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Sprachen lernen.

Hinweis
Unser Haus ist montags – donnerstags von 08:00 – 20:00 und freitags von 08:00 bis 16:00 Uhr nach Terminvereinbarung für Sie geöffnet!
Tel. 0231/838000 oder schreiben Sie uns eine E-Mail unter info@auslandsgesellschaft.de. Bleiben Sie gesund!

Das neue Semester des Fremdsprachenbereichs hat am 30.08.2021 begonnen. Für die Schülerkurse in den Herbstferien sind noch Anmeldungen möglich!
Info & Anmeldung: Dr. André Menke, fon: 0231 . 838 00 21, mail: menke@auslandsgesellschaft.de / Dominic Melang, fon: 0231 . 838 00 38, mail: melang@auslandsgesellschaft.de

Deutsch-Intensivkurse online bei der Auslandsgesellschaft
Auch die Deutsch-Intensivkurse finden seit dem 15.09.2021 wieder in Präsenz in der Aulandsgesellschaft.de statt.
Wir freuen uns, Sie bald wieder im Haus begrüßen zu dürfen!
Info & Anmeldung: Christanna Charmpa, fon: 0231 . 838 00 93, mail: charmpa@auslandsgesellschaft.de

Kursfinder

Über dieses Modul können Sie die Kurse anhand der vorausgewählten Sprache finden.

Der gute Mensch Nikolai

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„Der gute Mensch Nikolai“

von Maria Krull

Im Januar 1945 mussten wir von den anrückenden Russen unser kleines, an der Prosna gelegenes Dorf Waldungen im Kreis Kreuzburg verlassen. Teils mit dem Zug, teils mit den Trecks unterwegs, fanden sich sie einzelnen Familienmitglieder im Laufe der nächsten Wochen bei Verwandten in Lähn, Kreis Löwenberg, ein. Als auch dort die Front näher rückte, flüchteten wir weiter in Richtung Sudetenland.

Ein Onkel war mit zwei Pferden und einem Planwagen zu uns gestoßen. Mit ihm und der inzwischen auf zehn Personen aufgewachsenen Familie, von der 71jährigen Großmutter bis zum 3jährigen Urenkel, waren wir unterwegs.

In Ruschowan, einem Dorf in der Nähe von Leitmeritz, fanden wir ein Unterkommen. Dort waren wir auch am 08.Mai 1945, dem Tag der Kapitulation, und erlebten das Chaos des Zusammenbruchs: die einmarschierenden russischen, und wie ich mich erinnere, auch polnischen Soldaten, die flüchtenden deutschen Soldaten, die noch über die Elbe wollten, weil auf der Seite die Amerikaner stehen sollten. Die Straßen waren verstopft mit liegengebliebenen Wehrmachtsfahrzeugen.

Ich erinnere mich an einen Lastwagen mit Post für die Soldaten. Die Umgebung war bald übersät mit aufgerissenen Briefen, in denen nach Geld und Zigaretten gesucht worden war. Versprengte deutsche Soldaten schleppten verwundete Kameraden mit sich. Ehemalige Zwangsarbeiter und Insassen des Konzentrationslagers Theresienstadt waren auf dem Heimweg.

Als sich Ende Mai die Situation auf den Straßen etwas beruhigt hatte, machten auch wir uns auf den Weg zurück. Tschechische Milizen waren inzwischen da. Immer wieder wurde unser Wagen durchsucht und alles Brauchbares mitgenommen. An Leib und Leben erlitten wir glücklicherweise keinen Schaden. Doch die Grenzübergänge nach Schlesien waren geschlossen. Sie wurden von den Milizen kontrolliert.

Wir kamen zu einem Grenzübergang bei Zittau in der Oberlausitz. Die Straße war verstopft mit einem Treck aus einem niederschlesischen Dorf, der nach Hause wollte. Die Menschen durften nur mit etwas Handgepäck über die Grenze. Pferde und Wagen, teilweise auch Ochsengespanne, wurden von tschechischen Soldaten weggefahren. Ich werde den Bauern nicht vergessen, der vor mir, dem damals elfjährigen Kind, stand und in hilfloser Verzweiflung immer sagte: „Mein Ochsen… drei Gespanne, wie sollen wir nach Hause kommen…, wie soll ich meine Felder bestellen …?“, bis seine Frau kam und ihn behutsam wegführte.

Wir kamen auf dieser Straße nicht weiter und machten an einer Straßenkreuzung Last. Es wurde überlegt, wie es weitergehen sollte, und die Großmutter geriet in die gleiche Verzweiflung wie der Bauer: „Wie sollen wir nach Hause kommen, ich kann nicht so weit laufen. Lasst mich doch gleich sterben!“

Da kam ein junger russischer Soldat auf einem Fahrrad, hielt an und fragte zunächst auf Deutsch nach zwei oder drei Reitern. Wir hatten keine gesehen. Dann wollte er wissen, warum die Großmutter so traurig sei. Sie klagte ihm unsere Situation. Er darauf: Wir sollten hier warten, in zwei bis drei Stunden käme er zurück und würde uns über die Grenze bringen. Er sei Schreiber auf der Kommandantur in Zittau.

Wir warteten also. Die Stunden vergingen. Zweifel kam auf. „Der kommt doch nicht mehr!“ Nur die Großmutter war überzeugt, dass er sein Versprechen einhalten würde. Und kurz vor Einbruch der Dunkelheit geschah, womit keiner mehr gerechnet hatte: Verschwitzt und atemlos kam der junge russische Soldat angeradelt!

Er hatte erst seinen Dienst beenden müssen, und Zittau, auf der anderen Seite der Grenze, war ja auch einige Kilometer entfernt. Kurz: er war da und wollte uns, in der Hand die Pistole oder die Hand auf der Pistolentasche, begleiten, damit es so aussähe, als wenn er uns gefangen zur russischen Kommandantur führe. Alle Frauen sollten mit gesenkten Köpfen und niedergeschlagenen Mienen hinter dem Wagen her gehen. Der Grenzübergang lag verlassen da. Als wir fast hindurch waren, kamen tschechische Milizen herangestürmt. Ein kurzer Wortwechsel, und wir zogen ungehindert weiter!

Auf einem Bauernhof im nächsten Dorf fanden wir noch ein Quartier für die Nacht, von den Leuten etwas misstrauisch aufgenommen, weil sie Die Anwesenheit des russischen Soldaten und unsere wohl auch euphorische Verfassung nicht so ganz verstehen konnten. Nikolai, so hatte er sich inzwischen vorgestellt, war 20 oder 22 Jahre alt und stammte aus der Nähe von Moskau. Er wollte am nächsten Tag vor unserer Abfahrt noch einmal kommen. Wir haben sie bis zum Mittag verschoben. Er kam nicht mehr.

Dem guten Mensch Nikolai möchte ich auf diese Weise „Danke“ sagen.

foto soldata s velosipedom VOV

Maria Krulls „Der gute Mensch Nikolai“ wurde im Rahmen eines vom Westdeutschen Rundfunk, Abt. Hörfunk ausgerichteten Schreibwettbewerbs unter dem Titel „Der Mensch, der mir geholfen hat. Hörer erzählen von Flucht und Vertreibung vor 50 Jahren“ erstmal veröffentlicht.

Wir bieten eine Vielfalt an Sprachkursen an:

– regelmäßigen Kurse am Wochenende, vormittags und abends.

– Intensivkurse in den Ferien und am Wochenende für Bildungsurlauber, Schüler, ältere Mitbürger und Sprachinteressenten

– allgemeinbildende Sprachkurse und Prüfungsvorbereitungskurse (Cambridge English Exams und der TELC GmbH)

Der Gemeinsame Europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GER) teilt Kenntnisse von Lernern in sechs aufsteigende Niveaustufen ein: A1, A2, B1, B2, C1, und C2.

Eine kurze Beschreibung jeder Stufe finden Sie hier: Wikipedia – Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen. Gerne können Sie in unserem Institut einen kostenfreien Einstufungstest in den Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch während unserer Öffnungszeiten ablegen. Bitte planen Sie ca. 30 Minuten dafür ein.

Wenn Sie unsicher sind in welchen Kurs Sie passen, können Sie gerne unentgeltlich zur Probe einen Kurs besuchen bevor Sie sich verbindlich anmelden. Für die Vereinbarung einer Probestunde, sprechen Sie uns bitte an.

Für eine Anmeldung können Sie eine Anmelde-Karte oder den Kurs-Finder auf unserer Homepage nutzen. Zur gegenseitigen Planungssicherheit, bitten wir um eine Anmeldung mindestens 2 Wochen bevor Kursbeginn.

Sobald die Mindestteilnehmerzahl von sieben Anmeldungen erreicht ist, bestätigen wir den Kurs per Email oder SMS. Dies erfolgt spätestens eine Woche vor Kursbeginn. Schülerkurse in den Ferien und Sprachprüfungen (Cambridge English Exams) werden gesondert per Post bestätigt. Wir bitten daher um die korrekte Angabe Ihrer aktuellen Kontaktdaten.

Die ermäßigten Kursgebühren lt. Sprachenprogramm stehen Schülern, Studierenden, Au Pairs, ALRG II Empfängern und Dortmund-Pass-Inhabern zur Verfügung. Bitte reichen Sie hierfür bei der Anmeldung Ihren entsprechenden Ermäßigungsnachweis mit ein.

Die Gebühren für Sprachkurse oder Cambridge English Prüfungen und sind bei Bestätigung oder Teilnahme zu entrichten. Prüfungsgebühren für DaF-Prüfungen sind bei der Anmeldung zu entrichten.

Die Zahlung kann per Überweisung, vor Ort in Bar oder per EC Karte erfolgen. Lastschrift-Einzugsermächtigungen können auf der Rückseite der Anmeldekarte oder im Kurs-Finder auf der Homepage erteilt werden. Unsere Bankverbindung finden Sie im Impressum.

Eine Normalgruppe besteht ab sieben Teilnehmern. Sollte die Teilnehmerzahl bei Kursbeginn geringer sein, kann eine Kleingruppe gebildet werden. In diesem Falle wird mit der Kursgruppe eine Verkürzung der Unterrichtsstundenzahl oder eine anteilige Erhöhung der Kursgebühren abgestimmt. Die entsprechenden Kleingruppenpreise finden Sie in unserem Kurs-Finder auf unserer Homepage.

Jeder Teilnehmer kann sich bis 10 Tage vor Kursbeginn kostenfrei abmelden. Für Teilnehmer der DaF-Intensivkurse (Deutsch als Fremdsprache) gelten die gesonderten Teilnahmebedingungen unter § 8 unser AGBs.

In der Regel findet in den Schulferien oder an Brückentagen kein Unterricht statt.

Alle Teilnehmer erhalten zum Ende des Semesters eine Teilnahmebescheinigung. Um ein externes Zertifikat in Deutsch, Englisch oder Spanisch zu erhalten, können Sie bei uns eine separate Sprachprüfung ablegen.

Wir führen die telc (Deutsch als Fremdsprache), Cambridge English und DELE (Spanisch) Prüfungen durch. Mehr Informationen zu unseren angebotenen Sprachprüfungen.

Ja! Unser Einzelunterricht ist nicht auf den Sprachen im Programm limitiert und wird i.d.R. mit Muttersprachlern durchgeführt. Kontaktieren Sie uns gerne für ein entsprechendes Angebot!

Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie uns gerne kontaktieren unter 0231-838 00 0 oder info@auslandsgesellschaft.de

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