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Unser Haus ist montags – donnerstags von 08:00 – 16:30 und freitags von 08:00 bis 16:00 Uhr nach Terminvereinbarung für Sie geöffnet! Bitte vereinbaren Sie vorher einen Termin:
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Es gibt noch freie Plätze in den Sprachkursen für Schülerinnen und Schüler! Sie finden die Kurse in unserem Kursfinder weiter unten auf der Webseite. Auch für das English-Camp sind noch Anmeldungen möglich! (09.08 – 14.08.2021, 445,00 € / 390,00 € für die ersten fünf Anmeldungen)
Info & Anmeldung: Nina Macioch, fon: 0231 . 838 00 52, mail: macioch@auslandsgesellschaft.de / Dominic Melang, fon: 0231 . 838 00 38, mail: melang@auslandsgesellschaft.de

Jetzt erhältlich: Das neue Sprachenprogramm für das zweite Halbjahr!

Neu: Deutsch-Intensivkurse online bei der Auslandsgesellschaft
Trotz Corona: Weiterkommen im Studium und Beruf
Während der nächste Lockdown vor der Tür steht, die Ausgangssperre beschlossen und das Tragen der FFP-2 Masken zur Pflicht wird, beginnt bei der Auslandsgesellschaft in dieser Woche das neue Semester. Diesmal allerdings finden die Sprachkurse digital statt. Vorreiter sind die Deutsch-Intensivkurse, die den Teilnehmern das gleiche Zeugnis bescheinigen, wie die Kurse in Anwesenheit. Das heißt: Die Dozenten sitzen an ihren Schreibtischen und die Studenten haben die Chance, von zuhause aus Deutsch intensiv zu lernen. Inhaltlich unterscheiden sich die Online-Kurse nicht. Die Lehrwerke sind auf der Lernplattform integriert. Audio, Video, Chat, Übungen, Tests, Gespräche und natürlich Hausaufgaben – eigentlich alles wie immer, nur eben von zu Hause aus. Wer diese Zeit der Corona-bedingten Einschränkungen für seinen Beruf oder Studium nutzen will, der kann dies ab sofort tun. Auch in die bereits angelaufenen Kurse kann man noch einsteigen. Bei Bedarf werden zusätzliche Kurse eingerichtet.
Info & Anmeldung: Christanna Charmpa, fon: 0231 . 838 00 93, mail: charmpa@auslandsgesellschaft.de

Kursfinder

Über dieses Modul können Sie die Kurse anhand der vorausgewählten Sprache finden.

Wir haben schon öfters über das Potenzial der deutsch-russischen Beziehungen und über die Umstände, die die Kooperation erschweren, geschrieben. Wenn es aber um Verständigung und Respekt geht, können solche Beiträge nie überflüssig sein. Das Interview wurde von Dirk Berger durchgeführt und ist im Jubiläumsmagazin der Auslandsgesellschaft erschienen. 

Herr Fritz, Sie haben im Rahmen Ihrer politischen Tätigkeit viel über das Verhältnis Deutschlands zu Russland veröffentlicht. In welchen Punkten fühlen Sie sich bestätigt, in welchen nicht?

Erich G. Fritz: Russland hat das Potenzial zur Veränderung und die Struktur, diese Veränderungen zu verhindern. Es gibt eine Vielzahl von Menschen im politischen Apparat, die Modernisierungen in politischer, wirtschaftlicher und technischer Hinsicht wollen – allerdings gibt es andererseits auch ein Beharrungsvermögen, das sich alte Größe, Stärke und Identität aus der Zeit der Sowjetunion, teilweise sogar noch aus der Zarenzeit orientiert.

Woher rührt das?

Erich G. Fritz: Das hat etwas mit Bedeutungsverlust zu tun. Man muss bedenken, dass das Land nach dem Zerfall der Sowjetunion einen wahnsinnigen Umbruch hinter sich hat. Zuerst ging der Supermachtstatus verloren, dann gab es eine Phase der Raubprivatisierung, die Demokratie genannt wurde. Dann sollten sich mit einem Mal Parteien organisiert in einem Land, das – übertrieben gesagt – Menschen noch nicht mal einen Sportverein organisieren ließ. Und die Rentner hatten kaum mehr etwas zu leben. Die Gesellschaft fiel auseinander, es ging nur noch um Besitz. In dieser Phase hat Putin der normalen Bevölkerung deutlich gemacht: Ich nehme euch wieder ernst, der Staat erhält seine alte Stärke. Er legte wieder Hand auf die Bodensätze im Land, und er stärkte die Machtvertikale. Gouverneure wurden wieder von Moskau aus bestimmt und nicht mehr gewählt, Non-Government-Organisations müssen sich anmelden, bevor sie anfangen können zu arbeiten und stehen unter staatlichen Kontrolle. Das staatliche Fernsehen sendet, was Putin will, und die Richter sind nicht wirklich unabhängig.

Wie weit ist das Land auf diesem Weg?

Erich G. Fritz: Es gibt immer noch eine Angst vor der Moderne. Zu sowjetischen Zeiten hat man Unterschiede zwischen Arm und Reich oder auch ethnischer Art gar nicht wahrgenommen. Doch wenn man zukunftsfähig werden will, muss man sich den Unterschiedlichkeiten der Gesellschaft stellen. Denn das Wachsen von Kreativität und Leistungsbereitschaft hat etwas mit Differenziertheit zu tun. Man muss versöhnen, dann kann man Vorteile daraus ziehen. Die Nomenklatura aber kann sich ein Reich der Unterschiede dicht vorstellen.

Man sieht es ja gerade: Russland ist nicht unbedingt ein guter Nachbar. Mit der Ukraine in einer militärischen Auseinandersetzung, und auch die baltischen Staaten befürchten ein Eingreifen Russlands.

Erich G. Fritz: Ja, man kommt relativ schnell an einen Punkt, an dem es mit Russland schwierig wird. Wenn es nach der Ukraine gegangen wäre, wäre das Land ja bereits Mitglied der NATO. Ganz klar, dass Russland die Annäherung der Ukraine der Ukraine an die EU und die NATO wie eine Intervention des Westens betrachtet. Fehler wurden auf beiden Seiten gemacht.

Sehen Sie die Gefahr einer Ausweitung des Konfliktes?

Erich G. Fritz: Grundsätzlich glaube ich nicht, dass jemand in Westeuropa für die Ukraine zu den Waffen greift. Die baltischen Staaten sind NATO-Mitglieder, da sieht das anders aus – aber das wissen die Russen auch.

Könnten die Lieferungen von Öl und Gas aus Russland Druckmittel in der Auseinandersetzung werden?

Erich G. Fritz: Die Energieabhängigkeit ist doch gegenseitig. Russland wird weiter drauf angewiesen sein, Rohstoffe nach Westeuropa zu liefern. Auch wenn sich das Land jetzt nach Fernost wendet, um Gas und Öl dorthin zu verkaufen: Die Versorgungsströme lassen sich nicht so einfach umswitchen. Russland ist von der Lieferung genauso abhängig wie wir vom Bezug. Der politischen Führung ist sehr bewusst, dass sie ohne diese Einnahmen schnell am Ende wäre. Denn ein Großteil davon geht nicht in die Entwicklung des Landes, sondern in die Verteilung. Abgesehen davon: Durch das Fracking in Nordamerika hat ein Preisverfall eingesetzt. Russland weiß also, was es an den langfristigen Lieferverträgen mit Europa hat.

Was kann man denn auf einer Ebene unterhalb der Politik tun, um das Verhältnis zu entspannen?

Erich G. Fritz: Erst einmal muss man verbale Grenzen einhalten. Sich verbal auszutoben, das ist kein besonders schlauer Beitrag zur Politik. Es ist keine Zeit markiger Worte. Von Putin hören wir sie, aber das sollte gerade den Unterschied ausmachen. Dann muss man eines sehen: Die gesamte Elite Russlands ist an Westeuropa interessiert, die Leute wollen nicht nach China. Und was die Verflechtungen unter einander anbelangt: Es gibt viele funktionierende Partnerschaften mit russischen Städten, wenn auch die Entfernung und die sprachliche Barriere Schwierigkeiten darstellen. Wenn man Geld in die Hand nehmen würde, um das Studieren beziehungsweise die Berufsausbildung junger Menschen im jeweils anderen Land zu unterstützen, könnte man viel Verständnis entwickeln. Wäre es angesichts des Fachkräftemangels bei uns nicht reizvoll, bestens ausgebildete Russen hier studieren zu lassen? So etwas könnte man von unten wachsen lassen – bis es irgendwann mal in der Politik ankommt. Man kann doch sagen: Das deutsch-russische Verhältnis ist geprägt von größtmöglicher Zuneigung bei weitgehender Unfähigkeit, den anderen zu verstehen. Daran muss man arbeiten.

Interview: Dirk Berger. Fotos: Jochen Linz

Erich G. Fritz war von 1990 bis 2013 Mitglied der CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages. Weitere Funktionen (Auswahl): von 1994 bis 2002 außenwirtschaftlicher Sprecher seiner Fraktion, seit 1998 Vorsitzender des Unterausschusses Globalisierung/Regionalisierung bzw. seit 1998 Globalisierung und Außenwirtschaft des Auswärtigen Ausschusses. Er war ferner Mitglied der Deutsch-Russischen Parlamentariergruppe. Fritz ist seit 1981 Mitglied im Vorstand der Auslandsgesellschaft NRW, seit 1983 in der Fraktion des Vizepräsidenten.

Was verbindest du persönlich mit Russland und mit Deutschland?

Ich fange mit Deutschland an. Mit Deutschland verbinde ich zunächst Technik, Fortschritt, eine hohe wirtschaftliche Leistung. Dazu gehören auch unzählige Schriftsteller. Aber natürlich auch die bayerische Weißwurst, die Deutsche Bahn und Bier. Was Gleichaltrige angeht, so ist für Deutschland ein gewisser Amerikanismus typisch. Man lebt amerikanischen Lifestyle viel mehr als man denkt. Es ist einfach drin, ohne dass man das begreift.

Was denkst du, ist Amerikanismus in den letzten paar Jahrzehnten präsenter geworden?

Ich bin 1991 in Westdeutschland geboren. Damals war der Amerikanismus schon da. Wenn ich jetzt im Nachhinein reflektiere, dann sehe ich, dass der amerikanische Lebensstil zunimmt.

Was verbindest du mit Russland?

Das mag man mir vielleicht nicht glauben, aber an erster Stelle verbinde ich mit Russland eine natürliche ökologische Vielfalt. Man muss Russland nicht nur immer aus einer stereotypisierten Perspektive betrachten. Russland ist ein riesiges Land. Dadurch, dass ich einige Bereiche in Russland besucht habe, wie z.B. den Baikalsee, habe ich gesehen, dass Russland  eine große natürliche biologische Vielfalt einschließt. Ich denke dabei an sibirische Landschaften, Birkenwälder, den Baikalsee, schöne Gebirgslandschaften, Täler, Flüsse etc. Des Weiteren noch typische Leckereien: Pelmeni, Prjaniki usw. Wie auch in Bezug auf Deutschland, spielen Schriftsteller eine wesentliche Rolle. Da gibt es noch einen Punkt – Oligarchen in Russland. Nicht, dass es Oligarchen sonst nirgendwo gäbe, aber ich meine, für Russland ist es besonders typisch. Sie sind vor allem im Bereich der Öl- und Gasindustrie zu präsent. Eine Riesenspalte, eine weitgehende Schere zwischen Arm und Reich ist in Russland ganz klar zu sehen. Man hat noch keine große Mittelschicht. Ich glaube eine Mittelschicht etabliert sich mittlerweile, aber sie hat es auch nicht einfach.

Wenn wir jetzt über Menschen sprechen, worin liegen Unterschiede zwischen Deutschen und Russen?

Ich bin selbst nicht ganz deutsch. Ich hab einen serbischen Background; meine Eltern sind Serben, ich bin aber in Deutschland aufgewachsen. Wenn ich mein Verhalten reflektiere, vor allem wenn ich in Serbien bin, in einem anderen kulturellen Umfeld, merke ich, dass ich viele deutsche Züge habe, die die Serben wiederum nicht haben. Menschen strukturieren hier in Deutschland ihren Alltag sehr klar. Es läuft alles planmäßig. Man plant den Urlaub ein halbes Jahr voraus, aber in Serbien würde das keiner machen. Struktur, Planmäßigkeit, Pünktlichkeit, Bürokratie – alles muss seine Ordnung haben. Jeder Lebensschritt muss dokumentiert werden. Das ist die eine Seite. Andererseits sind Deutsche trotz ihrer „Ernsthaftigkeit“ sehr lebensfroh.

Was für Russen typisch ist? Offenheit auf jeden Fall. Extreme Gastfreudigkeit. In Deutschland sind privates und berufliches sehr voneinander getrennt. In Russland habe ich das Gefühl, dass verschiedene Sphären des Alltags ineinanderfließen, dass die Menschen ganz anders eingestellt sind zum gesamten Leben. In Deutschland würde ich mich im privaten Leben anders präsentieren als auf der Arbeit. In Ländern wie Russland hat man einen gewissen Fluss. Wie ich die Menschen in Russland im beruflichen oder akademischen Alltag kennengelernt habe, so sind sie auch privat – da merkt man ein Kontinuum.

Wie kannst du deine Begegnungen mit Russen beschreiben?

Sie sind an allem interessiert, was du machst. Sie würden sich alles anhören und alles fragen was sie interessiert. In Deutschland würde man überlegen, wie strukturiere ich das Gespräch, was frage ich zuerst, was frage ich lieber nicht. In Deutschland achtet man sehr darauf, dass man das Gesicht des anderen wahrt. Mich würde hier ein Professor niemals über Dinge fragen, die zu sehr ins Private gehen. In Russland war das gang und gäbe. Man baut sofort einen persönlichen Bezug zueinander. Hier in Deutschland muss das über mehrere Etappen verlaufen.

Du hast bereits Schriftsteller erwähnt…Welche russischen Schriftsteller gefallen dir?

Ich habe mich häufig mit Tschechow befasst. Ich habe einige seiner Kurzgeschichten gelesen, dann auch auf Russisch, das gehört zu meinem Lernprozess. Was mir sehr gefallen hat, ist seine kritische Darstellung der Gesellschaft. Tschechow als Person finde ich ohnehin total interessant. Man muss sich vorstellen: er war beruflich kein Schriftsteller, sondern er war Arzt. Das war ein Mensch, der so eine Art Rund um- Bildung hatte, wie man es heute nicht so einfach findet.

Welche Werte haben dich geprägt?

Ich kann nicht sagen, dass ich a) eine serbische Seite habe und b) eine deutsche. Ich bin eher wie ein Topf, in dem verschiedene Zutaten drin sind. Es ist nicht so, dass wenn ich mit Serben bin, ich eine serbische Maske aufziehe, und wenn ich mit Deutschen bin, dann eine deutsche – das funktioniert einfach nicht. Deutsche spüren, dass ich nicht 100% deutsch bin, wiederum spüren Serben, dass ich nicht 100% serbisch bin. Was den deutschen Anteil in meinem Selbst angeht, spielen vor allem Demokratie und persönliche Freiheiten eine große Rolle. Persönliche Freiheiten in jeglicher Form, sei es Meinungsfreiheit oder Recht auf Unversehrtheit. Ich könnte mir nicht vorstellen auf meine Freiheiten zu verzichten. Das heißt nicht, dass es in Serbien keine Freiheiten gibt. Es gibt aber Unterschiede, z.B. im Bereich Meinungsfreiheit. Was serbische Werte angeht, so habe ich einen starken Bezug zu meiner Familie. Man denkt noch sehr familiär und kollektiv. Viele Schritte, die du tust, tust du nicht unbedingt aus deinem individuellen Interesse heraus. Du überlegst, inwiefern Taten etwas deiner Familie bringen, welche Konsequenzen sie haben. Es gibt Situationen, in denen man viel weniger an sich denkt, sondern viel mehr an eigene Familie. Da ist noch ein enormes Kollektivbewusstsein in mir drin. Ein ganz einfaches Beispiel: es ist für Deutschland untypisch, dass man in meinem Alter noch bei den Eltern lebt. In Serbien ist das alerdings ganz normal, dass man in einem relativ hohen Alter noch zu Hause lebt. Das hat damit nichts zu tun dass man nicht reif ist, sondern eher mit einem Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Familie. Man sagt, wenn man auszieht, dann übernimmt man erst Verantwortung. Aber man übernimmt ebenfalls Verantwortung, wenn man zu Hause bleibt und mit diversen Aufgaben konfrontiert wird. In vielen Menschen ist noch dieses Denken da: solange man zu Hause wohnt, sind die Eltern ober- und du bist quasi untergeordnet. Man muss sich davon lösen. In einer serbischen Familie ist jeder auf derselben Hierarchieebene. Jeder ist ein wichtiger Teil, ohne welches vieles nicht funktioniert.

 Am Ende unseres Gesprächs dachte ich mir: es ist ein großer Vorteil für Menschen mit einem Migrationshintergrund oder einer Migrationsgeschichte in der Familie. Man kann das Beste aus seinem Heimatland oder dem Heimatland seiner Eltern nehmen und aus dem Land wo man wohnt und dann die besten Zutaten in einem Topf vermischen. Diesen Vorteil muss man nutzen!

Interview mit Aleksandar Tosic hat Maria Khavanova durchgeführt.

Aleksandar Tosic studiert europäische Kultur und Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum

Wie wir schon geschrieben haben, war die Konferenz „Deutschland und Russland: Wege zur Sicherheit und Frieden in Europa“ ein bedeutendes Ereignis für die deutsch-russischen Beziehungen. Deutsch-Russische Akademie hat im Nachhinein ein Interview mit Franz Thönnes, einem der Diskussionsteilnehmern. durchgeführt.

Wie ist Ihr Eindruck von der Konferenz? Ist der Dialog zwischen den Teilnehmern ihrer Meinung nach gelungen? Können solche Konferenzen etwas in den deutsch-russischen Beziehungen bewegen?

Dialog hat eher am Rande der Tagung, und nur eingeschränkt auf dem Podium stattgefunden. Man hat mit einander geredet, aber es war kein Dialog unter den Teilnehmern der Podiumsdiskussion. Es wäre gut, wenn Redner Bezug auf einander genommen hätten. Ob solche Konferenzen etwas bewegen können? Ja, es ist wichtig unterschiedliche Sichtweisen wahrzunehmen, um mit einander zu sprechen. Dann kann man Übereinstimmungen finden. Und vielleicht können daraus dann gemeinsame Projekte entstehen.

Noch vor der politischen Krise zwischen Russland und Europa wurde viel über  die Modernisierungspartnerschaft gesprochen. Sehen Sie eine Möglichkeit für den Neuanfang der Modernisierungspartnerschaft mit Russland? Welche Rolle kann Deutschland dabei spielen?

Hier muss man sich zuerst fragen, was beinhaltet die Modernisierungspartnerschaft? Das sind Rechtzusammenarbeit, Energieeffizienz, Zusammenarbeit im Bereich Gesundheitswesen, Weiterbildung, Zivilgesellschaft.

Russland braucht dringende wirtschaftliche Modernisierung. Ende 2013 hat der russische Präsident Wladimir Putin die Reformdefizite in der russischen Wirtschaft angesprochen. Neulich hat German Gref, Präsident von Sberbank, auf dem Petersburger Dialog die Abhängigkeit der russischen Wirtschaft von Erdöl und Erdgas betont. Mangelnde Investitionen, fehlende Innovationen und ausstehende Reformen in der Verwaltung erschweren diese Abhängigkeit. Deutschland ist bereit für die Zusammenarbeit in der Modernisierungspartnerschaft. Das wurde nochmal auf einer bilateralen Unternehmensplattform und dem Forum Zivilgesellschaft in Berlin bestätigt. Zum Beispiel könnten die Bereiche der Aus- und Weiterbildung sowie die Transformation sowie Modernisierung der Wirtschaft in Monostädten interessante wichtige Zukunftsfelder sein. Die Frage ist, ob unsere russischen Partner das Gleiche wollen.

Was halten Sie als Politiker von der „Diplomatie von unten“ und von dem bürgerschaftlichen Engagement in der deutsch-russischen Partnerschaft?

Diplomatie von unten ist eine tragende Säule unserer Beziehung. Zivilgesellschaft ist unverzichtbar. Es gibt viele Dialogformen, die zwischen Deutschland und Russland existieren: Petersburger Dialog, Deutsch-Russisches Forum, Jugendaustausch, viele Städte-, Schul- und Hochschulpartnerschaften sowie die Kontakte der Nichtregierungsorganisationen. Es gilt jedoch die Gewähr zu haben, dass die zivilgesellschaftlichen Organisationen auf russischer Seite nicht Gefahr laufen, bei der Zusammenarbeit unter das sogenannte „ausländische Agentengesetz“ zu fallen.

2012 haben Sie in Ihrer Rede über die Modernisierung Russlands für Partnerschaften zwischen Kommunalpolitikern, für ein deutsch-russisches Jugendwerk plädiert und auch für eine Visaliberalisierung. Wie sehen Sie diese Initiativen in heutiger politischer Situation?

Zusammenarbeit auf lokaler Ebene kann nützlich und effektiv für den Dialog zwischen Deutschland und Russland sein, weil die Kommunalpolitiker durch gemeinsame Handlungsfelder und durch vergleichbare Herausforderungen auch Kooperationsmöglichkeiten finden können.

Was die Visaliberalisierung betrifft, so wurden solche Ideen vor der Krise bereits intensiv diskutiert. Jetzt sind diese Pläne aber wegen der völkerrechtlichen Annexion der Krim auf Eis gelegt. Trotzdem muss man die Idee der Visaliberalisierung nicht aus dem Auge verlieren. Visaliberalisierung bedeutet Menschen zusammenzubringen und den Meinungsaustausch zu erleichtern, deswegen kann das die deutsch-russischen Beziehungen voranbringen. Aber Russland darf nicht vergessen, dass Deutschland Mitglied des Schengenabkommens ist. Wir können  solche Entscheidungen nur zusammen mit den anderen Mitgliedstaaten der Schengenzone treffen. Ich plädiere dafür, dass erleichterte Visaregelungen in einem ersten Schritt vielleicht für junge Menschen vereinfacht werden sollten. Das würde natürlich gerade den Schülern, Jugendlichen und Studenten zugutekommen. Hierdurch würde auch die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gestärkt.

Was kann auf der Ebene der einfachen Bürger getan werden, damit sich die gesellschaftliche Kooperation zwischen Deutschland und Russland weiter entwickelt?

Die Rahmenbedingungen für den Dialog sind heute leider etwa ungünstig. Zuerst müssen wir auf aggressive Rhetorik verzichten, die besonders häufig in den Zeitungen und Medien vorkommt – das alles verhärtet die Bereitschaft sich zusammenzufinden.

Darüber hinaus empfehle ich, wenn man auf Reisen im jeweils anderen Land ist, nicht nur touristische Zentren und Attraktionen zu besuchen, sondern auch zu versuchen  mit der Bevölkerung des Landes zu sprechen.

Hier kommen wir wieder zum Thema Jugendaustausch. Russland ist ein wichtiger Partner für die Schulen. Beim Erlernen der Sprache und Kultur des Partners, durch gegenseitige Besuche entwickelt man Interesse zu einem anderen Land.

Russen und Deutsche wohnen auf demselben Kontinent. Unser Zusammenleben und eine friedliche Zukunft in gemeinsamer Sicherheit sind nur miteinander und nicht gegeneinander möglich.

(c) Susi Knoll und Florian Jaenicke

Franz Thönnes, MdB, stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, Parlamentarischer Staatssekretär a.D., SPD-Bundestagsfraktion

Ein kurzes aber sehr lesenswertes Interview mit Gerhard Schröder, das auf russlandkontrovers.de erschienen ist.

Europa ist stabil, weil es auf den beiden Säulen NATO und EU beruht. Das eint unseren Kontinent und macht ihn sicherer als jemals zuvor. Doch Russland rebelliert. Warum verstehen die Russen nicht, dass NATO und EU für sie keine Gefahr sind?

Ob Europa aktuell so stabil und geeint ist, wie Sie meinen, das ist ja fraglich. Zumindest in der Flüchtlingspolitik gehen die Positionen weit auseinander. Die Europäische Union steht vor großen Herausforderungen. Wir haben den Konflikt in der Ukraine, die Situation im Nahen und Mittleren Osten und die sich daraus ergebenden Flüchtlingsströme. Und auch die Euro-Krise ist bei weitem nicht überwunden. Also ist Europa gut beraten, nicht auch noch die Kontroverse mit Russland weiter anzuheizen. Daher müssen wir die Sicherheitsinteressen Russlands ernst nehmen, zumindest ernster als sie bisher genommen wurden. Das gilt auch für eine mögliche NATO-Mitgliedschaft der Ukraine, die ich für falsch halte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat gesagt, sollte der Ukraine-Konflikt einmal gelöst werden, würde sich Deutschland für den Aufbau eines gemeinsamen Raumes mit Russland stark machen. Hätte dieses Ziel nicht vielleicht schon in ihrer Amtszeit verwirklicht werden können?

Wir haben im Jahr 2003 vereinbart, vier gemeinsame Räume zu schaffen, um das zwischen Russland und der EU geschlossene Partnerschafts- und Kooperationsabkommen mit Leben zu füllen: einen Wirtschaftsraum, einen Raum der inneren Sicherheit, einen Raum der äußeren Sicherheit und einen Raum der Forschung, Bildung und Kultur. Und da gab es durchaus Erfolge, etwa die zahlreichen Kooperationen zwischen Hochschulen oder die wachsende Zahl von Städtepartnerschaften. Im zivilgesellschaftlichen Bereich haben wir den Petersburger Dialog geründet, der hoffentlich seine frühere Bedeutung wieder erlangen wird. Auch der Beitritt Russlands zur WTO und die Aufnahme in die G7 waren Meilensteine. Der wirtschaftliche Austausch ist stetig angewachsen. Das waren Erfolge einer auf Partnerschaft angelegten Russlandpolitik. Aber heute stehen wir vor anderen Herausforderungen. Wir brauchen eine stabile Friedens- und Sicherheitsarchitektur in Europa. Das gibt es nach meiner Auffassung nur in einer Sicherheitspartnerschaft mit Russland. Diese kann nur auf der Anerkennung der jeweiligen Interessen und dem Ausgleich dieser Interessen basieren.

Was wären für Sie die rationalen Schritte, um nach der Ukraine-Krise den Dialog mit Moskau über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa voranzutreiben?

Das setzt auf beiden Seiten Änderungen in der Rhetorik, im Verhalten und in der Politik voraus. Mein Eindruck ist, dass diese Einsicht in der deutschen, der europäischen und der russischen Politik wächst. Es ist gut, dass die USA und Russland wieder miteinander reden. Das Gespräch zwischen dem amerikanischen und dem russischen Präsidenten in New York hat gezeigt, dass es eine Reihe von gemeinsamen Interessen gibt. Wir brauchen Dialog und Kooperation statt Sanktionen und Drohungen.

Original: http://russlandkontrovers.de/potsdamer-begegnungen-2015-basteln-am-gemeinsamen-europaeischen-haus/

Диалог и сотрудничество вместо санкций и угроз

Интервью с Герхардом Шрёдером на www.russlandkontrovers.de

RK: Европа стабильна, поскольку она основана на двух столпах НАТО и ЕС. Это объединяет наш континент и делает его надежнее, чем когда-либо. Но Россия бунтует. Почему русские не понимают, что НАТО и ЕС для них не опасность?

Шрёдер: То, что Европа в настоящее время стабильна и едина, как Вы считаете, это спорный момент. По крайней мере, в политике по делам беженцев позиции далеко расходятся. Европейский союз сталкивается с серьезными проблемами. У нас существует конфликт в Украине, ситуация на Ближнем и Среднем Востоке и в результате этого – потоки беженцев. Кроме того, кризис евро далеко не преодолен. Таким образом, Европе не следует в дальнейшем обострять споры с Россией. Поэтому мы должны воспринимать всерьез интересы безопасности России, по крайней мере, серьезнее, чем воспринимали раньше. Это также относится и к возможному членству в НАТО Украины, которое я считаю ошибочным.

RK: Федеральный канцлер Ангела Меркель говорила, если конфликт в Украине однажды будет решен, Германия будет твердо выступать за построение общего пространства с Россией. Может ли эта цель осуществиться уже во время ее пребывания в должности?

Шрёдер: В 2013 году мы договорились создать четыре общих пространства, чтобы наполнить жизнью заключенные между Россией и ЕС Соглашения о партнерстве и сотрудничестве: экономическое пространство, пространство внутренней и внешней безопасности и пространство в области науки, образования и культуры. Были зафиксированы значительные успехи, например, многочисленные сотрудничества между университетами или растущее количество городов-побратимов. В сфере гражданского общества мы основали «Петербургский диалог», который, надеюсь, вернет свое былое значение снова. Вступление России в ВТО и включение в G7 были также значительными событиями. Объем торговли неуклонно рос. Таковы были успехи политики по отношению к России, основанной на партнерстве. Но сегодня мы столкнулись с другими проблемами. Мы нуждаемся в стабильной архитектуре мира и безопасности в Европе. На мой взгляд, это возможно только в партнерстве с Россией в сфере безопасности. Данное партнерство может быть основано только на признании и учете соответствующих интересов.

RK: Какими были бы для Вас рациональные шаги для продвижения диалога с Москвой по безопасности и сотрудничеству в Европе после кризиса в Украине?

Шрёдер: Это предполагает изменения в риторике, поведении и политике с обеих сторон. У меня складывается впечатление, что осознание этого растет в немецкой, европейской и российской политиках. Это хорошо, что США и Россия снова говорят друг с другом. Разговор между американским и российским президентами в Нью-Йорке показал, что существует ряд общих интересов. Мы нуждаемся в диалоге и сотрудничестве вместо санкций и угроз.

Am 28. September hatte ich eine gute Möglichkeit im Namen unseres Projektes Konferen „Russland und Deutschland: Wege zu Sicherheit und Frieden in Europa“. Hier ist ein Interview mit einem angesehenen Experten Prof.Dr.Peter Schulze.

Deutsch-Russische Akademie: Wie ist Ihr Eindruck von der heutigen Konferenz? Ist der Dialog zwischen den Teilnehmern ihrer Meinung nach gelungen? Können solche Konferenzen etwas in den deutsch-russischen Beziehungen bewegen?

Peter Schulze: Das Thema ist gut gestellt. Wir müssen raus aus diesen schrecklichen Situationen, in denen wir uns befinden, praktisch nah von Sprachlosigkeit, Abbruch vom Dialog. Wenn das passiert, dann gibt es immer riesengroße Schwierigkeiten des Neuanfangs und der Lösungsfindung. Insofern ist diese Konferenz ein zusätzlicher guter Stein, diesen Dialog wieder aufzunehmen und den offen zu führen, so dass über eine offene, nicht gelogene, nicht ideologische Orientierung Ansatzpunkte des beidseitigen Verständnisses gefunden werden. Und ich glaube, das ist auf der Konferenz gelungen.

DRA: Das Thema der Sanktionspolitik wurde mehrmals auf der Konferenz angesprochen. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit der Weg von der Sanktionspolitik zum Dialog begangen werden kann?

Peter Schulze: Es gibt bisher keine Erleichterung in der Sanktionspolitik. Die Sanktionspolitik wird auf jeden Fall bis Ende des Jahres laufen. Wenn bis dahin nicht auf der oberen Regierungsebene und im Normandie- Prozess (Minsk 2) eine nachvollziehbare Umsetzung der Bestimmung sichtbar geworden ist, dann werden die Sanktionen auf 2016 weiter laufen. Das einzige wovon wir ausgehen können, dass aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in einigen europäische Länder inklusive Ungarn und die mediterranen EU-Mitgliedstaaten diese Sanktionen gesellschaftlich und politisch nicht ankommen werden und es keine Verschärfung geben wird. Aber eine Aufkündigung ist nicht in Sicht. Wir befinden uns in einer sehr unübersichtlichen Lage. Das ist nicht nur eine europäische Sanktionspolitik ist, im Hintergrund stehen die Amerikaner mit noch schärferen Sanktionen. Solange USA sich nicht bewegt und die wird sich möglicherweise nicht bewegen bis zum November nächstes Jahres, wenn dort Präsidentschaftswahlen sind. Wenn wir einer republikanischen Präsidenten bekommen, a la Tramp oder noch rechter und noch polemischer, dann ist es auch nicht sicher, dass es zu einer Lockerung der Sanktionen kommen wird. Nur dann könnte es passieren, dass es ab November oder ab 2017 in der Europäischen Union noch mehr Widerstand gegen die Sanktionen geben wird. Das ist eine vorsichtige Einschätzung, ob es so kommt, kann ich nicht sagen, aber aller Wahrscheinlichkeit nach, wird der Ablauf so sein. Andererseits muss man sagen, weder Obama, noch die deutsche Bundesregierung, noch einige Mitgliedstaaten des alten Europas haben ein Interesse daran eine harte Sanktionspolitik unendlich fortzusetzen, weil das uns ökonomisch selbst schadet. Vielleicht haben wir bis zu amerikanischen Wahlen eine Chance, Sanktionen bisschen zu lockern. Aber das würde bedeuten Konfrontation mit den USA. Und keiner will das.

DRA: Was halten Sie von der These Egon Bahrs, dass Deutschland und Russland eine „Verantwortungsgemeinschaft“ für die Sicherheit Europas und die Lösung internationaler Brennpunkte bilden muss?
Peter Schulze: Diese These ist richtig, weil sie so einfach ist. Aber sie ist nicht umsetzbar. Egon Bahr hat völlig Recht. Aber deutsche Politik ist nicht die bestimmende Politik im Ostgeschäft. Das war sie vielleicht bis 2008. Nach dem Eintritt der zentral- und mitteleuropäischen Staaten in die Europäische Union und vorher schon in die NATO ist es zu einer Auseinandersetzung zwischen der deutschen Ostpolitik und völlig anderer Sichtweise, einer Konfrontationspolitik, die von Polen, baltischen Staaten aber auch von Schweden und Englandvorgeschlagen wurde, gekommen. Wer dominiert europäische Ostpolitik? Deutschland hat seine dominante Stellung in dieser Frage verloren und kann jetzt nur dagegen halten, dass es zu keinen extremen politischen Exzessen kommt.
DRA: Trotz aller politischen Krisen gibt es ein festes Fundament für Kontakte zwischen Russen und Deutschen. Was halten Sie von der „Diplomatie von unten“ und von dem bürgerschaftlichem Engagement in der deutsch-russischen Partnerschaft?

Peter Schulze: Die Diplomatie von unten gibt es durch die Städtepartnerschaften, regionale Partnerschaften oder universitären Austauschprogramme. Deutsch politische Stiftungen und Gewerkschaften arbeiten in diese Richtung. Das ist ein solides Fundament. Nur gibt es darüber hinaus mentale Strömung, atmosphärische Vergiftung, die zu einer gewissen Zurückhaltung und Ängstlichkeit in der Volksdiplomatie führen. Das darf man nicht außer Acht lassen. Nur hört die große Politik in Berlin viel mehr an Paris, Warschau und besonders Washington als an eigene Bürger. Man kann nur darauf hoffen und immer wieder ermuntern, dass immer mehr Druck von unten kommt und über politische Parteien, Gewerkschaften, soziale Bewegungen in die Politik hinein gepresst wird. Auf die Medien können wir uns nicht mehr verlassen.

Interview hat Maria Khavanova durchgeführt.

Wie hat das mit der Städtepartnerschaft zwischen Rostow am Don und Dortmund eigentlich angefangen?

1973 war die Sowjetunion erstmals Gastland unserer Auslandskulturtage in Dortmund.

Das war eine kleine Sensation, denn das Land präsentierte sich in einer für das westliche Ausland bis dahin nicht gekannten Breite. Es gab viele persönliche Begegnungen in Vereinen, Schulen, Betrieben und bei Veranstaltungen.

Und schon damals wurde das Projekt einer Städtepartnerschaft zwischen Dortmund und einer Stadt in Russland erörtert.

Das Thema wurde danach auf diplomatischer Ebene und im Kreis der Beteiligten weiter diskutiert. 1974 bot der Botschafter der UdSSR in Bonn, Valentin Falin, Oberbürgermeister Günter Samtlebe die offizielle Städtepartnerschaft mit Rostow am Don an. Zum gegenseitigen Kennenlernen gab es wechselseitige Besuche von offiziellen Delegationen, Journalistendelegationen und Fotoausstellungen in beiden Städten bis es letztlich 1977 zur Begründung der Städtepartnerschaft zwischen Rostow am Don und Dortmund kam.

In welchen Bereichen findet die Städtepartnerschaft ihren Niederschlag?

Hervorzuheben ist, dass sich die Partnerschaft mit Rostow am Don sehr stark im kulturellen Bereich zeigt.

Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist das in 2008 gegründete East West European Jazz Orchestra, in dem sich Jazzmusiker aus Rostow am Don und Dortmund zusammengefunden haben.

Das Orchester hat bereits wiederholt Auftritte im Ausland absolviert und wird auch das diesjährige Stadtfest in Rostow am Don wieder musikalisch begleiten. Die fachliche Begleitung und finanzielle Förderung erfolgt im Rahmen der Internationalen Kulturarbeit der Kulturbetriebe.

Und es gibt beispielsweise den Schwimmverein Derne, der immer wieder Sportler aus Rostow am Don in Dortmund zu Gast hat und andersherum auch Sportler nach Rostow am Don schickt.

Besonders gefreut hat uns, dass junge Menschen aus Rostow am Don an den diesjährigen Internationalen Demokratietagen in Dortmund teilgenommen haben. Das Interesse der jungen russischen Gäste an unserer Stadt, aber auch an der Begegnung mit unseren weiteren internationalen Gästen war sehr groß.

Und natürlich ist die kommende Fußball WM 2018 in Russland, die ja auch in Rostow am Don ausgetragen wird, ein Thema der Städtepartnerschaft. Oberbürgermeister Ullrich Sierau konnte bei seinem Besuch in Rostow am Don im Frühjahr diesen Jahres aus den Dortmunder Erfahrungen berichten.

Festzuhalten ist, dass mit allen unseren Partnerstädten die Zusammenarbeit im Wesentlichen auf bürgerschaftlichem Engagement durch Kontakte und Aktivitäten beruht. Diese haben sich im Interesse des Städtepartnerschaftsgedankens im Laufe der Jahre zu einem großen Teil verselbstständigt. Differenzierte Zahlen über sämtliche Kontakte und Austausche stehen deshalb nicht zur Verfügung.

Gibt es auch Schwierigkeiten?

Schwierig gestaltet sich das Zustandekommen einer Partnerschaft zwischen einer Schule in Dortmund und Rostow am Don. Das liegt vorrangig darin begründet, dass es in Dortmund nur wenige Schulen gibt, die Russisch als Fremdsprache anbieten.

Was ist für die Zukunft geplant?

Der im Rahmen der Internationale Demokratietage geknüpfte Kontakt im Bereich der Jugendarbeit soll verfestigt werden. Sicher ist es nicht möglich, jedes Jahr Internationale Demokratietage durchzuführen. Es ist aber möglich, dass sich zwischen den Partnerstädten und zwischen einzelnen Verbänden und Organisationen dauerhaft etwas entwickelt oder aber zeitlich begrenzte Projekte daraus entstehen.

Darüber hinaus ist eine Kooperation mit der Hochschule für Bauwesen in Rostow am Don mit TU oder FH in Dortmund im Gespräch.

Es ist uns auch wichtig,dass die bestehenden Kontakte und Austausche erhalten bleiben. Wir werden das unterstützen und im Rahmen unserer Möglichkeiten mithelfen, diese weiter zu entwickeln.

Warum sind Städtepartnerschaften Ihrer Meinung nach wichtig?

Nach dem Krieg war das Thema Aussöhnung und die Sicherung friedlicher Beziehungen das wichtigste Ziel der Städtepartnerschaftsbewegung. Man war der Meinung, mit der Vermittlung partnerschaftlicher Begegnungen zwischen den Menschen könne es am besten gelingen, diese Ziele zu erreichen. Mit dem Kennenlernen der Kultur des Anderen, ist ein Verstehen einfach besser möglich. Dass Menschen ehemals verfeindeter Nationen Freundschaften schlossen und Vorbehalte abgebaut werden konnten, ist deshalb auch den Städtepartnerschaften zu verdanken.

Vieles hat sich im Laufe der Jahrzehnte im Bereich der Städtepartnerschaftsarbeit, gerade bei den bürgerschaftlichen Begegnungen verselbständigt. Es gilt jedoch nach wie vor, dass wir im Rahmen der städtepartnerschaftlichen Arbeit voneinander profitieren können. Das gilt für viele Bereiche. Insbesondere Kontakte junger Menschen und das Kennenlernen des Anderen im Rahmen von städtepartnerschaftlichen Begegnungen sind nicht durch Urlaubsreisen und das Internet zu ersetzen.

Macht sich der Konflikt in der Ostukraine in Bezug auf die Städtepartnerschaft in irgendeiner Form bemerkbar?

Nein.

Deutsch-russische Städtepartnerschaften können „große Politik“ auch nicht ersetzen. Nach unserem Verständnis bieten sie während Krisen die Möglichkeit, Brücken der Verständigung zu bilden.

Es gibt viele freundschaftliche Beziehungen zwischen den Menschen in Rostow am Don und Dortmund. Diese ermöglichen und garantieren die Lebendigkeit und Stabilität unserer Städtepartnerschaft.

Haben Sie einen persönlichen Bezug zu Russland?

Ja, wir sind beide schon mehrfach im Zusammenhang mit unserer Arbeit in Rostow am Don gewesen. Wir haben ein ausgesprochen freundschaftliches Verhältnis zu den Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die uns mit einem außergewöhnlichen Maß an Herzlichkeit und Gastfreundschaft begegnen, selbst wenn wir längere Zeit nichts voneinander gehört haben.


Jutta Dalka und Andreas Schulz sind Ansprechpartner zum Thema Städtepartnerschaften bei der Stadt Dortmund.

Das Interview führten Maria Khanova und Matthias Mertes.

Was verbinden Sie persönlich mit Deutschland?

Ich bin in meiner Heimatstadt Syktywkar in Russland in eine Schule mit erweitertem Deutschunterricht gegangen. In der Grundschule haben wir deutsche Kinderlieder gesungen, Erntedankfest und Fasching gefeiert, dann später haben die Lehrer uns mit Geographie, Geschichte, Literatur und Kunst bekannt gemacht. Natürlich bekam ich den Wunsch, das alles irgendwann mit meinen eigenen Augen zu sehen, was ich in der Schule gelernt habe. So war ich zuerst auf einer kurzen Studienreise nach Bremen, dann länger, für ein Auslandssemester in Magdeburg. Als ich mit meinem Studium in Sankt-Petersburg fertig war, wollte ich versuchen noch länger in diesem Land zu bleiben, das ich sehr mag. Und ich habe es nie bereut: Ich habe ein tolles freiwilliges soziales Jahr in Dortmund erlebt und jetzt studiere ich in Bochum. Es macht Spaß, Deutschland immer mehr kennenzulernen.

Was glauben Sie, worin liegen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Deutschen und Russen?

Es gibt in Russland ein Sprichwort: „Was für den Russen gut ist, ist für den Deutschen tödlich“. Das stimmt längst nicht mehr! Es gibt viel mehr Gemeinsamkeiten zwischen uns, als man denkt. Russen sind ebenso wie Deutsche nachdenklich und nicht oberflächlich, manchmal auch melancholisch. Einer der Unterschiede über den ich gerne diskutiere liegt in der politischen Kultur. Manche Deutsche aus meinem Bekanntenkreis sind politisch oder gesellschaftlich engagiert. Man kann häufig Anti-Nazi-Demos sehen und jede Menge politische Aktionen. Ich bedauere sehr, dass die Russen sich nicht trauen auf die Straßen zu gehen und zu demonstrieren, weil diese politischen Aktivitäten Konsequenzen haben können. Die meisten meiner Landsleute kaufen der Regierung ab, was sie sagt.

Was schätzen Sie an Russland/Deutschland?

Russland ist mein Heimatland. Und ich werde es schätzen und lieben, trotz aller negativen Entwicklungen. Wonach ich mich jetzt am meisten sehne, ist die russische Natur mit ihren unüberschaubaren Wäldern und Feldern, blauen Flüssen und weißem Schnee im Winter. Deutschland als Land liebe ich auch sehr, sonst wäre ich nicht hierhergekommen.  Was ich an Deutschland schätze, ist, dass der Mensch hier eine wichtige Rolle spielt. Das sieht man am Sozialsystem, an den Beziehungen zwischen Macht und Gesellschaft. Klar, soziale Ungleichheiten gibt es in allen Ländern, aber ich glaube, die deutsche Gesellschaft legt viel Wert auf die menschliche Würde. Trotz der Krise fühle ich in Deutschland eine gewisse Stabilität, Dynamik und Hoffnung, dass man in seiner Entwicklung vorankommt.

Ihre persönlichen Begegnungen mit Russen/Deutschen?

Meine erste Begegnung mit Deutschen ist geschehen, als ich in der 10. Klasse war und nach Berlin gereist bin, um dort unser Schulprojekt zu präsentieren. Im Projekt ging es um Zeitzeugen des Krieges, die sich Völkerverständigung und Frieden engagieren. Damals hat es mich sehr beeindruckt wie viel Interesse Deutsche an unserer gemeinsamen Geschichte haben und dem, was wir, Kinder, in unserem Projekt gemacht haben. Seitdem habe ich viele Kontakte zu Deutschen gehabt und kann einiges dazu sagen: Es kann nicht ganz einfach sein einen Deutschen als Freund zu gewinnen. Aber wenn Freundschaft entsteht, ist das eine echte Freundschaft. Deutsche sind zuverlässige und verständnisvolle Freunde.

Wie sehen das Verhältnis von Deutschen und Russen in 5/10 Jahren?

Wenn wir den Dialog auf menschlicher Ebene (Schüler- und Studentenaustausch, Geschäftsreisen, Tourismus) weiter aufrecht halten, sollte das Verhältnis zwischen unseren Völkern weiter positiv entwickeln, weil es auf beiden Seiten genug vernünftige Leute gibt, die Politik von zwischenmenschlichen Beziehungen unterscheiden können. Ich wünschte mir nur, dass die Bedingungen für die Einreise gelockert werden.

Welchen Autor aus dem anderen Land kennen Sie und warum gefällt er Ihnen?

Einige Menschen in  Russland haben ein falsches Bild von Deutschen, das aus den Kriegsfilmen kommt. Die, die Deutschland und Deutsche ein bisschen mehr kennen, sprechen über Pragmatismus und Arbeitsamkeit der Deutschen. Ich habe in der Schule und auch während des Studiums einige Werke von Goethe und Schiller gelesen. Ich glaube, diese deutschen Klassiker können den Schlüssel zur deutschen Seele geben.  Als ich einige Gedichte von Goethe und  Schiller gelernt habe, habe ich bemerkt, wie schön und facettenreich die deutsche Sprache ist.

„Wenn rufe ich an, wenn ich Europa sprechen will?“  (Zitat Henry Kissinger)

Dann muss man junge Leute anrufen, würde ich sagen. Ich nehme an einem Projekt namens „Kolleg Europa“ teil.  Im Rahmen dieses Projektes engagieren sich Studenten für Solidarität in Europa und erforschen dieses Thema auch wissenschaftlich. Ich kann sagen, dass wir, junge Leute, Europa brauchen und es voran bringen können und wollen.  Was deutsch-russische Beziehungen angeht, so spielt Geschichte hier eine enorm wichtige Rolle, sie ist das Fundament für unsere Freundschaft. Man muss aber nicht nur in Vergangenheit etwas Gemeinsames suchen, sondern  auch neue Brücken bauen, was den jungen Leuten zusteht. Außerdem sind junge Leute in ihrem  Denken flexibler und sind von Traumata der Vergangenheit nicht geprägt.

Maria Khavanova wurde in Syktywkar, Russland geboren. Sie hat in Sankt-Petersburg Internationale Beziehungen Studiert, danach freiwilliges soziales Jahr in Dortmund gemacht. Jetzt studiert Maria Europäische Kultur und Wirtschaft an der Ruhr-Universität Bochum.

Что связывает Вас с Германией?

В моем родном  городе Сыктывкаре в России я ходила в школу с углубленным изучением немецкого. В начальной школе мы пели детские песни на немецком, праздновали праздник урожая и карнавал, затем учителя познакомили нас с немецкой географией, историей, литературой и искусством. Конечно же мне захотелось увидеть  когда-нибудь своими глазами то, о чем рассказывали в школе.  Так сначала я была в учебно-ознакомительной поездке в Бремене, потом уже дольше на семестре по обмену в Магдебурге. Когда я закончила учебу в Санкт-Петербурге, мне захотелось пожить дольше в стране, которая мне так нравится. Я не пожалела о своем решении: у меня был замечательный волонтерский год в Дортмунде, а сейчас я учусь в Бохуме. Мне нравится узнавать Германию все больше.

Как Вы думаете, в чем заключаются общие и различные черты между немцами и русскими?

В России есть поговорка: «Что для русского хорошо, то немцу смерть». Это давно уже не так! У нас есть гораздо больше общего, чем принято думать. Русские, как и немцы, не поверхностныее и так же склонны к размышлениям, иногда меланхоличные. Одно из различий, о котором я люблю поспорить, заключается в политической культуре. Многие знакомые немцы имеют активную гражданскую позицию. На улицах можно часто увидеть демонстрации против неонацистов и множество других политических акций. Мне очень жаль, что люди в России больше не решаются выходить на улицы с демонстрациями, потому что такая политическая активность может иметь последствия. Большинство наших соотечественников верят всему, что скажет правительство.

Что Вы цените в России,  а что в Германии?

Россия – это моя Родина. И я буду ее любить и ценить, несмотря на все негативные события. Больше всего сейчас я скучаю по русской природе с ее необозримыми лесами и полями, голубыми реками и белым снегом зимой. Германию как страну я тоже люблю, иначе бы я сюда не приехала. Что я ценю в Германии, так это то, что здесь человек играет важную роль. Это видно на примере социальной системы, на примере взаимоотношений власти и общества. Конечно, социальное неравенство есть во всех странах, но я считаю, немецкое общество придает большое значение человеческому достоинству. Несмотря на кризис в Германии я чувствую определенную стабильность, динамику и надежду, что можно в своем развитии продвинуться вперед.

Как Вы можете описать контакты с немцами?

Мое первое знакомство с немцами случилось, когда я  в 10 классе поехала в Берлин, чтобы представлять там наш школьный проект. Проект был посвящен свидетелям войны, которые всю жизнь ратовали за дело мира и дружбы народов. Тогда меня очень поразило, насколько немцы заинтересованы нашей общей историей и тем, что мы, дети делали в этом проекте. С тех пор у меня было много контактов с немцами, и я могу сказать следующее: не всегда просто подружиться с немцами, но если дружба возникает, то это настоящая дружба. Немцы – надежные и  понимающие друзья.

Каковы отношения между немцами и русскими в 5/10 лет?

Если мы будем продолжать диалог на уровне личных контактов (школьные и студенческие обмены, командировки, туризм), то отношения между немцами и русскими и дальше должны развиваться позитивно, так как с обеих сторон есть достаточно разумных людей, которые отличают межличностные отношения от политики. Я бы только хотела, чтобы условия для въезда были упрощены.

Каких писателей или деятелей искусства из Германии Вы знаете и почему они Вам нравятся?

Некоторые люди в России имеют неправильное представление о немцах, которое они получили из фильмов о войне. Те, кто знают Германию и немцев немного лучше, говорят о немецком прагматизме и трудолюбии. Я читала в школе и во время учебы в университете некоторые произведения Гете и Шиллера. Я думаю, что эти немецкие классики могут дать разгадку к немецкой душе. Когда я учила стихи Гете и Шиллера, я поняла насколько прекрасен немецкий язык.

 «К кому мне надо обращаться, если я хочу говорить с Европой?» (Цитата Генри Киссинджера)

Я бы сказала, тогда нужно обращаться к молодежи. Я принимаю участие в проекте под названием «Коллег Европа». В рамках этого проекта студенты пытаются укрепить солидарность в Европе и исследуют научные аспекты этой темы. Я могу сказать, что нам, молодым людям, Европа нужна и мы можем и хотим продвигать ее вперед. Что касается российско-германских отношений, то здесь история играет очень важную роль, она фундамент нашей дружбы. Но нужно искать что-то общее между нами не только в истории, нужно также строить новые мосты, это как раз должна делать молодежь. Кроме того молодые люди имеют зачастую гибкое мышлении и не травмированы трагичным прошлым.

Мария Хаванова родилась в Сыктывкаре в России. Она изучала международные отношения в Санкт-Петербурге, а затем прошла волонтерский год в Auslandsgesellschaft в Дортмунде. Сейчас Мария изучает культуру и экономику Европы в Рурском Университете в Бохуме.

Ein Europa ohne Russland  – das wäre eine Tragödie

Dieser Mann ist ein Urgestein. Eines, für das man sich Zeit nimmt. Und das mit Freude. Vor allem deswegen, weil man etwas geschenkt bekommt, das es heute kaum noch gibt: Es ist die gefundene Trophäe eines journalistischen Wühlers in Gestalt einer Persönlichkeit, die „was“ zu sagen hat.

Werner Nass ist ein Mann, der in Dortmund Geschichte gemacht hat. Er ist derjenige, der 1989 Gorbatschow nach Dortmund holte. Dass dieser tatsächlich kommen würde, daran glaubte zunächst niemand. Aber als dann der Gorbatschow-Zug Fahrt aufnahm, hatte der Erfolg wie immer, hinterher viele Väter.

Der einzig wirkliche Vater ist jedoch Werner Nass.

Stolz nennt er sein Motto: Diplomatie von unten. „Ich habe immer als Betriebsrat agiert, und genau der Einladung der Arbeiter – dem ist Gorbatschow auch gefolgt.“

Anfang der 80er Jahre, erzählt Nass, war die Welt politischer. „Überall wehte der Hauch von Politik“. Da hätten sie den Politikern gezeigt und gesagt, wo es langgeht. Da waren die Belegschaften genauso auf der Straße wie die Studenten und Bürger. Es ging um viel zu Zeiten des Eisernen Vorhangs.

Immer wieder Thema war der Frieden und mit ihm die Abrüstung, die 1982 in den Nato-Doppelbeschluss mündete. „Da wurden bei uns Raketen stationiert, die dem Friedenswillen entgegenstanden“. Natürlich war er bei der Großdemonstration in Bonn 1983 mit 400.000 Menschen auch dabei. Nass hat sich den Blick über den Tellerrand immer bewahrt. So war er 1983 auch zum ersten Mal in der damaligen Sowjetunion. Man muss sich vorstellen, das war der damalige Feind. Gegen ihn richteten sich all die stationierten Pershing II und Cruise Missiles-Raketen. Die NATO stationierte Waffen gegen den Vorgarten der UdSSR. „Das war nicht richtig, dagegen haben wir damals vehement protestiert.“ Wie viele Kilometer er bei Demonstration gegen die Aufrüstung und für die Entspannungspolitik gelaufen ist, das weiß er nicht mehr.

Es kam dann noch eines hinzu: Er wollte den Blick hinter den Eisernen Vorhang wagen. Getreu dem Motto „100-mal lesen ist gut, 1-mal sehen ist besser“ machte sich Nass 1983 zum ersten Mal auf den Weg. Er wollte sehen und erleben, was sich tatsächlich in der UdSSR abspielte.

Bis heute reist er jedes Jahr nach Russland. Seit über 30 Jahren. „Wir waren und sind immer noch Freunde“. Die Freundschaft hat alles überdauert: UdSSR, Glasnost und Perestrojka und Putin. Diese Freundschaft kann nichts aus der Bahn werfen. Die bleibt.

1987 war er dann zum ersten Mal in einen Stahlkombinat, im zweitgrößten Stahlkonzern in Russland. Jedes Jahr geht die Reise wieder dorthin. Der Gegenbesuch ist immer im Dezember. Der Grund für diesen Zeitpunkt ist einfach und naheliegend: „Die mögen unseren Weihnachtsmarkt so sehr“, erzählt Nass mit einem Lächeln im Gesicht.

Dass es der Betriebsratsvorsitzende war, der es schafft den 1. Mann der Weltmacht Sowjetunion in seinen Betrieb zu holen und nicht die Konzernleitung, ist nicht nur seinem starken und eisernen Willen, sondern auch seiner unermüdlichen Hartnäckigkeit und guten Kontakten zu verdanken. Kurz: Nass war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. 1988 war Helmut Kohl zum Staatsbesuch in Moskau, Nass bekam mit, dass ein Gegenbesuch geplant sei. „Da hatten wir bereits bessere Kontakte, wir waren doch längst im engeren Kreis“. Er nutzte seinen vorhandenen Draht zum Stellvertreter Gorbatschows.

Das sei schon ein bisschen frech gewesen, meint er wieder grinsend, aber schließlich gehöre das zur Diplomatie von unten.

Er selbst ist groß geworden mit der Entspannungspolitik Willy Brandts. „Der Kniefall in Warschau von ihm hat mir schon sehr imponiert“. Man verfolgte die Annäherung in kleinen Schritten, „gegen den erbitterten Widerstand der Konservativen in Deutschland“.

Jetzt sind die Gespräche in Russland schon ein wenig schwieriger geworden. „Ich habe niemanden getroffen, der nicht hinter Putin steht“. Man müsse sich in die russische Seele versetzen. Dieses Volk habe unendlich gelitten. 27 Millionen Menschen ermordet, trotzdem habe er nie Hass gespürt. Natürlich sind sie sehr stolz darauf, dass sie es waren, die die Nazis besiegt haben. Es gibt kein Dorf, in dem die Nazis nicht ihre Blutspuren hinterlassen haben.

Werner Nass folgt einem Weg. Und das ist der des miteinander Sprechens. „Wir dürfen dem russischen Volk nicht das Gesicht nehmen. Die Sanktionen haben nur den Erfolg, dass sie alle enger gegen uns zusammenrücken und zu Putin stehen.“

Für Werner Nass gibt es viele Gemeinsamkeiten zwischen Russen und Deutschen. „In den letzten 200 Jahren gab es mehr gute als schlechte Begegnungen zwischen uns“. Es gäbe ein Ur-Verständnis zwischen den beiden Kulturen, „irgendwie ticken wir gleich oder sehr ähnlich“.

Wie er das Verhältnis in 5 oder 10 Jahren sieht? Tja, Hellseher sei er nicht. Aber hoffen würde er, dass Russland dann in die Wertegemeinschaft Europas eingebunden ist. „Ein Europa ohne Russland – das wäre eine Tragödie“.

Das Interview führte Martina Plum.

Werner Nass

1940            geboren

1954             Ausbildung zum Schmelzschweißer | erst bei Ferrostahl, dann bei Hoesch Westfalenhütte

1959 – 1975 Wechselschicht Breitband Walzwerk

1967           Vertrauensmann

1972            Vorsitzender der Vertrauenskörperleitung

1975            Betriebsrat

1979            Geschäftsführung des Betriebsrates

1987            Betriebsratsvorsitzender, Nachfolger seines Mentors Kurt Schrade

1989            Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates

1996            Vorsitzender des europäischen Betriebsrates

2001            seit 30. Juni im Ruhestand

Als Aufsichtsratsmitglied hat er alle Höhen und Tiefen der Stahlkrise erlebt.

Werner Nass und Michail Gorbatschow (1989). Foto: Franz Luthe

Was sind Ihre persönlichen Begegnungen mit Russen?

„Da gibt es ganz viele. Unser Unternehmen ist für Kunden in Moskau, St. Petersburg und vielen anderen Städten Russland mit unserem Werk in Pskov und deutscher Unterstützung tätig. Da gibt es sehr viele Begegnungen mit Russen. Alle haben eins gemeinsam: Die Menschen begegnen uns sehr freundlich, sehr herzlich. Sie kommen uns und unseren Produkten mit sehr großem Interesse entgegen.

Die Menschen kommen uns aber nicht nur auf der geschäftlichen Ebene, sondern auch persönlich entgegen. Auch mit nicht alltäglichen Dingen, als sehr nette Geste. So haben Sie uns auch bereits zum Bootsfahren auf einem früheren Patrouillenboot eingeladen. Oder zum Eisangeln – bestens organisiert von der Stadtverwaltung von der Fahrt, über Kleidung und köstlicher Verpflegung.

So waren wir mal bei – 15 Grad auf dem Eis und die Frau des stellvertretenden Bürgermeisters von Pskov sorgte sich um meine Frau. Diese wiederum nahm immer ihre Kapuze ab. Damit war die Frau des stellvertretenden Bürgermeisters ganz und gar nicht einverstanden. Sie hatte Sorgen, dass sich meine Frau erkältet. Das hat sie ihr dann auch mehrmals gesagt. „Um Himmels willen, nicht, dass Sie sich erkälten…

Ich habe so viele menschliche und persönliche Begegnungen mit Russen gehabt, dass ich sie gar nicht alleine alle aufzählen kann…

Seit 2 Jahren bilden wir auch in Russland dual aus. D.h.: Theoretisch und praktisch lernen die russischen Azubis in Russland und in Deutschland ihr Handwerk und erhalten als Abschluss den deutschen Gesellenbrief.

Die Menschen waren und sind uns immer das Wichtigste. Das war schon so, als mein Vater den Betrieb führte. Und das ist auch bei mir so.

Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede?

Klar gibt es die. Manchmal habe ich den Eindruck, als ob Russen wesentlich komplizierter denken als wir. Wenn ich Nein sage, dann meine ich genau das. Und nicht eventuell etwas anderes. Wir treffen Vereinbarungen, damit sie eingehalten werden.

Wenn es Unterscheide gibt, dann liegen sie aber meist in den persönlichen Unterschieden. Die eine Person ist so, die andere anderes. Das hat mit Russen und oder Deutschen nichts zu tun.

Ich führe unseren Betrieb mit sehr kooperativem Führunsgstil. Wenn mir ein Mitarbeiter ein Problem schildert, dann frage ich ihn, was würden Sie jetzt machen an meiner Stelle? Meist kommen wir dann zu der von ihm vorgeschlagenen Lösung, auf jeden Fall aber zu einer für alle zu tragenden Lösung.

Russen sind ähnlich ernsthaft wie wir. Sie sind genauso wie wir sehr ernste Menschen, sie sind sehr strebsam. Manchmal sogar noch mehr als wir. Vor allem sind sie eins: sehr intelligent. Und immer wieder eines: Sehr herzlich. Das ist das, was ich hier in Deutschland mittlerweile vielfach vermisse. Hier ist es insgesamt kälter geworden.

Was schätzen Sie an Russen, was an Deutschen?

Ich schätze vor allem die Zuverlässigkeit. Das ist für einen ehrbaren Kaufmann das Wichtigste. Und das schätze ich auf beiden Seiten.

Unsere Gemeinsamkeiten stehen auf einem fruchtbaren Boden. Wenn wir ihn weiter beackern, können wir gemeinsam das ernten, was wir säen.

Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen Russen und Deutschen in 5 oder in 10 Jahren?

Ich hoffe, dass sich die menschliche Ebene positiv entwickeln wird. Und das trotz der Politik – hoffentlich bald wieder mit der Politik. Wir werden dort weiter investieren.

Für mich steht  Corporate Social Responsibility im Mittelpunkt des Unternehmens statt dem reinen Gewinn. Wenn ich den Menschen und die Verantwortung ihm gegenüber nicht in den Fokus rücke, dann nutzt der größte Gewinn nichts.  Wer den Kopf in den Wolken hat, der sollte auch dafür sorgen,  dass er mit den Füßen auf dem Boden bleibt. Das hat mein Vater zu mir gesagt. Und daran halte ich mich.

Statt von Gewinnmaximierung um jeden Preis spreche ich lieber von Gewinnoptimierung. Und das bedeutet vor allem, den Gewinn erzielen, der erzielbar ist bei fairem Umgang mit allen an seiner Erzielung Beteiligten. Mitarbeiter ebenso wie Kunden, Lieferanten und weitere Wirtschaftspartner.

Wenn ich mich daran halte, dann kann auch unser eh gutes Verhältnis zu Russen keinen Schaden nehmen.

Das sehe  ich positiv ebenso in 5 und in 10 Jahren.  Wenn wir uns um uns und unsere Mitmenschen in anderen Ländern kümmern, dann wird der Umgang keinen Schaden nehmen

Das Interview führte Martina Plum.

Heinz-Herbert Dustmann ist seit 1990 der Präsident der DULA-Gruppe. Eines der führenden Unternehmen Europas im Bereich Ladengestaltung und Innenausbau. Er hat die Leitung des Unternehmens von seinem Vater übernommen, der es 1953 gegründet hat. Seit 2005 sind ist Dula in Russland mit einem eigenen Werk tätig; insgesamt sind es über 1000 Mitarbeiter, die an 8 Produktionsstätten in Deutschland, Spanien und Russland sowie in Büros in diesen Ländern und darüber hinaus in England und Dubai für Kunden weltweit tätig sind.

Wir bieten eine Vielfalt an Sprachkursen an:

– regelmäßigen Kurse am Wochenende, vormittags und abends.

– Intensivkurse in den Ferien und am Wochenende für Bildungsurlauber, Schüler, ältere Mitbürger und Sprachinteressenten

– allgemeinbildende Sprachkurse und Prüfungsvorbereitungskurse (Cambridge English Exams und der TELC GmbH)

Der Gemeinsame Europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GER) teilt Kenntnisse von Lernern in sechs aufsteigende Niveaustufen ein: A1, A2, B1, B2, C1, und C2.

Eine kurze Beschreibung jeder Stufe finden Sie hier: Wikipedia – Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen. Gerne können Sie in unserem Institut einen kostenfreien Einstufungstest in den Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch während unserer Öffnungszeiten ablegen. Bitte planen Sie ca. 30 Minuten dafür ein.

Wenn Sie unsicher sind in welchen Kurs Sie passen, können Sie gerne unentgeltlich zur Probe einen Kurs besuchen bevor Sie sich verbindlich anmelden. Für die Vereinbarung einer Probestunde, sprechen Sie uns bitte an.

Für eine Anmeldung können Sie eine Anmelde-Karte oder den Kurs-Finder auf unserer Homepage nutzen. Zur gegenseitigen Planungssicherheit, bitten wir um eine Anmeldung mindestens 2 Wochen bevor Kursbeginn.

Sobald die Mindestteilnehmerzahl von sieben Anmeldungen erreicht ist, bestätigen wir den Kurs per Email oder SMS. Dies erfolgt spätestens eine Woche vor Kursbeginn. Schülerkurse in den Ferien und Sprachprüfungen (Cambridge English Exams) werden gesondert per Post bestätigt. Wir bitten daher um die korrekte Angabe Ihrer aktuellen Kontaktdaten.

Die ermäßigten Kursgebühren lt. Sprachenprogramm stehen Schülern, Studierenden, Au Pairs, ALRG II Empfängern und Dortmund-Pass-Inhabern zur Verfügung. Bitte reichen Sie hierfür bei der Anmeldung Ihren entsprechenden Ermäßigungsnachweis mit ein.

Die Gebühren für Sprachkurse oder Cambridge English Prüfungen und sind bei Bestätigung oder Teilnahme zu entrichten. Prüfungsgebühren für DaF-Prüfungen sind bei der Anmeldung zu entrichten.

Die Zahlung kann per Überweisung, vor Ort in Bar oder per EC Karte erfolgen. Lastschrift-Einzugsermächtigungen können auf der Rückseite der Anmeldekarte oder im Kurs-Finder auf der Homepage erteilt werden. Unsere Bankverbindung finden Sie im Impressum.

Eine Normalgruppe besteht ab sieben Teilnehmern. Sollte die Teilnehmerzahl bei Kursbeginn geringer sein, kann eine Kleingruppe gebildet werden. In diesem Falle wird mit der Kursgruppe eine Verkürzung der Unterrichtsstundenzahl oder eine anteilige Erhöhung der Kursgebühren abgestimmt. Die entsprechenden Kleingruppenpreise finden Sie in unserem Kurs-Finder auf unserer Homepage.

Jeder Teilnehmer kann sich bis 10 Tage vor Kursbeginn kostenfrei abmelden. Für Teilnehmer der DaF-Intensivkurse (Deutsch als Fremdsprache) gelten die gesonderten Teilnahmebedingungen unter § 8 unser AGBs.

In der Regel findet in den Schulferien oder an Brückentagen kein Unterricht statt.

Alle Teilnehmer erhalten zum Ende des Semesters eine Teilnahmebescheinigung. Um ein externes Zertifikat in Deutsch, Englisch oder Spanisch zu erhalten, können Sie bei uns eine separate Sprachprüfung ablegen.

Wir führen die telc (Deutsch als Fremdsprache), Cambridge English und DELE (Spanisch) Prüfungen durch. Mehr Informationen zu unseren angebotenen Sprachprüfungen.

Ja! Unser Einzelunterricht ist nicht auf den Sprachen im Programm limitiert und wird i.d.R. mit Muttersprachlern durchgeführt. Kontaktieren Sie uns gerne für ein entsprechendes Angebot!

Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie uns gerne kontaktieren unter 0231-838 00 0 oder info@auslandsgesellschaft.de

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