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Sprachen lernen.

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Unser Haus ist montags – donnerstags von 08:00 – 20:00 und freitags von 08:00 bis 16:00 Uhr nach Terminvereinbarung für Sie geöffnet!
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Das neue Semester des Fremdsprachenbereichs hat am 30.08.2021 begonnen. Für die Schülerkurse in den Herbstferien sind noch Anmeldungen möglich!
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Deutsch-Intensivkurse online bei der Auslandsgesellschaft
Auch die Deutsch-Intensivkurse finden seit dem 15.09.2021 wieder in Präsenz in der Aulandsgesellschaft.de statt.
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Eine neue Diplomatie in Zeiten weltweiter Vernetzung

Es ist kein ganz neuer Gedanke, dass die Menschen unterschiedlicher Länder über die Grenzen hinweg Beziehungen entwickeln können, die stärker sind als die staatlich-politischen Beziehungen zu bestimmten Zeiten sind oder sein können.

In neuerer Zeit beobachte ich aber wieder stärker die Auseinandersetzung mit dem, was – unterschiedlich, aber mit gleicher Intention – „Volksdiplomatie“, „Bürgerdiplomatie“ oder „kommunale Diplomatie“ genannt wird. Ich möchte im Folgenden versuchen, Gemeinsamkeiten und Unterscheidungen bei diesen Begriffen zu finden, die einen Kern der Arbeit der Deutsch-Russischen Akademie Ruhr beschreiben.

Volksdiplomatie

Der Begriff der Volksdiplomatie hat bereits eine lange Geschichte. Er war ein in der Sowjetzeit ein Synonym für die Vorstellung, ein ganzes Volk, das hinter seiner – der sowjetischen – Regierung stehe, wende sich, an den Regierungen vorbei an die Arbeiterklasse anderer Länder, allerdings ganz im Sinne ihrer Regierung.

Diese Sichtweise ist sicher nicht der Hintergrund neuer Diskussionen über eine Volksdiplomatie. Vielmehr ist heute die Vorstellung weit verbreitet, dass in einer offenen und vernetzten Welt der Austausch von Meinungen und Positionen eben nicht Regierungen vorbehalten bleibe, schon gar nicht, wenn sie sich als unfähig zur Lösung von Problemen erweisen, sondern vielmehr in der Verantwortung „des Volkes“ lägen.

Fritz Pleitgen schreibt in einer E-Mail an die Deutsch-Russische Akademie Ruhr, sein „alter Freund Lew Kopelew“ habe von Volksdiplomatie gesprochen. Eine solche könne „in der Tat der Politik helfen, neue Pfade einzuschlagen.“ Die Stadt Wolgograd hat im Jahr 2015 einen Kongress zum ersten UNO-Tag der Städte abgehalten, der sich dem Thema Volksdiplomatie widmete. Die Stadt bezeichnet sich als „Welthauptstadt der Volksdiplomatie“ und ist fest entschlossen, diesem Titel Inhalt zu verleihen. In einer Entschließung wurde die Absicht ausformuliert und die Universität Wolgograd mit der Entwicklung eines Konzeptes beauftragt.

Wolgograd unternahm diese Initiative 70 Jahre nach dem Abschluss des ersten Städtepartnerschaftsvertrages überhaupt. Schon 1944 verschwisterten sich Wolgograd und Coventry. Die Stadt unterhält heute ein sehr aktives Netz von Städtepartnerschaften und internationalen Aktivitäten. In Deutschland ist Wolgograd mit Köln und Chemnitz partnerschaftlich verbunden.

Volksdiplomatie, wie sie dort verstanden wird, soll über menschliche Beziehungen das Verständnis zwischen den Menschen verbessern. Sie soll Verständnis und Verständigung erzeugen, wo die politisch und medial vermittelte Wirklichkeit nicht mehr mit den Erfahrungen der Menschen übereinstimmt.

Bürgerdiplomatie

Eben dieser letzte Gedanke bringt mich zu der Überzeugung, dass der bessere Begriff für das, was gewollt ist, eine Bürgerdiplomatie ist. Völker sind als Kollektiv nicht handlungsfähig. Aktiv werden verantwortungsvolle Menschen, die sich für ihr Gemeinwesen und für die Beziehungen zwischen verschiedenen Gemeinwesen – Kommunen, Regionen, Staaten – einsetzen, um sie möglichst positiv zu gestalten.

Die Stadt Münster spricht zum Beispiel im Zusammenhang mit Städtepartnerschaften von Internationaler Bürgerdiplomatie, weil es konkrete Menschen sind, die als Bürger der verbundenen Städte miteinander umgehen und dadurch eine neue Wirklichkeit schaffen.

Der Begriff wird auch im Zusammenhang mit dem langwierigen aber sehr erfolgreichen Einsatz von Bürgern für internationale politische Ziele benutzt, zum Beispiel für das zähe Bemühen der Initiative gegen Landminen bei der Beeinflussung der Regierungen, diese internationale Initiative zu unterstützen. Tatsächlich war hier die Bürgerdiplomatie zum erfolgreichen Lobbying geworden, weil in jedem Land genug Aktive das Ziel über die nationalen Interessen gestellt haben.

Im Begriff der Bürgerdiplomatie schwingt mehr als im Begriff Volksdiplomatie die Freiheit des handelnden Bürgers und seine Motivation mit, die sich auf konkrete Verbesserungen über Staatsgrenzen hinweg gründet.

In den USA ist dieser Begriff im Sinne einer wertegebundenen Beziehungspflege über Grenzen hinweg immer wieder verwendet worden und in Japan hat der Begriff ebenfalls schon eine lange Tradition.

Kommunale Diplomatie

Am verständlichsten wird der Zusammenhang von konkreten Aktionen von Bürgern und internationaler Verständigung in den Städtepartnerschaften, wo sie mehr sind als gelegentlicher Austausch von offiziellen Delegationen. Wenn heute von Kommunaler Diplomatie gesprochen wird, dann ist in der Regel ein breites Feld von Beziehungen zwischen Städten und Kreisen mit Partnern in anderen Ländern gemeint, das Vereine, Schulen, Einzelinitiativen, Sportler und Kulturschaffende, Wissenschaftler und Fachleute verschiedenster Disziplinen zusammen bringt.

Was man heute Zivilgesellschaft nennt, verbindet sich hier zu einem Ganzen zum gegenseitigen Vorteil. Man lernt voneinander, gewinnt durch die Beziehungen an interkultureller Kompetenz, kann eigene Leistungsfähigkeit zum Vorteil des Anderen einsetzen und erhält Freundschaft und Anerkennung zurück.

Es wird über die neue Bedeutung von Städtepartnerschaften in den letzten Jahren viel geredet. Tatsächlich ist festzustellen, dass sich manche alte Formen der Städtebeziehungen erschöpft haben. Seit 1990 haben sich aber auch ganz neue Formen entwickelt, die nicht nur auf kulturelles Sich-Wohlfühlen sondern auf konkrete Zusammenarbeit in Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und im weitesten Sinne Sozialwesen orientiert sind.

Gerade in dieser inhaltlichen Ausprägung kann kommunale Diplomatie ganz neue Wege gehen. Dies setzt allerdings voraus, dass die finanziellen Grundlagen zu schaffen sind und dass die Städte sich immer mehr als Netzwerkpartner für ihre aktiven Bürger verstehen und weniger als die Hauptakteure der Städtepartnerschaften.

Was heißt das nun für die Arbeit auf der Plattform der Deutsch-Russischen Akademie Ruhr?

Alle drei Begriffe, unter denen uns die zwischengesellschaftlichen, ganz wesentlich von der Zivilgesellschaft in Form engagierter Bürger getragenen internationalen Beziehungen begegnen, haben ihre  spezielle Ausprägung. Alle sind aber darauf gerichtet, dass jetzt lebende Menschen Politik von Staaten nicht als Schicksal begreifen sondern dass sie ihre Möglichkeiten nutzen, für gute Beziehungen, menschliches Verständnis und gemeinsames Leben in versöhnter Vielfalt einzutreten. Sie sind das Gegenbild der Neigung zu Abgrenzung, Selbstüberhöhung, nationalistischer Entwicklungen und der Bereitschaft, Gewalt als Mittel der Politik zu akzeptieren.

Die Deutsch-Russische Akademie will genau das. Sie will zeigen, dass im Verhältnis von Deutschen und Russen viel Gemeinsames, eine Grundsympathie vorhanden ist, die menschliche und fachliche Zusammenarbeit sinnvoll und fruchtbar machen. Was an menschlichen Brücken existiert darf nicht verschüttet werden unter politischen Auseinandersetzungen.

Unsere Plattform soll zeigen, dass es viel menschliche Substanz gibt in den Beziehungen zwischen Deutschen und Russen und dass wir darauf auch in Zukunft bauen können.

Ein Beitrag von Erich G. Fritz.

Wir bieten eine Vielfalt an Sprachkursen an:

– regelmäßigen Kurse am Wochenende, vormittags und abends.

– Intensivkurse in den Ferien und am Wochenende für Bildungsurlauber, Schüler, ältere Mitbürger und Sprachinteressenten

– allgemeinbildende Sprachkurse und Prüfungsvorbereitungskurse (Cambridge English Exams und der TELC GmbH)

Der Gemeinsame Europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GER) teilt Kenntnisse von Lernern in sechs aufsteigende Niveaustufen ein: A1, A2, B1, B2, C1, und C2.

Eine kurze Beschreibung jeder Stufe finden Sie hier: Wikipedia – Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen. Gerne können Sie in unserem Institut einen kostenfreien Einstufungstest in den Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch während unserer Öffnungszeiten ablegen. Bitte planen Sie ca. 30 Minuten dafür ein.

Wenn Sie unsicher sind in welchen Kurs Sie passen, können Sie gerne unentgeltlich zur Probe einen Kurs besuchen bevor Sie sich verbindlich anmelden. Für die Vereinbarung einer Probestunde, sprechen Sie uns bitte an.

Für eine Anmeldung können Sie eine Anmelde-Karte oder den Kurs-Finder auf unserer Homepage nutzen. Zur gegenseitigen Planungssicherheit, bitten wir um eine Anmeldung mindestens 2 Wochen bevor Kursbeginn.

Sobald die Mindestteilnehmerzahl von sieben Anmeldungen erreicht ist, bestätigen wir den Kurs per Email oder SMS. Dies erfolgt spätestens eine Woche vor Kursbeginn. Schülerkurse in den Ferien und Sprachprüfungen (Cambridge English Exams) werden gesondert per Post bestätigt. Wir bitten daher um die korrekte Angabe Ihrer aktuellen Kontaktdaten.

Die ermäßigten Kursgebühren lt. Sprachenprogramm stehen Schülern, Studierenden, Au Pairs, ALRG II Empfängern und Dortmund-Pass-Inhabern zur Verfügung. Bitte reichen Sie hierfür bei der Anmeldung Ihren entsprechenden Ermäßigungsnachweis mit ein.

Die Gebühren für Sprachkurse oder Cambridge English Prüfungen und sind bei Bestätigung oder Teilnahme zu entrichten. Prüfungsgebühren für DaF-Prüfungen sind bei der Anmeldung zu entrichten.

Die Zahlung kann per Überweisung, vor Ort in Bar oder per EC Karte erfolgen. Lastschrift-Einzugsermächtigungen können auf der Rückseite der Anmeldekarte oder im Kurs-Finder auf der Homepage erteilt werden. Unsere Bankverbindung finden Sie im Impressum.

Eine Normalgruppe besteht ab sieben Teilnehmern. Sollte die Teilnehmerzahl bei Kursbeginn geringer sein, kann eine Kleingruppe gebildet werden. In diesem Falle wird mit der Kursgruppe eine Verkürzung der Unterrichtsstundenzahl oder eine anteilige Erhöhung der Kursgebühren abgestimmt. Die entsprechenden Kleingruppenpreise finden Sie in unserem Kurs-Finder auf unserer Homepage.

Jeder Teilnehmer kann sich bis 10 Tage vor Kursbeginn kostenfrei abmelden. Für Teilnehmer der DaF-Intensivkurse (Deutsch als Fremdsprache) gelten die gesonderten Teilnahmebedingungen unter § 8 unser AGBs.

In der Regel findet in den Schulferien oder an Brückentagen kein Unterricht statt.

Alle Teilnehmer erhalten zum Ende des Semesters eine Teilnahmebescheinigung. Um ein externes Zertifikat in Deutsch, Englisch oder Spanisch zu erhalten, können Sie bei uns eine separate Sprachprüfung ablegen.

Wir führen die telc (Deutsch als Fremdsprache), Cambridge English und DELE (Spanisch) Prüfungen durch. Mehr Informationen zu unseren angebotenen Sprachprüfungen.

Ja! Unser Einzelunterricht ist nicht auf den Sprachen im Programm limitiert und wird i.d.R. mit Muttersprachlern durchgeführt. Kontaktieren Sie uns gerne für ein entsprechendes Angebot!

Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie uns gerne kontaktieren unter 0231-838 00 0 oder info@auslandsgesellschaft.de

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