschäft, das Lebenstempo ist sehr schnell. In Kaluga ist das Leben ruhiger, dort ist mir eine große Spalte zwischen Arm und Reich sofort aufgefallen.

Beziehungen zwischen Deutschland und Russland entwickeln sich heute rasch aber nicht immer positiv. Was meinst du, wie werden Beziehungen zwischen Deutschland und Russland in 5-10 Jahren sein in der Politik sowie auch auf gesellschaftlicher Ebene?

Ja, heutzutage ist die Situation eher schlecht. Ich meine aber, dass es in einigen Jahren wieder besser wird. Ich denke, Putin lässt sich nicht von Sanktionen einschüchtern, er ist in erster Linie mit der Politik Russlands beschäftigt. Und wenn Deutschland bzw. Europa sehen, dass Putin keine Ambitionen hat, sich in europäische oder deutsche Politik einzumischen, werden sie verstehen, dass Russland für Deutschland ein wichtiger Partner ist, dann werden die Beziehungen wieder freundlicher. Russland ist reich an Ressourcen sowie an Kultur und kann meiner Meinung nach auch selbstständig überstehen.

Woher hast du das Interesse für die russische Sprache? Haben deine Eltern dich gezwungen, Russisch zu sprechen?

Ich rede sowohl Deutsch als auch Russisch Zuhause, daher beherrsche ich die Sprache. Leider beherrsche ich die Grammatik nicht perfekt, aber spreche dennoch fließend. Als ich in Russland mit diesem Programm war,  habe ich mein Russisch stark verbessert. Mein Interesse für Russisch ist sogar gestiegen, weil die Sprache mir die Möglichkeit gibt in und mit Russland zu arbeiten.

Ich habe dort auch an einem Forum im Park „Ethnomir“ teilgenommen, der sich auch in der Region Kaluga befindet. Das Forum hieß „Interkulturelle Diplomatie im 21. Jahrhundert“. Zusammen mit anderen jungen Leuten aus Russland, Deutschland, Kirgisien, Tadschikistan und anderen Ländern haben wir Seminare besucht. Das Ziel der Seminare war die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen unseren Kulturen zu finden. Abschließend mussten wir ein Projekt präsentieren. Meine Gruppe hat ein Projekt zum Thema „Flüchtlinge“ vorbereitet. So habe ich auch gelernt auf Russisch zu präsentieren.

Kannst du dir vorstellen nach Russland zu ziehen?

Natürlich habe ich darüber nachgedacht. Ich könnte mir vorstellen dort einige Jahre zu arbeiten und zu leben wenn ich eine gute Stelle bekommen würde. Ich habe mich aber an Deutschland und seine Kultur gewöhnt weshalb es vielleicht noch schwer wäre. In Russland hat mich die Bürokratie sehr gestört, es war sehr schwierig Probleme mit verschiedenen Dokumenten zu lösen.

Aber ich hatte keine Angst, durch Russland zu reisen. Es war interessant für mich mit dem Zug durch Russland zu fahren…ich habe Voronezh, Sankt-Petersburg und Moskau besucht. Überall war es sehr schön, die Menschen sind überall unterschiedlich aber nett. Ich würde gerne noch mehr von Russland sehen, eine Reise mit der transsibirischen Eisenbahn wäre z.B. eine super Idee.

Und kannst du dir vorstellen mit Russen zu arbeiten?         

Ja, ich habe schnell gelernt mit den Menschen in Russland und ihren Besonderheiten zu Recht zu kommen und zu arbeiten. Ich habe auch erst sehr gestaunt, als ich gehört habe, dass man Geschäftstermine sogar in einer russischen Sauna bei lockerer Atmosphäre abhält.

Einige Praktikanten, die an diesem Programm teilgenommen haben, wollten danach auch in Russland weiter arbeiten, anderen hat es eher weniger gefallen.  Vor meiner Reise nach Russland wurde ich auch gefragt, ob ich denn Angst habe nach Russland zu gehen, weil sich gerade zu dieser Zeit die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland verschlechtert haben und Sanktionen eingeführt wurden. Ich habe geantwortet, dass ich Respekt, aber keine Angst davor habe. Ich meine, Moskau ist wie Berlin, in jeder Großstadt müsste man vorsichtig sein. Auf jeden Fall habe ich meine Entscheidung, nach Russland zu gehen nicht geändert.

Weitere Interessante Details unter:

https://goeast.daad.de/imperia/md/content/goout/russlandinderpraxis/erfahrungsbericht_-_wilhelm_biketow.pdf


РУССКАЯ ВЕРСИЯ  RUSSISCHE VERSION

Что тебя лично  связывает с Россией и Германией?

Я родился в России в Сибири, в маленькой деревне на Алтае, мои родители родом из России. С Россией я ассоциирую также интересную культуру, политику.

Интересно вспомнить, как мы жили в России. У нас был огород, было все, что нам нужно: свиньи, куры. Если у нас было молоко, а у соседей мед, то мы могли поменяться. Тут можно все найти в супермаркете. Тут люди даже не знают, как прожить без всего этого. Когда я был в России, как раз упал курс рубля. Я спросил одну коллегу, как это повлияло. Она сказала, что падение курса уже не в первый раз, они к этому привыкли. Продукты у них из собственного огорода. В России даже детей учат, как сажать картошку, например, чтобы они в трудных ситуациях могли сами себе помочь.

В Германии я живу почти всю жизнь. Когда мне было 3 года, моя семья переехала в Германию. Сейчас я учусь и работаю здесь в Германии. В будущем я бы хотел в своей работе, в профессии связать Россию и Германию.

Часть семьи осталась в России. Несколько раз мы ездили их навещать, раньше каждый год, теперь уже на так часто. Еще я ездил в Россию на стажировку по программе «Russland in Praxis“ и «Doing Business in Russia“, которые поддерживаются DAAD. В рамках этой программя работал на заводе Volkswagen в Калуге. Сама программа осуществляется в Калуге, в Москве и Санкт-Петербурге.

То есть у тебя уже есть представление о России…Поэтому я хотела бы тебя спросить, какие различия ты заметил между Россией и Германией?

Когда я был на практике, мне дали задание наблюдать, как различается мотивация к работе в русском и немецком коллективе. И мы заметли, чтобы мотивировать работников в России, им в первую очередь нужно предложить большее денежное вознаграждение. Также мотивация повышается, если сотрудники работают в группе. В Германии сотрудников можно привлечь тем, если предоставить им возможности для повышения квалификации или какие-то социальные преимущества. В России люди работают дружнее, в Германии же между сотрудниками существует дистанция.

Как ты думаешь, чему могут научиться немцы и русские друг у друга?

Было бы хорошо, если бы немцы у русских научились дружнее работать. Русские люди могли бы позаимствовать хорошую организацию работы. В России не всегда было понятно, кто какое задание выполняет, в Германии же есть структура в работе.

Насколько я знаю, ты успел даже на руководящей должности поработать?

Cначала я был только практикантом, но скоро я получил повышение и мог проводить даже мастер-классы для 40-60 человек. 2-3 недели я был на руководящей должности в центре подготовки сотрудников, где они учились собирать мотор, там я руководил другими сотрудниками.

Где ты сам всему этому научился?

На практику в Россию я поехал после втрого семестра машиностроения, т.е. у меня уже были базовые знания в машиностроении. Практику я наработал уже там на заводе в Калуге. Сначала я получал небольшие, легкие задания. Когда я с ними справился, я просил задания посерьезнее. И благодаря этому я получил опыт и даже смог попробовать руководить другими сотрудниками.

Калуга – это скорее провинциальный город. Какие отличия ты заметил в сравнении с Москвой?

Конечно, же люди в Калуге живут по-другому нежели в Москве. В Москве люди думают в первую очередь о деньгах, о бизнесе, темп жизни очень быстрый. В Калуге жизнь поспокойнее. Еще мне в Калуге бросился в глаза большой разрыв между бедными и богатыми.

Сегодня отношения между Россией и Германией развиваются бурно, но не всегда благоприятно. Как ты думаешь, какими отношения будут через 5-10 лет, как в политике, так и на общественном уровне между двумя странами?

Да, на сегодняшний день ситуация скорее неблагоприятная. Но как мне кажется, через несколько лет будет лучше. Я думаю, Путину все равно, что происходит здесь в Германии, он занят в первую очередь политикой в России. И если Германия и Европа увидит, что у Путина нет амбиций вмешиваться  в европейскую или немецкую политику, если они поймут, что Россия нужна Европе, даже больше чем Европа России, то Россия и Германия будут дружнее жить друг с другом. Россия нужна Европе, потому что это богатая страна, как богатая ресурсами, так и культурно богатая.

Откуда у тебя появился интерес к русскому языку?  Родители заставляли тебя говорить по-русски?

Дома с папой я разговоривал в основном по-русски. Конечно, у меня была не очень хорошая грамматика. Но когда я поехал в Россию по этой программе, то я улучшил свой русский. Мой интерес к русскому языку даже повысился, потому что язык дает мне возможность работать в России или с Россией.

Еще я побывал на форуме в парке «Этномир», который также находится в Калужской области. Форум назывался «Этнокультурная дипломатия в 21 веке» . Вместе с другими молодыми людьми из России, Гемании, Киргизии, Таджикистана и других стран мы посещали семинары. Цель семинаров была понять разницу и общность наших культур. По завершении форума у нас была заключительная презентация,  на которой нам нужно было представить свой проект. У моей группы был проект, связанный с беженцами. Так я научился выступать с презентацией на русском языке.

Можешь ли ты себе представить переехать в Россию?

Конечно же, я думал об этом. Я бы согласился там поработать несколько лет. На всю жизнь, пожалуй, нет.  Я все-таки привык жить в Германии, привык к ее культуре.  В России мне очень мешала бюрократия, было очень сложно решать вопросы  с документами.

Но я не боялся путешествовать по России. Мне было интересно ехать на поезде по стране…я посетил также Воронеж, Санкт-Петерсбург, Москву. Везде красиво, везде разные люди. Я бы хотел еще больше увидеть Россию, например, совершить путешествие по трассибирской магистрали.

А можешь ли ты себе представить работать в будущем с русскими?

Да. Я быстро познакомился с другими работниками, с их корпоративной культурой, с особенностями общения. Хотя, конечно, для немцев сначала было непонятно и странно, что какие-то деловые встречи проводятся иногда в бане или с шашлыками.

Немногие практиканты, которые подавали заявление на эту программу, хотели работать в России, многие боялись. Меня тоже спрашивали, не боюсь ли я, потому что как раз в это время началось осложнение отношений между Германией и Россией, были введены санкции. Но я сказал, что я уважаю эту страну. Я думаю, что Москва как Берлин, и в любом крупном городе нужно быть осторожным. Но в любом случае я не изменил своего решения поехать в Россию.


Spannung, positive Aufregung war zu spüren als wir uns dieses Jahr auf Tour begaben. Über die Türkei hatten wir, nach 2 Jahren Erfahrungen konkrete Vorstellungen, was uns erwarten würde. Wir wurden nicht enttäuscht. Gute Straßen an der Schwarzmeerküste, eine traumhafte Passage abseits der D-010, viele nette Begegnungen auf der Straße, in Cafés, Restaurants und Hotels bestätigten unser positives Bild von der Türkei. Ganz toll war natürlich die Situation, dass wir am 19. Mai unterwegs waren.  In der Türkei ist das der Feiertag der Jugend, des Sports und an das Gedenken an Atatürk, speziell an Atatürks Ankunft in Samsun 1919, und Beginn des Befreiungskrieges. Die Festivitäten waren unübersehbar und wir sozusagen mitten drin.

Beim Weiterflug von Trabzon über Istanbul nach Sotchi kam dann Nervosität auf. In Istanbul beim „International Check-In“ für Sotchi erfuhren wir, dass der Flug gecancelt war. Super, und was nun? Zuerst einmal ging es in ein tolles Hotel und wir hatten Zeit für Sightseeing in Istanbul am nächsten Tag. Wären wir nicht hartnäckig geblieben, wären wir auch sonntags nicht weitergekommen, denn unsere Abholung abends im Hotel war auf 22 Uhr terminiert. Auf unserer Bordkante war die Abflugzeit mit 22 Uhr 40 angegeben. Hier konnte was nicht stimmen. Nach Abklärung mit Türkisch Airlines wurden wir dann um 19 Uhr abgeholt und kamen mitten in der Nacht in Sotchi an. Jetzt konnte das Abenteuer Russland beginnen. Mit Sotchi, der russischen Riviera am Schwarzen Meer, dem Kaukasus und den 2 Fahrtagen in der Region Krasnodar erlebten wir tolle Tage, voller Erlebnisse. Zusammengefasst kann man sagen, wir trafen sehr viele freundliche und hilfsbereite Menschen, die in der Regel erstaunt waren, dass 2 Deutsche sich aufmachen, in Russland Fahrrad zu fahren. Wie in der Türkei, waren wir auch in Russland die Exoten, was wir aber auch genossen. Ein Novum auf unseren bisherigen Touren, stellte die Einladung unserer Gastgeberin in Pavlovskiy Rayon, zur kostenlosen Übernachtung dar. Ein großes Dankeschön nochmal. Durch den Verlust eines Fahrtages mussten wir in Russland die Strecke modifizieren und auch mal richtig reintreten, um dann doch wie ursprünglich geplant „Rostow am Don“ zu erreichen. Die Erleichterung war schon groß als wir es dann geschafft hatten. Ein besonderer Dank, wie immer, an meinen Mitstreiter Joachim, der auch in diesem Jahr nicht nur die Technik voll im Griff hatte.

Und wie das nun mal so ist nach so einer Tour, wir freuen uns schon auf das nächste Abenteuer in 2017, wenn wir dann die letzte Teilstrecke des „Projektes Sixty“ in Angriff nehmen.

Von Rostow am Don über Wolgograd nach Moskau.

Autor: Alois Weber

19-26.Mai war ich im Namen der Deutsch-Russischen Akademie Ruhr auf einer Dienstreise nach Pjatigorsk. Wir haben einige Ideen für die Kooperation mit der Universität Pjatigorsk besprochen. Ich möchte aber diesmal keinen formellen Bericht schreiben, sondern meine Eindrücke und Gefühle von dieser Reise mit Ihnen teilen.

Die Stadt Minaralnyje Wody begrüßte uns mit dem angenehmen und warmen Wind als wir aus dem Flugzeug ausgestiegen sind. Die Wärme und Gastfreundlickeit habe ich sofort am Flughafen gespürt. Ich musste mich gegen aufdringlichen Taxifahrer wehren und sagte 20 Mal „Danke, wir werden abgeholt“.

– Die, die euch abholen, müssen lieber zu Hause bleiben! Ich fahre euch wohin ihr wollt!

Nein, das ist keine Aufdringlichkeit, das ist die Gastfreudigkeit, wie ich später verstanden habe.

Am nächsten Morgen, gingen wir auf den kaputten Bürgersteigen zur Universität. (Kaputte Straßen sind leider ein unabdingbares Merkmal russischer Provinzstädte. Einige Meter vor dem Eingang in die Universität zog eine Studentin flache bequeme Schuhe aus und schöne Schuhe mit hohen Absätzen an. Zuerst habe ich heimlich gelacht, dann aber mich bei der Erinnerung ertappt, dass als ich in Russland in die Schule und später in die Universität ging,  ich es genauso gemacht habe. Wenn man in die Uni geht, lässt man sich in der Öffentlichkeit sehen, deswegen muss man schön, attraktiv und gepflegt sein. Bequeme Pullis, Jeans und Sneakers, die in Deutschland zum Dresscode der Studenten gehören, sind dort nur bei Studenten der Sportfakultät vorstellbar.

Ehrlich gesagt, habe ich mir  manche Sachen aus Russland abgewöhnt, also musste ich meine Heimat neu kennenlernen. Viele Sachen waren für mich neu, aber besser gesagt war das alles das längst vergessene Alte: so wie Menschen in Russland sprechen, so wie sie reden und verhandeln. Nein, ich habe dabei keine kritischen Anmerkungen gemacht „in Deutschland ist aber anders“. Ich habe mich aber immer bei dem Gedanken ertappt „Ja, in Russland ist es anders als in Deutschland, ich habe das einfach vergessen, ich muss mich wieder daran gewöhnen“. Ich bin froh, dass ich beide Kulturen kenne und beide Mentalitäten verstehe. Diese Reise nach Pjatigosrk, wohin ich mein Gepäck mit den Kenntnissen über Deutschland mitgenommen habe, hat mit geholfen, meine Heimat aus neuer Perspektive zu betrachten. Auf dem Rückweg wurde mein Gepäck noch schwerer, weil ich drin neue Eindrücke von Russland hatte.

Russland ist ein Land der Kontraste. Die Bedienung in manchen öffentlichen Einrichtungen (Bank, öffentlicher Verkehr) lässt  viel zu wünschen übrig. Aber sobald Menschen in Russland dich persönlich kennen, dann werden sie alles Mögliche tun, damit der Gast zufrieden bleibt. Die Dozentin Natalia, die uns eingeladen hat, hat viel Zeit und Kraft geopfert, um uns die schönsten Orte in der Umgebung zu zeigen: Berge, Mineralwasserquellen, Parks.

Und noch ein Kontrast: die Auswahl der Speisen in der Mensa der Universität und im Hotel war nicht so groß, aber während des Abendessens bei dem Dekan bog sich die Tafel unter den Speisen und unsere Gläser waren nie leer. Bei den russischen und besonders bei den kaukasischen Festen ist es wichtig, das Gefühl der Zusammengehörigkeit bei den Gästen zu erzeugen, deswegen hat man einen Tamada (Moderator, Entertainer) gewählt.  Er hat jedem das Wort gegeben und jeder musste eine feierliche Rede halten. Es ist nicht so wie bei den deutschen WG-Partys, wenn alle sich in kleinen Gruppen unterhalten und manchmal keine Ahnung von anderen Gästen und dem Anlass für die Party haben.

Nach paar leckeren russischen und kaukasischen Speisen fühlte ich mich fast wie zu Hause. Warum „fast“? Ich habe bemerkt, dass das Leben im Süden Russlands sich von dem Leben im Norden wo ich herkomme unterscheidet. Hier und da kann man in Pjatigorsk  Autos mit lauter kaukasischer oder orientalischer Musik hören. Das kam mir zuerst merkwürdig vor. Aber vielleicht wollen Menschen auf solche Weise zeigen, dass ihre Seele jubelt und wollen ihre Freude mit anderen teilen. Im Norden sind Menschen in diesem Sinne zurückhaltender.

Diese Woche war sehr spannend und reich an Ereignissen. Und wenn ich Fazit ziehe, kann ich sagen, dass ich mich dort sehr wohl gefühlt habe. Gastfreundlichkeit, Aufgeschlossenheit und Dankbarkeit – das muss man den Menschen in Russland lassen. Dank dem kaukasischen Lokalkolorit hat Pjatigorsk  bunte, vielfältige, wie  kaukasische Tänze, Eindrücke und Gefühle bei mir hinterlassen.

С 19 по 26 апреля я побывала в командировке в Пятигорске. Вице-президент Auslandsgesellschaft в Дортмунде Эрих Фритц подготовил семинар для студентов и преподавателей кафедры немецкого, выступил с докладом на конференции на тему изменений языка в 21 веке. Я выступила в качестве переводчика и ассистента. Однако мне бы хотелось поделиться не этой официальной информацией, а моими личными впечатлениями от поездки на Родину, где я уже не была относительно долгое время.

При выходе из аэропорта Минеральных вод нас встречал теплый, приятный ветер. Теплоту и радушие приема мы почувствовали сразу, даже еще не выйдя из аэропорта. Отбиваясь от назойливых таксистов, мне раз 20 пришлось повторить «Спасибо, нас встречают».

– Пусть те, кто вас встречают, дома остаются! Я довезу вас, куда надо!

Нет, это не назойливость, это кавказское гостеприимство, как я позже поняла.

Осторожно выбирая путь по разбитым тротуарам, мы на следующее утро шли к Пятигорскому университету. (Разбитые тротуары или их отсутствие – это неотъемлемая черта российских провинциальных городов). В нескольких метрах от входа в университет одна студентка переобувала удобную обувь на выскокие каблуки. Сначала я посмеялась про себя, но потом вспомнила, что и сама так делала, когда училась в школе и унивеситете в России. Идя в университет, ты выходишь в свет, поэтому нужно быть красивой и привлекательной. Удобные толстовки, джинсы и кеды, которые являются в Германии дресскодом студента, простительны только студентам соседнего физкультурного факультета.

Если честно, я отвыкла от многих вещей в России, так что мне снова пришлось знакомиться с моей Родиной. Многое мне показалось новым, а лучше сказать, хорошо забытым старым: то, как люди в России общаются, говорят, ведут переговоры. Нет, я не делала при этом критические замечания типа «а вот в Германии по-другому», скорее, я ловила себя на мысли: «Да, в России это иначе, чем в Германии, я просто забыла, надо снова привыкать». Я рада, что я знаю две культуры, могу понять оба менталитета. Эта поездка в Пятигорск, куда я привезла с собой багаж знаний о немецкой культуре, помогла мне по-иному посмотреть на Россию и узнать мою Родину с другой стороны. По дороге обратно мой багаж стал еще тяжелее, так как обратно я везла новые впечатления из России.

Россия – страна контрастов.  Во многих учреждениях обслуживание оставляет желать лучшего. Однако в личном общении люди в России сделают все возможное, чтобы гости остались довольны. Пригласившая нас преподавательница немецкого  Наталья не жалела личного времени и сил, чтобы показать красоты региона: горы, минеральные источники, парки.

А вот еще один контраст: выбор блюд в университетской столовой и в гостинице был не очень богат, зато в ходе приема у декана стол ломился от всевозможныз яств и вино в бокалах не кончалось. При русском, а особенно кавказском застолье важно создать общности между гостями, поэтому был выбран тамада, всем было предоставлено слово и никто не увильнул от обязанности произнести тост. Это не то что немецкая студенческая вечеринка, где все делятся на маленькие группы, не особо интересуясь другими собравшимися и поводом для праздника.

После пары тарелок вкуснейших блюд русской и кавказской кухни я наконец почувствовала себя почти как дома. Почему «почти»?  Я заметила, что жизнь на юге России все-таки немного отличается от жизни на севере, откуда я родом. В Пятигорске тут и там из машин раздавались кавказские или другие восточные мелодии. Поначалу это мне было не совсем понятно. Но может быть, у людей сердце поет и таким образом они хотят, чтобы об этом знали все вокруг…На севере люди в этом плане более сдержанные.

Если подвести итог этой насыщенной и богатой впечатлениями неделе в Пятигорске, то я могу сказать, что я чувствовала себя там очень хорошо. Гостеприимство, открытость, благодарность – этого у людей в России не отнять. Благодаря колориту Кавказа, у меня остались яркие, разнообразные, бурные, словно кавказский танец лезгинка, чувства и воспоминания о Пятигорске.

Что ты связываешь с Россией, а что с Германией?

Начну с Германии. С Германией я прежде всего связываю технику, прогресс, высокие экономические достижения и белую баварскую колбасу. Сюда же относятся бесчисленные писатели, конечно же, немецкие железные дороги, а также пиво. Что же касается моих сверстников, то я могу сказать, что для молодежи в Германии типичен американизм. Люди придерживаются американского образа жизни даже в большей степени, чем они думают. Мы просто не задумываемся над этим.

Как ты думаешь, американизация усилилась в последние пару десятилетий?

Я родился в 1991 г. в Западной Германии. И тогда уже американизация присутствовала в нашей жизни. Когдя я сейчас по прошествии лет думаю об этом, то да, пожалуй, можно сказать, что американский стиль жизни усиливает свое влияние.

А что ты связываешь с Россией?

Возможно, Вы мне не поверите, но в первую очередь с Россией я связываю богатое природное многообразие. Не стоит рассматривать Россию всегда через призму стереотипов. Россия – огромная страна. Я посетил многие регионы в России, например, озеро Байкал. И я увидел, что Россия таит в себе огромное биологическое разнообразие. Мне вспоминаются сибирские ландшафты, березовые рощи, озеро Байкал, прекрасные горные ландшафты, долины, реки. Кроме того лакомства: пельмени, пряники. Так же, как и в отношении Германии – русские писатели. Есть еще один аспект – олигархи в России. Не то что бы олигархов нет нигде больше, но я думаю, для России это особенно характерно. Их чаще всего можно встретить в сферах добычи нефти и газа. Огромная разница в доходах между богатыми и бедными в России очень заметна. В России нет еще многочисленного среднего класса. Я думаю, он сегодня формируется, но этот процесс протекает не так легко.

А если говорить о людях, то в чем заключаются различия между немцами и русскими?

Я сам не на сто процентов немец. У меня сербские корни, мои родители сербы. Но я вырос в Германии. Когдя я нахожусь в Сербии , в новой культурной обстановке, я замечаю за собой, что у меня есть некоторые немецкие черты, которых у сербов нет.  Здесь в Германии повседневная жизнь имеет четкую структуру. Всё идет по плану. Люди планируют отпуск за полгода, в Сербии этого бы никто не стал делать. Структура, планомерность, пунктуальность, бюрократия – все должно быть в порядке. Каждый шаг твоей жизни должен быть задокументирован. Но это лишь одна сторона медали. С другой стороны, несмотря на всю их серьезнось немцы – жизнерадостные люди.

Что характерно для русских? Открытость прежде всего. Чрезвычайная гостеприимность. В Германии профессиональная сфера жизни и приватная четко отделены друг от друга. В России у меня было такое чувство, что одна сфера жизни проистекает из другой, они взаимосвязаны, поэтому у людей совсем другое отношение к жизни в целом. В Германии на работе я позиционирую себя иначе, чем в моей частной жизни. В таких странах как Россия существует определенная взаимозависимость. Какими я узнал людей в России в их профессиональной сфере, такие же они и вне работы – тут ты видишь некий континуум.

Как ты можешь описать твое общение с людьми из России?

Они интересуются всем, что ты делаешь. Они все выслушивают и спрашивают, что их интересует. В Германии люди размышляют, как лучше построить разговор, что сперва спросить, а что лучше вообще не спрашивать. В Германии очень важно, чтобы собеседник сохранил свое лицо. Здесь бы меня профессор никогда не спросил то, что касается моей личной жизни. В России это встречается на каждом шагу. Люди пытаются сразу построить более доверительные личные отношения. В Германии для этого нужно пройти через многие этапы.

Ты уже упомянул о писателях…Кто из русских писателей тебе нравится?

Я часто соприкасался с творчеством Чехова. Я прочитал короткие рассказы, к тому же на русском, это часть моей учебы. У Чехова мне особенно понравилось его критическое описание общества. Ну и конечно, как личность Чехов чрезвычайно интересен. Нужно себе представить: он не был по профессии писателем, он был врачом. Это был человек с таким широким кругозором, сегодня не так просто встретить таких людей.

Какие ценности на тебя повлияли?

Нельзя сказать, что у меня есть А сербская сторона и Б немецкая. Это как котел, в котором смешаны разные ингридиенты. Нельзя представить себе это так, что когдя я в Сербии, я надеваю «сербскую» маску, а когда в Германии то «немецкую» – это просто невозможно. В процессе общения немцы чувствуют, что я не совсем немец, и сербы тоже чувствуют, что я не совсем серб. Что касается немецкой части меня, то здесь большую роль играют такие ценности как демократия, свобода личности. Свобода личности во многих ее проявлениях, будь то свобода самовыражения или право на неприкосновенность. Я не могу себе представить отказаться от своих свобод. Это не означает, что в Сербии нет демократических свобод. Но есть некоторые отличия, например, в сфере свободы самовыражения. Что касается сербских ценностей, то здесь важна тесная связь с семьей. Люди мыслять еще коллективно. Многие шаги, которые ты предпринимаешь, ты совершаешь не только из своих личных интересов. Бывают ситуации, когда меньше думаешь о себе, а больше о своей семье. Конечно, и во мне присутствует это коллективное сознание. Вот вам простой пример: в Германии это нетипично в моем возрасте жить в доме родителей, в то время как я еще живу с родителями. В Сербии это считается нормальным, что молодые люди достаточно долго остаются в родительском доме. Это не означает, что ты еще не созрел, это означает ответственность за свою семью. Говорят, что когда ты покидаешь родительский дом, то ты берешь ответственность за себя, но точно так же ты несешь ответственность за семью, когда ты живешь дома и получаешь другие обязанности как взрослый человек. Многие люди по-прежнему думают, что если ты живешь дома у родителей, то тогда ты находишься в подчиненном положении. В сербской семье все равноправны и равноценны. Каждый является неотъемлемой частью, без которой существование семьи невозможно.

От себя хочется еще добавить, что люди, имеющие происхождение из другиз стран, обладают большим преимуществом. Ведь можно взять самое лучшее из культуры твоей родины или родины твоих родителей и самое лучшее из культуры той страны, где ты сейчас живешь. И перемешать лучшие ингридиенты! Надо использовать это преимущество!

Aleksandar Tosic studiert europäische Kultur und Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum

Was verbindest du persönlich mit Russland und mit Deutschland?

Ich fange mit Deutschland an. Mit Deutschland verbinde ich zunächst Technik, Fortschritt, eine hohe wirtschaftliche Leistung. Dazu gehören auch unzählige Schriftsteller. Aber natürlich auch die bayerische Weißwurst, die Deutsche Bahn und Bier. Was Gleichaltrige angeht, so ist für Deutschland ein gewisser Amerikanismus typisch. Man lebt amerikanischen Lifestyle viel mehr als man denkt. Es ist einfach drin, ohne dass man das begreift.

Was denkst du, ist Amerikanismus in den letzten paar Jahrzehnten präsenter geworden?

Ich bin 1991 in Westdeutschland geboren. Damals war der Amerikanismus schon da. Wenn ich jetzt im Nachhinein reflektiere, dann sehe ich, dass der amerikanische Lebensstil zunimmt.

Was verbindest du mit Russland?

Das mag man mir vielleicht nicht glauben, aber an erster Stelle verbinde ich mit Russland eine natürliche ökologische Vielfalt. Man muss Russland nicht nur immer aus einer stereotypisierten Perspektive betrachten. Russland ist ein riesiges Land. Dadurch, dass ich einige Bereiche in Russland besucht habe, wie z.B. den Baikalsee, habe ich gesehen, dass Russland  eine große natürliche biologische Vielfalt einschließt. Ich denke dabei an sibirische Landschaften, Birkenwälder, den Baikalsee, schöne Gebirgslandschaften, Täler, Flüsse etc. Des Weiteren noch typische Leckereien: Pelmeni, Prjaniki usw. Wie auch in Bezug auf Deutschland, spielen Schriftsteller eine wesentliche Rolle. Da gibt es noch einen Punkt – Oligarchen in Russland. Nicht, dass es Oligarchen sonst nirgendwo gäbe, aber ich meine, für Russland ist es besonders typisch. Sie sind vor allem im Bereich der Öl- und Gasindustrie zu präsent. Eine Riesenspalte, eine weitgehende Schere zwischen Arm und Reich ist in Russland ganz klar zu sehen. Man hat noch keine große Mittelschicht. Ich glaube eine Mittelschicht etabliert sich mittlerweile, aber sie hat es auch nicht einfach.

Wenn wir jetzt über Menschen sprechen, worin liegen Unterschiede zwischen Deutschen und Russen?

Ich bin selbst nicht ganz deutsch. Ich hab einen serbischen Background; meine Eltern sind Serben, ich bin aber in Deutschland aufgewachsen. Wenn ich mein Verhalten reflektiere, vor allem wenn ich in Serbien bin, in einem anderen kulturellen Umfeld, merke ich, dass ich viele deutsche Züge habe, die die Serben wiederum nicht haben. Menschen strukturieren hier in Deutschland ihren Alltag sehr klar. Es läuft alles planmäßig. Man plant den Urlaub ein halbes Jahr voraus, aber in Serbien würde das keiner machen. Struktur, Planmäßigkeit, Pünktlichkeit, Bürokratie – alles muss seine Ordnung haben. Jeder Lebensschritt muss dokumentiert werden. Das ist die eine Seite. Andererseits sind Deutsche trotz ihrer „Ernsthaftigkeit“ sehr lebensfroh.

Was für Russen typisch ist? Offenheit auf jeden Fall. Extreme Gastfreudigkeit. In Deutschland sind privates und berufliches sehr voneinander getrennt. In Russland habe ich das Gefühl, dass verschiedene Sphären des Alltags ineinanderfließen, dass die Menschen ganz anders eingestellt sind zum gesamten Leben. In Deutschland würde ich mich im privaten Leben anders präsentieren als auf der Arbeit. In Ländern wie Russland hat man einen gewissen Fluss. Wie ich die Menschen in Russland im beruflichen oder akademischen Alltag kennengelernt habe, so sind sie auch privat – da merkt man ein Kontinuum.

Wie kannst du deine Begegnungen mit Russen beschreiben?

Sie sind an allem interessiert, was du machst. Sie würden sich alles anhören und alles fragen was sie interessiert. In Deutschland würde man überlegen, wie strukturiere ich das Gespräch, was frage ich zuerst, was frage ich lieber nicht. In Deutschland achtet man sehr darauf, dass man das Gesicht des anderen wahrt. Mich würde hier ein Professor niemals über Dinge fragen, die zu sehr ins Private gehen. In Russland war das gang und gäbe. Man baut sofort einen persönlichen Bezug zueinander. Hier in Deutschland muss das über mehrere Etappen verlaufen.

Du hast bereits Schriftsteller erwähnt…Welche russischen Schriftsteller gefallen dir?

Ich habe mich häufig mit Tschechow befasst. Ich habe einige seiner Kurzgeschichten gelesen, dann auch auf Russisch, das gehört zu meinem Lernprozess. Was mir sehr gefallen hat, ist seine kritische Darstellung der Gesellschaft. Tschechow als Person finde ich ohnehin total interessant. Man muss sich vorstellen: er war beruflich kein Schriftsteller, sondern er war Arzt. Das war ein Mensch, der so eine Art Rund um- Bildung hatte, wie man es heute nicht so einfach findet.

Welche Werte haben dich geprägt?

Ich kann nicht sagen, dass ich a) eine serbische Seite habe und b) eine deutsche. Ich bin eher wie ein Topf, in dem verschiedene Zutaten drin sind. Es ist nicht so, dass wenn ich mit Serben bin, ich eine serbische Maske aufziehe, und wenn ich mit Deutschen bin, dann eine deutsche – das funktioniert einfach nicht. Deutsche spüren, dass ich nicht 100% deutsch bin, wiederum spüren Serben, dass ich nicht 100% serbisch bin. Was den deutschen Anteil in meinem Selbst angeht, spielen vor allem Demokratie und persönliche Freiheiten eine große Rolle. Persönliche Freiheiten in jeglicher Form, sei es Meinungsfreiheit oder Recht auf Unversehrtheit. Ich könnte mir nicht vorstellen auf meine Freiheiten zu verzichten. Das heißt nicht, dass es in Serbien keine Freiheiten gibt. Es gibt aber Unterschiede, z.B. im Bereich Meinungsfreiheit. Was serbische Werte angeht, so habe ich einen starken Bezug zu meiner Familie. Man denkt noch sehr familiär und kollektiv. Viele Schritte, die du tust, tust du nicht unbedingt aus deinem individuellen Interesse heraus. Du überlegst, inwiefern Taten etwas deiner Familie bringen, welche Konsequenzen sie haben. Es gibt Situationen, in denen man viel weniger an sich denkt, sondern viel mehr an eigene Familie. Da ist noch ein enormes Kollektivbewusstsein in mir drin. Ein ganz einfaches Beispiel: es ist für Deutschland untypisch, dass man in meinem Alter noch bei den Eltern lebt. In Serbien ist das alerdings ganz normal, dass man in einem relativ hohen Alter noch zu Hause lebt. Das hat damit nichts zu tun dass man nicht reif ist, sondern eher mit einem Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Familie. Man sagt, wenn man auszieht, dann übernimmt man erst Verantwortung. Aber man übernimmt ebenfalls Verantwortung, wenn man zu Hause bleibt und mit diversen Aufgaben konfrontiert wird. In vielen Menschen ist noch dieses Denken da: solange man zu Hause wohnt, sind die Eltern ober- und du bist quasi untergeordnet. Man muss sich davon lösen. In einer serbischen Familie ist jeder auf derselben Hierarchieebene. Jeder ist ein wichtiger Teil, ohne welches vieles nicht funktioniert.

 Am Ende unseres Gesprächs dachte ich mir: es ist ein großer Vorteil für Menschen mit einem Migrationshintergrund oder einer Migrationsgeschichte in der Familie. Man kann das Beste aus seinem Heimatland oder dem Heimatland seiner Eltern nehmen und aus dem Land wo man wohnt und dann die besten Zutaten in einem Topf vermischen. Diesen Vorteil muss man nutzen!

Interview mit Aleksandar Tosic hat Maria Khavanova durchgeführt.

Aleksandar Tosic studiert europäische Kultur und Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum

Меня зовут Наталья Каширина, я из города Пятигорск (Россия). Являюсь доцентом кафедры немецкого языка. Т.е. моя профессиональная деятельность и мои интересы связаны с немецким языком и Германией. Сейчас грустно наблюдать, что все меньше и меньше школьников и студентов хотят учить немецкий язык. Все больше учат английский, испанский, итальянский, стремительно набирает обороты китайский язык. Языки, конечно, замечательные, но грустно от того, что все политические распри так влияют на сознание нашей молодежи! Своим студентам я всегда стараюсь донести, что Германия была и будет нашим постоянным партнером и союзником, что этот замечательный язык можно и нужно учить. Еще до прошлого года каждую весну я набирала группы студентов, и мы выезжали в великолепный город Фрайбург, учиться в языковой школе. После даже небольшого пребывания в Германии, после общения с немецкой молодежью и педагогами, мои студенты просто влюблялись в эту чудесную страну и в ее язык. А ведь для любви нужно не так-то много – общение, знакомство с культурой, традициями, образом жизни. Студенты из Германии тоже приезжают в наш университет, учат русский язык, знакомятся с нашими достопримечательностями, с нашей культурой и возвращаются к себе с огромным багажом знаний и с пониманием, что мы – ДРУЗЬЯ! Вот это я считаю самым важным достижением нашего общения, так давайте вместе сделаем так, чтобы наши дети, наши внуки всегда оставались друзьями!

Одним из путей для налаживания наших отношений, как мне видится, является именно работа с молодежью, возобновление международных студенческих обменов. У нашего лингвистического университета эта работа сейчас в приоритете. Мы стараемся поддерживать старые связи, заводить новые.

Недавно в Москве состоялись ПОТСДАМСКИЕ ВСТРЕЧИ, на которых обсуждались дальнейшие российско-германские отношения. Матиас Платцек, бывший премьер-министр Бранденбурга, в своем интервью сказал, что, конечно, отношения Германии и России на данный момент нельзя назвать критичными, но и полностью доверительными они тоже не являются. Но, в тоже время, он отметил, что открыты новые двери для сотрудничества и налаживания отношений. Так давайте войдем в эти двери все вместе!

Wir bieten eine Vielfalt an Sprachkursen an:

– regelmäßigen Kurse am Wochenende, vormittags und abends.

– Intensivkurse in den Ferien und am Wochenende für Bildungsurlauber, Schüler, ältere Mitbürger und Sprachinteressenten

– allgemeinbildende Sprachkurse und Prüfungsvorbereitungskurse (Cambridge English Exams und der TELC GmbH)

Der Gemeinsame Europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GER) teilt Kenntnisse von Lernern in sechs aufsteigende Niveaustufen ein: A1, A2, B1, B2, C1, und C2.

Eine kurze Beschreibung jeder Stufe finden Sie hier: Wikipedia – Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen. Gerne können Sie in unserem Institut einen kostenfreien Einstufungstest in den Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch während unserer Öffnungszeiten ablegen. Bitte planen Sie ca. 30 Minuten dafür ein.

Wenn Sie unsicher sind in welchen Kurs Sie passen, können Sie gerne unentgeltlich zur Probe einen Kurs besuchen bevor Sie sich verbindlich anmelden. Für die Vereinbarung einer Probestunde, sprechen Sie uns bitte an.

Für eine Anmeldung können Sie eine Anmelde-Karte oder den Kurs-Finder auf unserer Homepage nutzen. Zur gegenseitigen Planungssicherheit, bitten wir um eine Anmeldung mindestens 2 Wochen bevor Kursbeginn.

Sobald die Mindestteilnehmerzahl von sieben Anmeldungen erreicht ist, bestätigen wir den Kurs per Email oder SMS. Dies erfolgt spätestens eine Woche vor Kursbeginn. Schülerkurse in den Ferien und Sprachprüfungen (Cambridge English Exams) werden gesondert per Post bestätigt. Wir bitten daher um die korrekte Angabe Ihrer aktuellen Kontaktdaten.

Die ermäßigten Kursgebühren lt. Sprachenprogramm stehen Schülern, Studierenden, Au Pairs, ALRG II Empfängern und Dortmund-Pass-Inhabern zur Verfügung. Bitte reichen Sie hierfür bei der Anmeldung Ihren entsprechenden Ermäßigungsnachweis mit ein.

Die Gebühren für Sprachkurse oder Cambridge English Prüfungen und sind bei Bestätigung oder Teilnahme zu entrichten. Prüfungsgebühren für DaF-Prüfungen sind bei der Anmeldung zu entrichten.

Die Zahlung kann per Überweisung, vor Ort in Bar oder per EC Karte erfolgen. Lastschrift-Einzugsermächtigungen können auf der Rückseite der Anmeldekarte oder im Kurs-Finder auf der Homepage erteilt werden. Unsere Bankverbindung finden Sie im Impressum.

Eine Normalgruppe besteht ab sieben Teilnehmern. Sollte die Teilnehmerzahl bei Kursbeginn geringer sein, kann eine Kleingruppe gebildet werden. In diesem Falle wird mit der Kursgruppe eine Verkürzung der Unterrichtsstundenzahl oder eine anteilige Erhöhung der Kursgebühren abgestimmt. Die entsprechenden Kleingruppenpreise finden Sie in unserem Kurs-Finder auf unserer Homepage.

Jeder Teilnehmer kann sich bis 10 Tage vor Kursbeginn kostenfrei abmelden. Für Teilnehmer der DaF-Intensivkurse (Deutsch als Fremdsprache) gelten die gesonderten Teilnahmebedingungen unter § 8 unser AGBs.

In der Regel findet in den Schulferien oder an Brückentagen kein Unterricht statt.

Alle Teilnehmer erhalten zum Ende des Semesters eine Teilnahmebescheinigung. Um ein externes Zertifikat in Deutsch, Englisch oder Spanisch zu erhalten, können Sie bei uns eine separate Sprachprüfung ablegen.

Wir führen die telc (Deutsch als Fremdsprache), Cambridge English und DELE (Spanisch) Prüfungen durch. Mehr Informationen zu unseren angebotenen Sprachprüfungen.

Ja! Unser Einzelunterricht ist nicht auf den Sprachen im Programm limitiert und wird i.d.R. mit Muttersprachlern durchgeführt. Kontaktieren Sie uns gerne für ein entsprechendes Angebot!

Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie uns gerne kontaktieren unter 0231-838 00 0 oder info@auslandsgesellschaft.de

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