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Sprachen lernen.

Hinweis
Unser Haus ist montags – donnerstags von 08:00 – 20:00 und freitags von 08:00 bis 16:00 Uhr nach Terminvereinbarung für Sie geöffnet!
Tel. 0231/838000 oder schreiben Sie uns eine E-Mail unter info@auslandsgesellschaft.de. Bleiben Sie gesund!

Das neue Semester des Fremdsprachenbereichs hat am 30.08.2021 begonnen. Für die Schülerkurse in den Herbstferien sind noch Anmeldungen möglich!
Info & Anmeldung: Dr. André Menke, fon: 0231 . 838 00 21, mail: menke@auslandsgesellschaft.de / Dominic Melang, fon: 0231 . 838 00 38, mail: melang@auslandsgesellschaft.de

Deutsch-Intensivkurse online bei der Auslandsgesellschaft
Auch die Deutsch-Intensivkurse finden seit dem 15.09.2021 wieder in Präsenz in der Aulandsgesellschaft.de statt.
Wir freuen uns, Sie bald wieder im Haus begrüßen zu dürfen!
Info & Anmeldung: Christanna Charmpa, fon: 0231 . 838 00 93, mail: charmpa@auslandsgesellschaft.de

Kursfinder

Über dieses Modul können Sie die Kurse anhand der vorausgewählten Sprache finden.

In der vergangenen Woche erschien der neue Gedicht-Band des Lyrikers Thorsten Trelenberg. “Auf der Suche nach dem Zauberwort” beinhaltet 38 Gedichte in deutscher Sprache und russischer Übersetzung durch Liza Dushina.
Thorsten Trelenberg ist Mitbegründer des “Westfälisch-Kaukasischen Literaturkreises”.

Der Band erschien mit Unterstützung der Deutsch-Russischen Akademie Ruhr der Auslandsgesellschaft.de.

Aus dem Klappentext:

“Thorsten Trelenberg gilt als eine der schillerndsten Figuren unter den zeitgenössischen Dichtern.
Neben Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften sind bereits 25 Gedichtzyklen, über 20 Kinderbücher (darunter Übersetzungen ins Englische, Portugiesische, Letzeburgische, Französische, Holländische, Schwedische und Türkische), sowie 5 CDs mit vertonten Gedichten erschienen.
Für sein ‘engagiertes poetisches Schaffen’ wurde er mit dem Alfred-Müller-Felsenburg-Literaturpreis ausgezeichnet.”
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На минувшей неделе вышла новая поэма – сборник лирики Торстена Треленберга. “В поисках волшебного слова”. Он включает 38 стихотворений на немецком языке и русский перевод через Лизу Душину.
Торстен Треленберг является соавтором ” Вестфальского-Кавказского литературного круга”.

Сборник появился при поддержке Рурской германо-российской академии – Auslandsgesellschaft.

Из текста на суперобложке книги:

“Торстен Треленберг считается одной из самых ярких фигур среди поэтов-современников.
Помимо публикаций в международных научных журналах, вышли уже 25 циклов стихотворения, более 20 детских книг (в том числе переводы на английский, португальский, люксембургский, французский, голландский, шведский и турецкий языки), а также 5 компакт-дисков с переизданными стихотворениями.
За свои ” Совершенные (превосходные) поэтические творения” он был удостоен «Литературной премии Альфреда Мюллера – Фельзенбурга “.

Pjatigorsk – das bedeutet Stadt der fünf Berge. Der Ort liegt am nordwestlichen Rand des Kaukasus an den Hängen des Zauberbergs Maschuk, der aus der Landschaft ragt wie ein moosüberwachsener Maulwurfshügel auf einer endlos grünen Wiese. Genau hier fand die deutsch-russische Schriftstellerbegegnung in Kooperation mit der Staatlichen Universität Pjatigorsk statt.

Das waren spannende Tage. Fünf Westfalen in der Stadt der fünf Berge. Wie würde das sein? Ich erinnere mich noch an einen Satz, den ich selbst Anfang der Neunziger – das war ich Teenager – noch hörte: „Der Russe steht vor der Tür!“ Damals interessierte ich mich nicht für Politik. Erst später beschäftigte ich mich mit dem Kalten Krieg und seinen Auswirkungen und wusste um die Differenzen der Nationen. Und jetzt? Jetzt standen wir – fünf Autoren aus dem Ruhrgebiet – plötzlich vor der russischen Tür. Und das nicht als Feinde, sondern als Gäste!

Würde es mit der Verständigung klappen? In wie viele kulturell-bedingte Fettnäpfchen würden wir treten? Und würden wir alle bis zum Umkippen Wodka trinken müssen, um den Gastgeber nicht vor den Kopf zu stoßen?

Ein Spoiler vorneweg: Den ersten Wodka tranken wir an Tag 3. Jeder nur ein Pinnchen. Und nicht etwa, weil wir mussten. Nein! Wir stießen im privaten Kreis auf den Geburtstag unserer Kollegin Anne-Kathrin an.

Was es mit dem „Zauberberg“ auf sich hatte, erfuhr ich einen Tag nach der Anreise. Wir unternahmen einen Spaziergang durch einen Kurpark der Stadt. Uns begleiteten der Leiter der Abteilung Literarisches Schaffen, Professor Dr.  Wjatscheslaw Iwanowitsch Schulshenko (hier ist bereits der Name Poesie!) sowie die beiden talentierten Nachwuchsdolmetscherinnen Anja Kravzova und Leila Mokaewa. Wir lernten dabei nicht nur die schöne Gegend kennen, sondern auch viele andere interessante Dinge. Zum Beispiel – kein Scherz – dass es Kurortologie (fachlich Balneologie) als Studienfach gibt. Und dann erzählte mir Leila die Legende vom Elbrus, dem größten Berg Europas – sie blieb mir besonders im Gedächtnis.

Elbrus – das war der Legende nach ein starker Anführer und Kriegsherr. Dessen Sohn Beschtau verliebte sich eines Tages in die junge, schöne Maschuk und schenkte ihr einen Ring, der sie und ihre Liebe schützen sollte. Aber auch der Vater begehrte das Mädchen. Mit aller Macht wollte er sie besitzen. Also schickte er den Sohn in einen Krieg.

Zunächst gelang sein böser Plan nicht. Doch dann erkannte der dunkle Elbrus die schützende Kraft des Rings und konnte den Zauber brechen. Er riss Maschuk den Ring so heftig vom Finger, dass er bis zur Stadt Kislowodsk rollte und dort zum Ringberg wurde. Als Beschtau zurückkehrte und erfuhr, dass der Vater das Mädchen gegen ihren Willen geehelicht hatte, kam es zu einem Zweikampf. Elbrus verlor im Kampf zwar seinen Helm, aus dem der Eisenberg erwuchs – Beschtau jedoch unterlag trotz seines Mutes und seiner Verzweiflung dem Vater. Elbrus zerhackte den Sohn mit seinem Schwert in fünf Teile, aus denen sich die fünf Gipfel des Beschtau-Berges bildeten. Die Tränen der trauernden Maschuk fließen noch heute – als heilende Quelle am Fuß des Berges, der ihren Namen trägt.

Diese Legende sagt nicht nur etwas über die Örtlichkeit am Fuße des Maschuks aus, an der unsere Schriftsteller-Begegnung stattfand. Sie bildet in ihrem mythenhaften Kern gleich mehrere Themen ab, die Literatur und Leute in Russland damals wie heute bewegten und bewegen:

Natur und Heimat, Liebe und Kämpfe.

Besonders verehrt wird in Pjatigorsk der russische Romantiker Michail Lermontov, ein berühmter Lyriker, Romanautor und Maler. Düster-romantisch wie viele seiner Werke ist auch sein Tod – er starb mit 26 Jahren 1841 bei einem Duell in Pjatigorsk.

Wir mussten uns glücklicherweise nicht duellieren, weder mit dem Schwert noch mit Pistolen. Im Gegenteil! Unsere Ausflüge durch das saftige kaukasische Grün oder durch die Stadt führten uns stets zu Glücksorten. Das steinerne Tor der Liebe etwa, dessen Natursteine sich wie beiläufig aufgehäuft zu einer Pforte formen, von der aus man das gesamte Tal überblicken kann. Oder die hölzernen Wegweiser auf dem Maschuk, die auf den ersten Blick an zackige Totempfähle erinnern, die den Abhang umsäumen. Handgemalt weisen sie den Wanderern die Richtungen zu hunderten Orten, von deren Existenz sie bis dahin oft nichts wussten.

Vor allem aber hatten wir – rund um ein Literaturfest zu Ehren Lermontovs sowie auf dem jährlich stattfindenden Festival der Poesie – viele schöne Begegnungen und Gespräche mit Lyrik-begeisterten Menschen: mit dem Bürgermeister der Stadt, Andrey Skripnik, und mit russischen Dichtern und Denkern, z.B. Jurulan Bolatov oder Vladimir Shatakishvili, einem Mann, der die Bedachtheit und Würde eines russischen Theodor W. Adornos ausstrahlte. Aber auch die Studenten/Innen der Universität und die Liebhaber/Innen der Literatur traten immer wieder mit uns in den Dialog. All dies wurde uns durch die unermüdlichen Übersetzungskünste von Dr. Natalia Kaschirina und Prof. Dr. Margarita Morosowa ermöglicht. Oh, und ich bin mir sicher, dass die beiden jedes sprachliche oder kulturelle Fettnäpfchen, sofern welche aus dem Boden gewachsen sind, verschwinden lassen haben. Ob sie ermessen können, wie dankbar wir ihnen sind?

Auf zwei Episoden möchte ich näher eingehen. Denn sie haben mich persönlich besonders berührt.

Auf dem Festival der Poesie, das am 11. Mai zum zehnten Mal stattfand, trug ich ein Lied in russischer Sprache vor, das die russischen Kinder vermutlich schon mit der Muttermilch aufsaugen. „Pust Wsiegda Budiet Sonce“ – „Immer möge die Sonne sein“. Es geht darum, dass die Menschen sich eine friedliche Zukunft für sich und ihre Kinder wünschen.

So kurz nach dem Tag der Befreiung (bei uns der 08. Mai, in Russland der Tag des Sieges am 09.Mai) sollte das meine Anerkennung sein für die Menschen, die ihr Leben im Zweiten Weltkrieg gelassen haben, um den Nazis Einhalt zu gebieten. Natalia übersetzte für mich, dass der Mann, den ich liebe, nie geboren wäre, wenn die Russen nicht so schnell die deutsche Wehrmacht zur Kapitulation gezwungen hätten. Denn sein Vater saß zu dieser Zeit im KZ.

Es sollte ein gesprochener Vortrag werden, aber spätestens beim Refrain sangen alle Besucher mit. Das allein wäre schon ein Erlebnis gewesen. Tief berührt hat mich aber die Dichterin Elena Dolschenko, die nach meinem Auftritt zu mir kam. Sie stellte sich vor, umarmte mich und berichtete, dass ihr Vater damals in Berlin mit dabei war. Sie schenkte mir erst handgeschriebene Gedichte, dann ein Büchlein und schließlich, bevor wir uns trennten, tauschten wir unsere Adressen. Sie sagte, sie habe nun wieder die Motivation, sich mit der deutschen Sprache, die ihr Vater so gut beherrschte, zu beschäftigen. Eine deutsch-russische Begegnung mit feuchten Augen und freudigen Herzen! Daran denke ich gern zurück.

Hier findet man ein Video dazu

Und zwei andere Begegnungen haben mich etwas gelehrt. Es waren unsere Gastgeber persönlich. Wir saßen zweimal zusammen bei gutem Essen und köstlichem Wein aus dem benachbarten Georgien. Statt riesiger Fleischberge – die ich als Veganerin mehr auf den Tellern fürchtete als den Leibhaftigen persönlich – fanden wir eine herrliche Vielfalt an zubereitetem Gemüse: Schmackhafte Pestos aus Spinat und Bohnen, gebratene Auberginenrollen mit würzigem Innenleben, frische Salate und Kräuter, eingelegte Gurken und anderen Delikaterssen. Für die Fleischfreunde gab es die in Georgien berühmten Chinkali, kunstvoll gefaltete Teigtaschen mit einer herzhaften Füllung und beim zweiten Festmahl frische Forelle aus einer benachbarten Forellenfarm. Unsere Gastgeber hatten sich im Vorfeld erkundigt und alle Essensvorlieben berücksichtigt. Mein Glück war bis hierhin schon perfekt.

Aber es waren eben nicht nur die Gastfreundlichkeit, die Mühe und die Achtsamkeit. Es waren vor allem die Trinksprüche, die mich etwas gelehrt haben. Kein grobes „Prost, ihr Säcke“ oder „Hau wech die Scheiße“, nicht einmal ein schlichtes „Nastrowje“. Nein, Trinksprüche kann man das nicht nennen. Bei den Russen ist das Poesie in Vollendung. Das Positive am anderen wird entdeckt und ausgesprochen, die Gefühle, die man persönlich empfindet, formuliert. Es ist Lob, es ist Anerkennung und es geht um Freundschaft, um die Liebe und manchmal auch um das Wesen der Frau ????

Khinkali

 

Ich genoss diese Abende mehr als alles andere. Und das ist es auch, was ich mit nach Hause nehmen werde: Dass man den Menschen, denen man begegnet, mit denen man isst und trinkt, mit denen man redet, mit denen man arbeitet oder lacht – dass man all diesen Menschen – egal, wie gut man sie kennt – in Worten und Taten seine Wertschätzung entgegenbringen sollte. Traut euch auch! Es macht glücklich! Und darauf haben wir am Ende sogar mit Wodka angestoßen!

Mein Dank an die russischen Freunde!

Autorin Christiane Bogenstahl

Mehr Fotos und Informationen über Christiane Bogenstahl finden Sie hier:

https://www.toedliche-texte.de/deutsch-russische-schriftsteller-begegnung/

Ich habe mich eigentlich auf eine offizielle Veranstaltung im Landtag eingestimmt. Ich wollte mich und die Auslandsgesellschaft der russischen Delegation aus der Region Saratow vorstellen und Bescheid sagen, dass ich den folgenden Termin am Sonntag für sie organisiert habe. Doch sobald ich die Gäste aus Russland gesehen habe, wurde mir klar, das wird keine trockene Protokollveranstaltung sein.

Ich habe die Gruppe bereits auf dem Foto  gesehen. Und dann plötzlich standen sie vor mir an der Haltestelle. Man konnte sie mit keinen anderen Jugendlichen verwechseln – so ausdrucksvoll waren ihre Gesichter, so charismatisch war ihre Ausstrahlung!

Ich habe ein kleines Grüppchen auf Russisch angesprochen: „Fahrt ihr auch zum Landtag?“ In wenigen Minuten, ganz spontan haben wir uns kennengelernt. Sie sind junge Aktivisten der deutschen Klubs aus der Region Saratow an der Wolga. Die meisten sind Russlanddeutsche. Sie sind auf Einladung des Vereins „Kulturbrücke Wuppertal – Engels“ und des Büros des Landtagsabgeordneten Werner Jostmeier für einige Tage nach Deutschland gekommen, um ihr Theaterstück zu zeigen. Also, eine Gastspielreise! Wie einer meiner neuen Bekannten gescherzt hat: „Professionelle Schauspieler studieren jahrelang uns spielen dann das ganze Leben in den Theatern in der Provinz, und wir, nicht-professionelle Schauspieler, haben bereits Gastspielreisen im Ausland!“

Sie sind sehr wissbegierig. Sie wollen alles wissen. Im Landtag stellen sie viele Fragen über das politische System Deutschlands und des Landes NRW. Aber auch an meiner eigenen Geschichte haben sie ein großes Interesse. „Wie ist das Leben in Deutschland? Wie oft fährst du nach Hause? Welche Unterschiede zwischen Russen und Deutschen hast du bemerkt?“ Wir haben uns schnell angefreundet und ich habe sie alle ins Herz geschlossen.

Ich war sehr gespannt auf das Theaterstück und wollte meine neuen Bekannten nun mal endlich auf der Bühne sehen. Im Theaterstück, das am Sonntag in Wuppertal aufgeführt wurde, sollte es sich um die Tragik der Deportation der Sowjetdeutschen im Jahre 1941 handeln. Doch es fängt wie eine Komödie an. Ein unbeschwertes Leben einfacher Menschen, Russen und Deutschen, in der Stadt Engels an der Wolga…Ein junger Poet kann nicht entscheiden, in welche der drei Frauen er verliebt ist. Am Ende stimmt sein Herz der jungen deutschen Frau Erna zu. Plötzlich steht ein NKWD-Offizier auf der Bühne und liest den Dekret  des Obersten Sowjets der UdSSR vom 28. August 1941 über die Deportation der Sowjetdeutschen vor. Erna und ihre Verwandten müssen sofort ihre Sachen packen und werden von dem Offizier abgeholt. Die erst angefangene Liebesgeschichte nimmt ein tragisches Ende. Im Anschluss singt der Chor das Lied der Moorsoldaten, die Hymne der Gefangenen der Konzentration- und Arbeitslager. Das geht mir unter die Haut.

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Man hatte viele Fragen an die Schauspieler. Was bewegt junge Menschen in ihrer Freizeit, sich mit der Geschichte zu beschäftigen und sie künstlerisch aufzuarbeiten. „Wir wollen unsere Vergangenheit besser kennen lernen. Das, was Sie gerade auf der Bühne gesehen haben, ist auch in unserer eigenen Familien passiert“.

Durch diese Begegnung habe ich einen Faden zwischen Russland und Deutschland für mich gefunden, ich glaube einen festen Faden. Auf einer Seite junge Menschen mit deutschen (und nicht nur deutschen) Wurzeln, die in Russland leben und Kontakt zu Deutschland halten, auf der anderen Seite ich, Russin, die Deutschland liebt und ein großes Interesse an die deutsch-russischen Begegnungen hat und diese im Rahmen des  Projektes „Deutsch-Russische Akademie Ruhr“ unterstützt.

*  Die Auslandsgesellschaft und die Deutsch-Russische Akademie Ruhr arbeitet mit den Partnern aus der Politik Zusammen. Das Projekt ist aber unparteiisch und vertritt keine Interessen der politischen Parteien oder Bewegungen.


Вообще-то я настроилась на официальное мероприятие в Ландтаге (земельном парламенте). Я собралась представить себя и нашу организацию Auslandsgesellschaft и сообщить, что я организовала мероприятие в воскресенье для наших гостей и России. Но как только я увидела наших гостей, я поняла, что это мероприятие не будет официальным протокольным мероприятием.

До этого я видела эту группу ребят на фото для плаката к их постновке. И вдруг они стоят передо мной на остановке. Их нельзя было перепутать с другими молодыми людьми – настолько выразительные и харизматичные лица.

Я спросила их по-русски: „Вы тоже едете в Ландтаг?» И всего за несколько минут, спонтанно, на оснановке и в трамвае, пока мы ехали в Ландтаг, мы познкомились. Они молодые активисты немецких культурных автономий из Саратовского региона и других городов. Большинство из них российские немцы. Они приехали по приглашению общества «Культурный мост Вупперталь – Энгельс»  и депутата Ландтага Вернера Йостмайера на несколько дней в Германию, чтобы представить свой спектакль. В общем, гастроли. Один из моих новых знакомых пошутил: «Профессиональные актеры годами учатся, а потом всю жизнь играют в провинциальных театрах, а мы, непрофессионалы, уже на гастроли заграницу ездим».

Они очень любознательные и хотят все знать. В Ландтаге они задают много вопросов о политической системе Германии и земли Северный Рейн – Вестфалия. Но и к моей личной истории у них большой интерес. «Как тебе жизнь в Германии? Часто ли ты ездишь домой? Какие различия между немцами и русскими ты заметила?». Мы быстро подружились и они мне очень понравились.

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Мне не терпелось увидеть спекталь и моих новых друзей на сцене. Спектакль, который был показан в воскресенье  в Вуппертале, должен был рассказать о трагических событиях депортации советских немцев в 1941-м году. Однако в начале он был больше похож на комедию. Беззаботная жизнь обычных людей, русских и немцев в городе Энгельс на Волге…Молодой поэт не может решить, в кого из трех девушек он влюблен. В конце концов его сердце выбирает немецкую девушку Эрну. И вдруг на сцене появляется офицер НКВД, который зачитывает приказ о депортации немцев от 28 августа 1941 года. Эрна и ее родственники должны в тот же момент собрать все вещи, их уводит с собой офицер. Только начавшаяся история любви трагически обрывается.  В конце хор поет «Песню болотных солдат», гимн узников концентрационных лагерей. Она пробирает до мурашек.

У зрителей было много вопросов к исполнителям. Что заставляет молодых людей в свободное время заниматься историей и перерабатывать историю с помощью театрального искусства? «Мы хотим лучше узнать свое прошлое. То, что Вы только что видели на сцене, это часть истории наших семей».

После этого знакомства, кажется, что я нашла нить между Россией и Германией. И я думаю, прочную нить. С одной стороны молодые ребята с немецкими и не только корнями, которые живут в России, но сохраняют контакт с Германией. С другой стороны я, русская, которая имеет огромный интерес к таким российско-немецким встречам и поддерживает их в рамках проекта «Германо-Российская Академия Рур».


* Мы просим принять во внимание, что Auslandsgesellschaft и Deutsch-Russische Akademie сотрудничают с представителями политики, однако не представляют интересы какой-либо политической партии или движения.


Die Moorsoldaten

Wohin auch das Auge blicket.
Moor und Heide nur ringsum.
Vogelsang uns nicht erquicket.
Eichen stehen kahl und krumm.

Wir sind die Moorsoldatenund ziehen mit dem Spaten ins Moor.Wir sind die Moorsoldatenund ziehen mit dem Spaten ins Moor.
Hier in dieser öden Heide
ist das Lager aufgebaut,
wo wir fern von jeder Freude
hinter Stacheldraht verstaut.

Wir sind die Moorsoldaten etc
Morgens ziehen die Kolonnen
in das Moor zur Arbeit hin.
Graben bei dem Brand der Sonne,
doch zur Heimat steht der Sinn.

Wir sind die Moorsoldaten etc Heimwärts, heimwärts jeder sehnet,
zu den Eltern, Weib und Kind.
Manche Brust ein Seufzer dehnet,
weil wir hier gefangen sind.

Wir sind die Moorsoldaten etc Auf und nieder geh´n die Posten,
keiner, keiner kann hindurch.
Flucht wird nur das Leben kosten,
vierfach ist umzäunt die Burg.

Wir sind die Moorsoldaten etc
Doch für uns gibt es kein Klagen,
ewig kann nicht Winter sein,
einmal werden froh wir sagen:
Heimat du bist wieder mein.

Dann zieh´n die Moorsoldatennicht mehr mit dem Spaten ins Moor.Dann zieh´n die Moorsoldatennicht mehr mit dem Spaten ins Moor

Zum Ausklang des Jubiläumjahres der Partnerschaft Essen-Nischnij Nowgorod empfing Essen vom 9. bis zum 14. November die Delegation aus Nischnij Nowgorod. Dies war bereits das zweite Zusammentreffen der Partnerstädte innerhalb von vier Wochen. Erst am 13. Oktober war Oberbürgermeister Thomas Kufen zu einer Reise nach Nischnij Nowgorod aufgebrochen, wo unter anderem der Besuch des Städtefests auf dem Programm stand. Begleitet wurde er von der Vorsitzenden der Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung Essen, Barbara Lachhein, Michael Theisen von der Stabsstelle Internationale Beziehungen der Stadt Essen und zwei Mitgliedern des Rates der Stadt Essen. Ein Höhepunkt des Aufenthalts war die Verleihung des Ehrenpreises der Stadt Essen an fünf Frauen für ihr Engagement beim Aufbau der deutsch-russischen Freundschaft. (Quelle)

Beim jetzigen Gegenbesuch in Deutschland ehrte Sergey Belov, Stadtdirektor Nischnij Nowgorods,  im Rahmen des Stadtempfangs am Donnerstagabend (10.11.) im Rathaus Personen, die sich auf deutscher Seite um die Freundschaft zwischen Essen und Nishnij Nowgorod besonders verdient gemacht haben. „Menschen, die zum Wachsen der Verbundenheit unserer Städte beigetragen haben – denn neben den offiziellen Kooperationen konnte nur durch diese Menschen unsere Städte-Freundschaft, der vertrauensvolle und respektvolle Umgang, den wir nun schon seit 25 Jahren miteinander pflegen, gedeihen“, waren sich die Essener Verwaltungsspitze und der russische Stadtdirektor einig. „Wir wollen weiterhin voneinander lernen und den Austausch auf Verwaltungsebene intensivieren.“ (Quelle)

Zum Programm der fünftägigen Reise ins Ruhrgebiet gehörte unter anderem der Besuch des Aalto-Theaters, eine Stadtrundfahrt durch Essen, der Besuch der Prinzipiade zur Proklamation des neuen Stadtprinzenpaares, eines Konzerts im Museum Folkwang sowie eine Kranzniederlegung auf dem Terrassenfriedhof.

10.11.2016

Am 10. November haben Oberbürgermeister Thomas Kufen und Sergey Belov an der Meyer-Schwickerath-Straße im Universitätspark eine Sandbirke gepflanzt. „Die Birke wird in vielen Gegenden Osteuropas als Symbol der Jugend verehrt. Für die schon 25 Jahre währende, noch jugendliche, aber doch erwachsene und vor allem weiter wachsende Freundschaft zwischen unseren Städten ist die Sandbirke ein ideales Symbol“, befand das Essener Stadtoberhaupt. Der „Baum des Jahres 2000“ mit der charakteristischen weißen Rinde kann bis zu 120 Jahre alt und 30 Meter hoch werden. Die Sandbirke, die von der Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung Essen e.V. gestiftet wurde, soll, parallel zur Freundschaft zwischen Essen und Nischnij Nowgorod, in den nächsten Jahren stetig wachsen. (Quelle)

12.11.2016
Am 12. November besuchten die Gäste gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Kufen die Prinzipiade zur Proklamation des neuen Stadtprinzenpaares, wo die russischen Vertreter des Komitees für außerwirtschaftliche Beziehungen der Regierung Nischnij Nowgorods  mit Karneval-Auszeichnungen geehrt wurden.

Essener Karneval 2016: Seine Tollität Prinz Oliver I. & Ihre Lieblichkeit Prinzessin Assindia Sandra II. verleihen Karneval-Auszeichnungen an Vertreter des Departements für außerwirtschaftliche und interregionale Beziehungen der Regierung Nischni Nowgorods – Elena Mischina und Dmitrij Nikischin.

13.11.2016
Am Sonntag fand in im Museum Folkwang ein Klavierkonzert statt, was der Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung Essen zu verdanken ist. Vom Essener Pianisten, Professor Thomas Günther, wurden Werke russischer Futuristen aufgeführt – Igor Strawinky, Alexander Skrjabin, Nikolaj Obouchov, Nikolaj Roslavetz, Arthur Lourie und Alexander Mosolow. Unter viele geehrten Gästen dieses einzigartigen Konzerts war auch Essener Bürgermeister Franz-Josef Britz, der das Publikum mit einem Grußwort ansprach.

Die Vorsitzende der Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung Essen, Barbara Lachhein, spricht das Grußwort.
Grußwort des Essener Bürgermeisters Franz-Josef Britz.
Professor Thomas Günther, Meiserpianist von der Folkwang Universität der Künste, spielt Werke von Protagonisten des russischen Futurismus.

Am Nachmittag fand auf dem Terrassenfriedhof die Kranzniederlegung, wo die russische Delegation gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Kufen den Opfern von Krieg und Verfolgung bedachte.

Nach fünf Tagen mit Essener Freunden flogen die russischen Gäste am 14. November wieder nach Nischnij Nowgorod, mit neuen Ideen für weitere gemeinsame Projekte und Zusammenarbeit. Schon jetzt lässt sich aber sagen: dieser Besuch hat gezeigt, dass die Freundschaft auch über die Grenzen hinaus gehen kann. Selbst die Städtefreundschaft. Das 25. Jahr ihres Bestehens zwischen Essen und Nischnij Nowgorod ist ein guter Beweis dafür.

Das erste Science Slam für Kinder fand in Rostow-am-Don statt

In einem wissenschaftlichen Wettbewerb namens Science Slam nehmen üblicherweise Studenten und junge Wissenschaftler teil.  Ende Mai wurde in Rostow-am-Don das erste Science Slam in der Welt für Kinder organisiert. Einige von den Teilnehmern kamen in die Hauptstadt am Don sogar aus Deutschland.

Das Format des Sceince Slam trotz seinem englischen Namen wurde in Deutschland bereits vor zehn Jahren erfunden. Paar Jahre später wurde es auch in Russland populär und bekam in diesem Jahr die Auszeichnung des russischen  Ministeriums für Bildung und Forschung als das beste populärwissenschaftliche Projekt des Jahres. 2011 fand das erste Science Slam zwischen Deutschen und Russen statt, und nun – das erste für Kinder beider Länder.

Kinder mussten entsprechend dem Format des Science Slam in 10 Minuten interessant und einige wissenschaftliche Fakten einfach erklären. Jemand musste über DNA erzählend, jemand über Spionagetechnologien in der Landwirtschaft, über Nutzen einer Zahnspange, über die Theorie der Radioaktivität, über prähistorische Stämme oder über den Fortschritt im Bahnbau. Junge Redner wurden von Gregor Bühning, der Ideologe und Gründer von Science Slam, und von den Organisatoren des Projektes in Rostow Sergey Sawtschuk und Jana Dolzhanskaja.

Die 14-Jährige Jana Lyakh sprach über die Technologien, die den Landwirtschaften sowie auch Kleingärtner nutzen könnten. Die Schülerin hat auf der Bühne gezeigt, wie man ein einfaches Gerät für Vertreibung der Maulwürfe. Sie nahm eine einfache Plastikflasche, eine Schere, einen Textmarker, einen kleinen Zweig. Paar einfache Bewegungen – und ein „Ultraschalschwinger“ war fertig. Mit dieser Vibration kann man Maulwürde abschrecken. Jana Lyakh hat diesmal Science Slam gewonnen. Der junge Teilnehmer aus Deutschland Benedikt Leonhardt hat auch einen Hauptpreis bekommen.

Science Slam für Kinder fand im Rahmen der Deutschlandtage in Rostow-am-Don statt. Mehr als 30 Veranstaltungen wurden an diesen Tagen organisiert: Vorlesungen, Workshops, Filmvorführungen, Ausstellungen, Wettbewerbe. „Für die deutsche Botschaft in Moskau sind die „Deutschlandtage“ das wichtigste Projekt der Zusammenarbeit mit den russischen Regionen“, – hat der Vertreter der Botschaft Moritz Deutschmann erwähnt. – Jedes Jahr bekommen wir zahlreiche Bewerbungen aus russischen Städten. Wir freuen uns, dass man ständig neue und originelle  Ideen vorschlägt“. Das Festival in der Hauptstadt am Don ist seiner Meinung nach gelungen und Science Slam für Kinder war besonders interessant und spannend.

Noch ein Ereignis, das Rostow im Mai erlebt hat, war der Besuch einer jungen  Delegation aus der Partnerstadt Dortmund. Junge Aktivisten haben aktuelle Fragen der Jugendpolitik und weitere Zusammenarbeit zwischen beiden Städten diskutiert. Sie haben sich die Hochschulen in Rostow angeschaut und die Nachbarstädte Taganrog und Starotscherkassk besucht.

Wie die Leiterin des Büros für auswärtige Angelegenheiten der Stadt Rostow Maria Krylosowa erwähnt hat, mit dem Besuch aus Dortmund wurde das Jahr der deutsch-russischen Jugendaustausches für Rostow eröffnet. Die offizielle Ankündigung findet am 9. Juni in Moskau statt.

Autor: Elena Korschunowa, http://www.rostov-gorod.ru/index/news/5/660642/

Übersetzung: Maria Khavanova

Quelle: Moskauer Deutsche Zeitung Nr. 10 (425), 27.05.2016

19-26.Mai war ich im Namen der Deutsch-Russischen Akademie Ruhr auf einer Dienstreise nach Pjatigorsk. Wir haben einige Ideen für die Kooperation mit der Universität Pjatigorsk besprochen. Ich möchte aber diesmal keinen formellen Bericht schreiben, sondern meine Eindrücke und Gefühle von dieser Reise mit Ihnen teilen.

Die Stadt Minaralnyje Wody begrüßte uns mit dem angenehmen und warmen Wind als wir aus dem Flugzeug ausgestiegen sind. Die Wärme und Gastfreundlickeit habe ich sofort am Flughafen gespürt. Ich musste mich gegen aufdringlichen Taxifahrer wehren und sagte 20 Mal „Danke, wir werden abgeholt“.

– Die, die euch abholen, müssen lieber zu Hause bleiben! Ich fahre euch wohin ihr wollt!

Nein, das ist keine Aufdringlichkeit, das ist die Gastfreudigkeit, wie ich später verstanden habe.

Am nächsten Morgen, gingen wir auf den kaputten Bürgersteigen zur Universität. (Kaputte Straßen sind leider ein unabdingbares Merkmal russischer Provinzstädte. Einige Meter vor dem Eingang in die Universität zog eine Studentin flache bequeme Schuhe aus und schöne Schuhe mit hohen Absätzen an. Zuerst habe ich heimlich gelacht, dann aber mich bei der Erinnerung ertappt, dass als ich in Russland in die Schule und später in die Universität ging,  ich es genauso gemacht habe. Wenn man in die Uni geht, lässt man sich in der Öffentlichkeit sehen, deswegen muss man schön, attraktiv und gepflegt sein. Bequeme Pullis, Jeans und Sneakers, die in Deutschland zum Dresscode der Studenten gehören, sind dort nur bei Studenten der Sportfakultät vorstellbar.

Ehrlich gesagt, habe ich mir  manche Sachen aus Russland abgewöhnt, also musste ich meine Heimat neu kennenlernen. Viele Sachen waren für mich neu, aber besser gesagt war das alles das längst vergessene Alte: so wie Menschen in Russland sprechen, so wie sie reden und verhandeln. Nein, ich habe dabei keine kritischen Anmerkungen gemacht „in Deutschland ist aber anders“. Ich habe mich aber immer bei dem Gedanken ertappt „Ja, in Russland ist es anders als in Deutschland, ich habe das einfach vergessen, ich muss mich wieder daran gewöhnen“. Ich bin froh, dass ich beide Kulturen kenne und beide Mentalitäten verstehe. Diese Reise nach Pjatigosrk, wohin ich mein Gepäck mit den Kenntnissen über Deutschland mitgenommen habe, hat mit geholfen, meine Heimat aus neuer Perspektive zu betrachten. Auf dem Rückweg wurde mein Gepäck noch schwerer, weil ich drin neue Eindrücke von Russland hatte.

Russland ist ein Land der Kontraste. Die Bedienung in manchen öffentlichen Einrichtungen (Bank, öffentlicher Verkehr) lässt  viel zu wünschen übrig. Aber sobald Menschen in Russland dich persönlich kennen, dann werden sie alles Mögliche tun, damit der Gast zufrieden bleibt. Die Dozentin Natalia, die uns eingeladen hat, hat viel Zeit und Kraft geopfert, um uns die schönsten Orte in der Umgebung zu zeigen: Berge, Mineralwasserquellen, Parks.

Und noch ein Kontrast: die Auswahl der Speisen in der Mensa der Universität und im Hotel war nicht so groß, aber während des Abendessens bei dem Dekan bog sich die Tafel unter den Speisen und unsere Gläser waren nie leer. Bei den russischen und besonders bei den kaukasischen Festen ist es wichtig, das Gefühl der Zusammengehörigkeit bei den Gästen zu erzeugen, deswegen hat man einen Tamada (Moderator, Entertainer) gewählt.  Er hat jedem das Wort gegeben und jeder musste eine feierliche Rede halten. Es ist nicht so wie bei den deutschen WG-Partys, wenn alle sich in kleinen Gruppen unterhalten und manchmal keine Ahnung von anderen Gästen und dem Anlass für die Party haben.

Nach paar leckeren russischen und kaukasischen Speisen fühlte ich mich fast wie zu Hause. Warum „fast“? Ich habe bemerkt, dass das Leben im Süden Russlands sich von dem Leben im Norden wo ich herkomme unterscheidet. Hier und da kann man in Pjatigorsk  Autos mit lauter kaukasischer oder orientalischer Musik hören. Das kam mir zuerst merkwürdig vor. Aber vielleicht wollen Menschen auf solche Weise zeigen, dass ihre Seele jubelt und wollen ihre Freude mit anderen teilen. Im Norden sind Menschen in diesem Sinne zurückhaltender.

Diese Woche war sehr spannend und reich an Ereignissen. Und wenn ich Fazit ziehe, kann ich sagen, dass ich mich dort sehr wohl gefühlt habe. Gastfreundlichkeit, Aufgeschlossenheit und Dankbarkeit – das muss man den Menschen in Russland lassen. Dank dem kaukasischen Lokalkolorit hat Pjatigorsk  bunte, vielfältige, wie  kaukasische Tänze, Eindrücke und Gefühle bei mir hinterlassen.

С 19 по 26 апреля я побывала в командировке в Пятигорске. Вице-президент Auslandsgesellschaft в Дортмунде Эрих Фритц подготовил семинар для студентов и преподавателей кафедры немецкого, выступил с докладом на конференции на тему изменений языка в 21 веке. Я выступила в качестве переводчика и ассистента. Однако мне бы хотелось поделиться не этой официальной информацией, а моими личными впечатлениями от поездки на Родину, где я уже не была относительно долгое время.

При выходе из аэропорта Минеральных вод нас встречал теплый, приятный ветер. Теплоту и радушие приема мы почувствовали сразу, даже еще не выйдя из аэропорта. Отбиваясь от назойливых таксистов, мне раз 20 пришлось повторить «Спасибо, нас встречают».

– Пусть те, кто вас встречают, дома остаются! Я довезу вас, куда надо!

Нет, это не назойливость, это кавказское гостеприимство, как я позже поняла.

Осторожно выбирая путь по разбитым тротуарам, мы на следующее утро шли к Пятигорскому университету. (Разбитые тротуары или их отсутствие – это неотъемлемая черта российских провинциальных городов). В нескольких метрах от входа в университет одна студентка переобувала удобную обувь на выскокие каблуки. Сначала я посмеялась про себя, но потом вспомнила, что и сама так делала, когда училась в школе и унивеситете в России. Идя в университет, ты выходишь в свет, поэтому нужно быть красивой и привлекательной. Удобные толстовки, джинсы и кеды, которые являются в Германии дресскодом студента, простительны только студентам соседнего физкультурного факультета.

Если честно, я отвыкла от многих вещей в России, так что мне снова пришлось знакомиться с моей Родиной. Многое мне показалось новым, а лучше сказать, хорошо забытым старым: то, как люди в России общаются, говорят, ведут переговоры. Нет, я не делала при этом критические замечания типа «а вот в Германии по-другому», скорее, я ловила себя на мысли: «Да, в России это иначе, чем в Германии, я просто забыла, надо снова привыкать». Я рада, что я знаю две культуры, могу понять оба менталитета. Эта поездка в Пятигорск, куда я привезла с собой багаж знаний о немецкой культуре, помогла мне по-иному посмотреть на Россию и узнать мою Родину с другой стороны. По дороге обратно мой багаж стал еще тяжелее, так как обратно я везла новые впечатления из России.

Россия – страна контрастов.  Во многих учреждениях обслуживание оставляет желать лучшего. Однако в личном общении люди в России сделают все возможное, чтобы гости остались довольны. Пригласившая нас преподавательница немецкого  Наталья не жалела личного времени и сил, чтобы показать красоты региона: горы, минеральные источники, парки.

А вот еще один контраст: выбор блюд в университетской столовой и в гостинице был не очень богат, зато в ходе приема у декана стол ломился от всевозможныз яств и вино в бокалах не кончалось. При русском, а особенно кавказском застолье важно создать общности между гостями, поэтому был выбран тамада, всем было предоставлено слово и никто не увильнул от обязанности произнести тост. Это не то что немецкая студенческая вечеринка, где все делятся на маленькие группы, не особо интересуясь другими собравшимися и поводом для праздника.

После пары тарелок вкуснейших блюд русской и кавказской кухни я наконец почувствовала себя почти как дома. Почему «почти»?  Я заметила, что жизнь на юге России все-таки немного отличается от жизни на севере, откуда я родом. В Пятигорске тут и там из машин раздавались кавказские или другие восточные мелодии. Поначалу это мне было не совсем понятно. Но может быть, у людей сердце поет и таким образом они хотят, чтобы об этом знали все вокруг…На севере люди в этом плане более сдержанные.

Если подвести итог этой насыщенной и богатой впечатлениями неделе в Пятигорске, то я могу сказать, что я чувствовала себя там очень хорошо. Гостеприимство, открытость, благодарность – этого у людей в России не отнять. Благодаря колориту Кавказа, у меня остались яркие, разнообразные, бурные, словно кавказский танец лезгинка, чувства и воспоминания о Пятигорске.

Что ты связываешь с Россией, а что с Германией?

Начну с Германии. С Германией я прежде всего связываю технику, прогресс, высокие экономические достижения и белую баварскую колбасу. Сюда же относятся бесчисленные писатели, конечно же, немецкие железные дороги, а также пиво. Что же касается моих сверстников, то я могу сказать, что для молодежи в Германии типичен американизм. Люди придерживаются американского образа жизни даже в большей степени, чем они думают. Мы просто не задумываемся над этим.

Как ты думаешь, американизация усилилась в последние пару десятилетий?

Я родился в 1991 г. в Западной Германии. И тогда уже американизация присутствовала в нашей жизни. Когдя я сейчас по прошествии лет думаю об этом, то да, пожалуй, можно сказать, что американский стиль жизни усиливает свое влияние.

А что ты связываешь с Россией?

Возможно, Вы мне не поверите, но в первую очередь с Россией я связываю богатое природное многообразие. Не стоит рассматривать Россию всегда через призму стереотипов. Россия – огромная страна. Я посетил многие регионы в России, например, озеро Байкал. И я увидел, что Россия таит в себе огромное биологическое разнообразие. Мне вспоминаются сибирские ландшафты, березовые рощи, озеро Байкал, прекрасные горные ландшафты, долины, реки. Кроме того лакомства: пельмени, пряники. Так же, как и в отношении Германии – русские писатели. Есть еще один аспект – олигархи в России. Не то что бы олигархов нет нигде больше, но я думаю, для России это особенно характерно. Их чаще всего можно встретить в сферах добычи нефти и газа. Огромная разница в доходах между богатыми и бедными в России очень заметна. В России нет еще многочисленного среднего класса. Я думаю, он сегодня формируется, но этот процесс протекает не так легко.

А если говорить о людях, то в чем заключаются различия между немцами и русскими?

Я сам не на сто процентов немец. У меня сербские корни, мои родители сербы. Но я вырос в Германии. Когдя я нахожусь в Сербии , в новой культурной обстановке, я замечаю за собой, что у меня есть некоторые немецкие черты, которых у сербов нет.  Здесь в Германии повседневная жизнь имеет четкую структуру. Всё идет по плану. Люди планируют отпуск за полгода, в Сербии этого бы никто не стал делать. Структура, планомерность, пунктуальность, бюрократия – все должно быть в порядке. Каждый шаг твоей жизни должен быть задокументирован. Но это лишь одна сторона медали. С другой стороны, несмотря на всю их серьезнось немцы – жизнерадостные люди.

Что характерно для русских? Открытость прежде всего. Чрезвычайная гостеприимность. В Германии профессиональная сфера жизни и приватная четко отделены друг от друга. В России у меня было такое чувство, что одна сфера жизни проистекает из другой, они взаимосвязаны, поэтому у людей совсем другое отношение к жизни в целом. В Германии на работе я позиционирую себя иначе, чем в моей частной жизни. В таких странах как Россия существует определенная взаимозависимость. Какими я узнал людей в России в их профессиональной сфере, такие же они и вне работы – тут ты видишь некий континуум.

Как ты можешь описать твое общение с людьми из России?

Они интересуются всем, что ты делаешь. Они все выслушивают и спрашивают, что их интересует. В Германии люди размышляют, как лучше построить разговор, что сперва спросить, а что лучше вообще не спрашивать. В Германии очень важно, чтобы собеседник сохранил свое лицо. Здесь бы меня профессор никогда не спросил то, что касается моей личной жизни. В России это встречается на каждом шагу. Люди пытаются сразу построить более доверительные личные отношения. В Германии для этого нужно пройти через многие этапы.

Ты уже упомянул о писателях…Кто из русских писателей тебе нравится?

Я часто соприкасался с творчеством Чехова. Я прочитал короткие рассказы, к тому же на русском, это часть моей учебы. У Чехова мне особенно понравилось его критическое описание общества. Ну и конечно, как личность Чехов чрезвычайно интересен. Нужно себе представить: он не был по профессии писателем, он был врачом. Это был человек с таким широким кругозором, сегодня не так просто встретить таких людей.

Какие ценности на тебя повлияли?

Нельзя сказать, что у меня есть А сербская сторона и Б немецкая. Это как котел, в котором смешаны разные ингридиенты. Нельзя представить себе это так, что когдя я в Сербии, я надеваю «сербскую» маску, а когда в Германии то «немецкую» – это просто невозможно. В процессе общения немцы чувствуют, что я не совсем немец, и сербы тоже чувствуют, что я не совсем серб. Что касается немецкой части меня, то здесь большую роль играют такие ценности как демократия, свобода личности. Свобода личности во многих ее проявлениях, будь то свобода самовыражения или право на неприкосновенность. Я не могу себе представить отказаться от своих свобод. Это не означает, что в Сербии нет демократических свобод. Но есть некоторые отличия, например, в сфере свободы самовыражения. Что касается сербских ценностей, то здесь важна тесная связь с семьей. Люди мыслять еще коллективно. Многие шаги, которые ты предпринимаешь, ты совершаешь не только из своих личных интересов. Бывают ситуации, когда меньше думаешь о себе, а больше о своей семье. Конечно, и во мне присутствует это коллективное сознание. Вот вам простой пример: в Германии это нетипично в моем возрасте жить в доме родителей, в то время как я еще живу с родителями. В Сербии это считается нормальным, что молодые люди достаточно долго остаются в родительском доме. Это не означает, что ты еще не созрел, это означает ответственность за свою семью. Говорят, что когда ты покидаешь родительский дом, то ты берешь ответственность за себя, но точно так же ты несешь ответственность за семью, когда ты живешь дома и получаешь другие обязанности как взрослый человек. Многие люди по-прежнему думают, что если ты живешь дома у родителей, то тогда ты находишься в подчиненном положении. В сербской семье все равноправны и равноценны. Каждый является неотъемлемой частью, без которой существование семьи невозможно.

От себя хочется еще добавить, что люди, имеющие происхождение из другиз стран, обладают большим преимуществом. Ведь можно взять самое лучшее из культуры твоей родины или родины твоих родителей и самое лучшее из культуры той страны, где ты сейчас живешь. И перемешать лучшие ингридиенты! Надо использовать это преимущество!

Aleksandar Tosic studiert europäische Kultur und Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum

30 Jahre freundschaftliche Zusammenarbeit

Was bedeutet es, wenn aus Anlass eines kleinen Jubiläums einer Städtepartnerschaft 90 Menschen, jung und alt, aus Smolensk in der Russischen Föderation in ihre deutsche Partnerstadt Hagen reisen?

Der Oberbürgermeister Erik O. Schulz wusste, dass es ein ganz außergewöhnliches Ereignis ist, wenn unter gegenwärtigen Rahmenbedingungen sich so viele Menschen auf den Weg machen. In seiner Ansprache würdigte er es: „Ganz besonders bedanke ich mich bei rund 90 Besucherinnen und Besuchern aus unserer Partnerstadt Smolensk, die in den zurückliegenden Tagen und Stunden mit dem Bus, der Bahn und dem Flieger auf unterschiedlichen Wegen alle ihr Ziel „Hagen“ erreicht haben. Es ist toll, dass Sie in einer so großen Zahl mehrere Tage lang mit uns gemeinsam den runden Geburtstag unserer Partnerschaft feiern wollen.“

Da fand also mehr statt, als eine offizielle Feier nach 30 Jahren Diplomatie von unten. Da kamen Smolensker Bürger, denen die Beziehung zu Hagen und den Hagenern, mit denen zusammen sie viele Aktivitäten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten organisiert und durchgeführt hatten, wirklich etwas bedeuten. Dass das Fest im Rathaus stattfand, ok, ein würdiger Rahmen. Es wurde aber von Anfang an alles in einem wohlklingenden Dur gestaltet, die dramatischen Akkorde fehlten ganz, Harmonien schwebten durch den Saal bei den Reden, bei den künstlerischen Beiträgen ohnehin.

Sie wollten also endlich wieder einmal in Hagen sein, die Smolensker und das Jubiläum kam gerade recht. Wie schön, dass die Hagener in gleicher Herzlichkeit antworteten. Nicht nur, dass selbstverständlich fast alle Oberbürgermeister, die seit 1985 aus der Stadt an der Volme die Partnerschaft gepflegt und begleitet haben, anwesend waren und viele, die sich als Vorsitzende der Freundschafts- und Partnerschaftsvereine besonders um die Beziehungen verdient gemacht hatten, es waren auch viele Hagener im Saal, die ihre Freundschaft mit ihrem russischen Gegenüber bewiesen hatten durch die konkrete Vorbereitung des Aufenthalts und die vielen Aktivitäten und Begegnungen, an denen sie mitgewirkt hatten.

Bei dem Betrachter aus einer Nachbarstadt, der bei dieser Gelegenheit Gast sein durfte, hat die Veranstaltung jedenfalls einen dauernden Eindruck hinterlassen. Jenseits der „großen Politik“, die die Menschen zur Zeit mehr behindert als zur Begegnung ermuntert, ist hier der Wille spürbar geworden, dass Deutsche und Russen sich ihr gutes Verhältnis, das auf Vertrauen aufbaut und auf gemeinsamem Tun über mehr als eine Generation, nicht einfach nehmen lassen.

Zum Verlauf der Jubiläumsfeier die Informationen in Kürze:

Schon beim Eintritt in den Saal im Hagener Rathaus fällt auf, dass sich dort viele Menschen begegnen, die sich lange kennen und schätzen. Bürgermeister Dr. Fischer kommt mit seinen sehr persönlichen Begrüßungen am Eingang gar nicht nach. Die Stimmung wird sofort aufmerksam und fröhlich, als ein Gitarren-Sextett aus Smolensk das erste Lied anstimmt. Danach begrüßt für die Stadt Hagen als Moderator der Leiter des internationalen Bereichs, Peter Mook. Er macht das locker und den Gästen sehr zugewandt. Katja Sacharowa, die Leiterin der Abteilung für internationale Beziehungen der Stadtverwaltung wird fröhlich begrüßt, zusammen mit weiteren Kollegen aus der Verwaltung der Partnerstadt. Es wird versprochen, es gäbe nur zwei kurze Grußwort und zwei Talkrunden, unterbrochen  und ergänzt durch kulturelle Darbietungen.

Der Hagener Oberbürgermeister Erik O. Schulz nimmt als erster das Wort. Er erinnert an den 15. 11. 1985, den Tag, an dem der Partnerschaftsvertrag zwischen Hagen und Smolensk unterschrieben wurde. Damals war Hagen die 12. bundesdeutsche Stadt mit einer Partnerschaft zu einer Stadt in der Sowjetunion. In Hagen war eine Diskussion im Rat der Stadt über Wettrüsten und Atomwaffen vorausgegangen. Auch wenn die beschlossene Resolution keine großen Wirkungen entfalten konnte, wurde als Konsequenz aus der Diskussion der damalige Oberbürgermeister Rudolf Losskamp beauftragt, eine Stadt in der Sowjetunion zu suchen, die vergleichbare Zerstörungen erlebt hatte wie Hagen.

Zwei  Jahre später wurde die Partnerstadt mit der „Heldenstadt“ Smolensk gegründet, mit dem festen Willen, sich die Hände zu reichen und in politisch schwierigen Zeiten Schritte der Versöhnung zu tun. Vertrauensvoll sollten Vertrauen und Freundschaft aufgebaut werden.

Die Bilanz dieser Arbeit, so OB Schulz, kann sich sehen lassen: Kultur, Schulen und Schüler, Künstler, Verwaltung, thematische Zusammenarbeit in Umwelt und so weiter haben Brücken gebaut, haben Verständnis wachsen lassen. Es sei, so sagt Schulz, eine „faszinierende Partnerschaft“ zu feiern! 90 Besucher aus Smolensk wollten den Friedenswillen ausdrücken. Der am Anfang stehende Apell zu Frieden sei so aktuell wie je zuvor angesichts der Terroranschläge auf Paris am Wochenende zuvor und den Bombenanschlag auf eine russische Passagiermaschine über dem Sinai, bei dem ebenso unschuldige Menschen ihr einzigartiges Leben verloren haben.

Umso wichtiger sei es heute, Freundschaft zu bewahren. Partnerschaften seien „Friedensbewegung von unten“, unterstrich der Oberbürgermeister. Er bedankte sich den Partnerschaftsvereinen und den unterschiedlichen Akteuren der Partnerschaft in 30 Jahren und bezog auch seine Vorgänger im Amt in seiner Rede immer wieder mit ein. Er weist darauf hin, dass in der zweisprachig erstellten Broschüre zu 30 Jahre Städtepartnerschaft  „In inniger Freundschaft“ in (42) Beiträgen deutlich werde, was die Partnerschaft ausmacht. Er wünscht sich für die Zukunft, dass das persönliche Miteinander auch weiterhin im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehe.

Alexander Lysakov, der Leiter der Delegation aus Smolensk, verliest zunächst eine Grußadresse des gerade erst ins Amt gekommenen neuen Oberbürgermeisters von Smolensk Nicolay Alasheev. Der Brief enthält einen Glückwunsch zu einer „auch nach 30 Jahren nicht festgefahrenen Partnerschaft“ an beide Städte. Er würdigt die vielfältigen Aktivitäten, die regelmäßig bis heute stattfinden und einen Austausch in Sport, Jugend, Kultur und Kunst ermöglichen aber vor allem auch eine Vielzahl von privaten Kontakten und Beziehungen hervorgebracht.

Danach wandte sich Alexander Lysakov persönlich an die Versammlung und erinnerte an das 2010 in Smolensk gefeierte 25jährige Jubiläum, an das sich offensichtlich viele im Saal lebhaft erinnerten. Er nannte die Freundschaft zwischen Hagen und Smolensk eine „Aufgabe, an der wir ernsthaft arbeiten müssen“, ganz offensichtlich in Anspielung auf die gegenwärtige politische Situation. Er dankte allen, die in drei Jahrzehnten mitgearbeitet haben und zeigte sich überzeugt, dass das jetzige Treffen neue Impulse in die Beziehungen bringen werde, die „auch zu besseren Beziehungen zwischen Deutschland und der Russischen Föderation beitragen“ werden.

ls nächstes zeigten Mädchen der Smolensker Tanzschule, einer renommierten 40 Jahre alten Einrichtung, zusammen mit jungen Sportlerinnen vom TSV Hagen-Kabel 1882 einen gemeinsam einstudierten Tanz. Nach dieser beeindruckenden Gemeinschaftsleistung überbrachten die Schülerinnen aus Smolensk „als Geschenk an alle Hagener“ noch einen sehr professionell dargebotenen sportlichen Tanz mit perfekten artistischen Einlagen.

Die beiden Talkrunden, in denen aus beiden Partnerstädten Akteure  aus 30 Jahren viele Erinnerungen, Aktivitäten, Begebenheiten und Anekdoten erzählen konnten, boten einen guten Eindruck vom Werden und Entwickeln einer Städtefreundschaft, die vor allem auf das Engagement der Bürger setzt. Immer wieder wurde angeknüpft, an die ersten Hilfstransporte aus Hagen in der schwierigen Übergangssituation zum Ende der Sowjetunion, die beiden Seiten als eine Wende in der Freundschaft der beiden Städte gilt. Auch die Arbeit der Partnerschaftsorganisationen und der Schulen kam besonders deutlich zum Ausdruck. Vielfalt und Kontinuität ist ganz offensichtlich ein Merkmal der Hagen-Smolensk-Partnerschaft. Die meisten der Teilnehmer können auch in der Festschrift mit einem Beitrag gefunden werden.

Zwischen den Talkrunden trug die Sängerin Nina Orlowa ein Lied vor, das die Stimmung im Saal voll traf mit den Zeilen „…lass mich ein in dein Leben,….Lass mich in deine Seele ein…“. Die Veranstaltung schloss in ihrem offiziellen Teil (ohne förmlich gewesen zu sein) mit einem Lied von Stefanie Dahlhaus, das Ulrich Kopitz gewidmet wurde: „Turn Nations into People“ und dessen Text als kleine Hymne an die Partnerschaft zwischen Hagen und Smolensk in drei Sprachen zum Mitsingen vorlag.

Fazit der Veranstaltung: Ein weiterer Beweis, dass Deutsche und Russen in tiefer Freundschaft verbunden sind, die auch die gegenwärtigen politischen Schwierigkeiten der Länder überdauern wird.

Erich G. Fritz

Die Bilder (©Clara Berwe) wurden freundlicher Weise von der Stadt Hagen zur Verfügung gestellt.

Wie hat das mit der Städtepartnerschaft zwischen Rostow am Don und Dortmund eigentlich angefangen?

1973 war die Sowjetunion erstmals Gastland unserer Auslandskulturtage in Dortmund.

Das war eine kleine Sensation, denn das Land präsentierte sich in einer für das westliche Ausland bis dahin nicht gekannten Breite. Es gab viele persönliche Begegnungen in Vereinen, Schulen, Betrieben und bei Veranstaltungen.

Und schon damals wurde das Projekt einer Städtepartnerschaft zwischen Dortmund und einer Stadt in Russland erörtert.

Das Thema wurde danach auf diplomatischer Ebene und im Kreis der Beteiligten weiter diskutiert. 1974 bot der Botschafter der UdSSR in Bonn, Valentin Falin, Oberbürgermeister Günter Samtlebe die offizielle Städtepartnerschaft mit Rostow am Don an. Zum gegenseitigen Kennenlernen gab es wechselseitige Besuche von offiziellen Delegationen, Journalistendelegationen und Fotoausstellungen in beiden Städten bis es letztlich 1977 zur Begründung der Städtepartnerschaft zwischen Rostow am Don und Dortmund kam.

In welchen Bereichen findet die Städtepartnerschaft ihren Niederschlag?

Hervorzuheben ist, dass sich die Partnerschaft mit Rostow am Don sehr stark im kulturellen Bereich zeigt.

Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist das in 2008 gegründete East West European Jazz Orchestra, in dem sich Jazzmusiker aus Rostow am Don und Dortmund zusammengefunden haben.

Das Orchester hat bereits wiederholt Auftritte im Ausland absolviert und wird auch das diesjährige Stadtfest in Rostow am Don wieder musikalisch begleiten. Die fachliche Begleitung und finanzielle Förderung erfolgt im Rahmen der Internationalen Kulturarbeit der Kulturbetriebe.

Und es gibt beispielsweise den Schwimmverein Derne, der immer wieder Sportler aus Rostow am Don in Dortmund zu Gast hat und andersherum auch Sportler nach Rostow am Don schickt.

Besonders gefreut hat uns, dass junge Menschen aus Rostow am Don an den diesjährigen Internationalen Demokratietagen in Dortmund teilgenommen haben. Das Interesse der jungen russischen Gäste an unserer Stadt, aber auch an der Begegnung mit unseren weiteren internationalen Gästen war sehr groß.

Und natürlich ist die kommende Fußball WM 2018 in Russland, die ja auch in Rostow am Don ausgetragen wird, ein Thema der Städtepartnerschaft. Oberbürgermeister Ullrich Sierau konnte bei seinem Besuch in Rostow am Don im Frühjahr diesen Jahres aus den Dortmunder Erfahrungen berichten.

Festzuhalten ist, dass mit allen unseren Partnerstädten die Zusammenarbeit im Wesentlichen auf bürgerschaftlichem Engagement durch Kontakte und Aktivitäten beruht. Diese haben sich im Interesse des Städtepartnerschaftsgedankens im Laufe der Jahre zu einem großen Teil verselbstständigt. Differenzierte Zahlen über sämtliche Kontakte und Austausche stehen deshalb nicht zur Verfügung.

Gibt es auch Schwierigkeiten?

Schwierig gestaltet sich das Zustandekommen einer Partnerschaft zwischen einer Schule in Dortmund und Rostow am Don. Das liegt vorrangig darin begründet, dass es in Dortmund nur wenige Schulen gibt, die Russisch als Fremdsprache anbieten.

Was ist für die Zukunft geplant?

Der im Rahmen der Internationale Demokratietage geknüpfte Kontakt im Bereich der Jugendarbeit soll verfestigt werden. Sicher ist es nicht möglich, jedes Jahr Internationale Demokratietage durchzuführen. Es ist aber möglich, dass sich zwischen den Partnerstädten und zwischen einzelnen Verbänden und Organisationen dauerhaft etwas entwickelt oder aber zeitlich begrenzte Projekte daraus entstehen.

Darüber hinaus ist eine Kooperation mit der Hochschule für Bauwesen in Rostow am Don mit TU oder FH in Dortmund im Gespräch.

Es ist uns auch wichtig,dass die bestehenden Kontakte und Austausche erhalten bleiben. Wir werden das unterstützen und im Rahmen unserer Möglichkeiten mithelfen, diese weiter zu entwickeln.

Warum sind Städtepartnerschaften Ihrer Meinung nach wichtig?

Nach dem Krieg war das Thema Aussöhnung und die Sicherung friedlicher Beziehungen das wichtigste Ziel der Städtepartnerschaftsbewegung. Man war der Meinung, mit der Vermittlung partnerschaftlicher Begegnungen zwischen den Menschen könne es am besten gelingen, diese Ziele zu erreichen. Mit dem Kennenlernen der Kultur des Anderen, ist ein Verstehen einfach besser möglich. Dass Menschen ehemals verfeindeter Nationen Freundschaften schlossen und Vorbehalte abgebaut werden konnten, ist deshalb auch den Städtepartnerschaften zu verdanken.

Vieles hat sich im Laufe der Jahrzehnte im Bereich der Städtepartnerschaftsarbeit, gerade bei den bürgerschaftlichen Begegnungen verselbständigt. Es gilt jedoch nach wie vor, dass wir im Rahmen der städtepartnerschaftlichen Arbeit voneinander profitieren können. Das gilt für viele Bereiche. Insbesondere Kontakte junger Menschen und das Kennenlernen des Anderen im Rahmen von städtepartnerschaftlichen Begegnungen sind nicht durch Urlaubsreisen und das Internet zu ersetzen.

Macht sich der Konflikt in der Ostukraine in Bezug auf die Städtepartnerschaft in irgendeiner Form bemerkbar?

Nein.

Deutsch-russische Städtepartnerschaften können „große Politik“ auch nicht ersetzen. Nach unserem Verständnis bieten sie während Krisen die Möglichkeit, Brücken der Verständigung zu bilden.

Es gibt viele freundschaftliche Beziehungen zwischen den Menschen in Rostow am Don und Dortmund. Diese ermöglichen und garantieren die Lebendigkeit und Stabilität unserer Städtepartnerschaft.

Haben Sie einen persönlichen Bezug zu Russland?

Ja, wir sind beide schon mehrfach im Zusammenhang mit unserer Arbeit in Rostow am Don gewesen. Wir haben ein ausgesprochen freundschaftliches Verhältnis zu den Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die uns mit einem außergewöhnlichen Maß an Herzlichkeit und Gastfreundschaft begegnen, selbst wenn wir längere Zeit nichts voneinander gehört haben.


Jutta Dalka und Andreas Schulz sind Ansprechpartner zum Thema Städtepartnerschaften bei der Stadt Dortmund.

Das Interview führten Maria Khanova und Matthias Mertes.

Wir bieten eine Vielfalt an Sprachkursen an:

– regelmäßigen Kurse am Wochenende, vormittags und abends.

– Intensivkurse in den Ferien und am Wochenende für Bildungsurlauber, Schüler, ältere Mitbürger und Sprachinteressenten

– allgemeinbildende Sprachkurse und Prüfungsvorbereitungskurse (Cambridge English Exams und der TELC GmbH)

Der Gemeinsame Europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GER) teilt Kenntnisse von Lernern in sechs aufsteigende Niveaustufen ein: A1, A2, B1, B2, C1, und C2.

Eine kurze Beschreibung jeder Stufe finden Sie hier: Wikipedia – Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen. Gerne können Sie in unserem Institut einen kostenfreien Einstufungstest in den Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch während unserer Öffnungszeiten ablegen. Bitte planen Sie ca. 30 Minuten dafür ein.

Wenn Sie unsicher sind in welchen Kurs Sie passen, können Sie gerne unentgeltlich zur Probe einen Kurs besuchen bevor Sie sich verbindlich anmelden. Für die Vereinbarung einer Probestunde, sprechen Sie uns bitte an.

Für eine Anmeldung können Sie eine Anmelde-Karte oder den Kurs-Finder auf unserer Homepage nutzen. Zur gegenseitigen Planungssicherheit, bitten wir um eine Anmeldung mindestens 2 Wochen bevor Kursbeginn.

Sobald die Mindestteilnehmerzahl von sieben Anmeldungen erreicht ist, bestätigen wir den Kurs per Email oder SMS. Dies erfolgt spätestens eine Woche vor Kursbeginn. Schülerkurse in den Ferien und Sprachprüfungen (Cambridge English Exams) werden gesondert per Post bestätigt. Wir bitten daher um die korrekte Angabe Ihrer aktuellen Kontaktdaten.

Die ermäßigten Kursgebühren lt. Sprachenprogramm stehen Schülern, Studierenden, Au Pairs, ALRG II Empfängern und Dortmund-Pass-Inhabern zur Verfügung. Bitte reichen Sie hierfür bei der Anmeldung Ihren entsprechenden Ermäßigungsnachweis mit ein.

Die Gebühren für Sprachkurse oder Cambridge English Prüfungen und sind bei Bestätigung oder Teilnahme zu entrichten. Prüfungsgebühren für DaF-Prüfungen sind bei der Anmeldung zu entrichten.

Die Zahlung kann per Überweisung, vor Ort in Bar oder per EC Karte erfolgen. Lastschrift-Einzugsermächtigungen können auf der Rückseite der Anmeldekarte oder im Kurs-Finder auf der Homepage erteilt werden. Unsere Bankverbindung finden Sie im Impressum.

Eine Normalgruppe besteht ab sieben Teilnehmern. Sollte die Teilnehmerzahl bei Kursbeginn geringer sein, kann eine Kleingruppe gebildet werden. In diesem Falle wird mit der Kursgruppe eine Verkürzung der Unterrichtsstundenzahl oder eine anteilige Erhöhung der Kursgebühren abgestimmt. Die entsprechenden Kleingruppenpreise finden Sie in unserem Kurs-Finder auf unserer Homepage.

Jeder Teilnehmer kann sich bis 10 Tage vor Kursbeginn kostenfrei abmelden. Für Teilnehmer der DaF-Intensivkurse (Deutsch als Fremdsprache) gelten die gesonderten Teilnahmebedingungen unter § 8 unser AGBs.

In der Regel findet in den Schulferien oder an Brückentagen kein Unterricht statt.

Alle Teilnehmer erhalten zum Ende des Semesters eine Teilnahmebescheinigung. Um ein externes Zertifikat in Deutsch, Englisch oder Spanisch zu erhalten, können Sie bei uns eine separate Sprachprüfung ablegen.

Wir führen die telc (Deutsch als Fremdsprache), Cambridge English und DELE (Spanisch) Prüfungen durch. Mehr Informationen zu unseren angebotenen Sprachprüfungen.

Ja! Unser Einzelunterricht ist nicht auf den Sprachen im Programm limitiert und wird i.d.R. mit Muttersprachlern durchgeführt. Kontaktieren Sie uns gerne für ein entsprechendes Angebot!

Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie uns gerne kontaktieren unter 0231-838 00 0 oder info@auslandsgesellschaft.de

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